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Kingsbridge 3 - Das Fundament der Ewigkeit
Verfasser: Ken Follett (24)
Verlag: Bastei Lübbe (2116)
VÖ: 12. September 2017
Genre: Historischer Roman (2647)
Seiten: 1168
Themen: 16. Jahrhundert (211), Elizabeth I. (6), England (734), Geheimdienste (281), Religion (127)
Reihe: Kingsbridge (3)
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Lesermeinungen (15)     Blogger (2)     Cover
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 22. November 2017 um 18:54 Uhr (Schulnote 3):
» Wie lange haben wir auf eine Fortsetzung gewartet. Ich muss ehrlich gestehen nach all diesen Jahren waren mir die beiden Vorgänger nicht mehr so recht präsent. Aber ich kann sagen, dass man die ersten beiden Teile nicht gelesen haben muss, um diesen Roman zu verstehen. Das einzige was alle gemeinsam haben ist die Kathedrale von Kingsbridge.
Das neue Werk von Ken Follett ist sehr umfangreich und man benötigt seine Zeit, um sich einzufinden und alle Charaktere kennen zu lernen. Auch die Handlungsorte sind vielfältig und man kann diesen Roman definitiv nicht nebenbei lesen. Denn wir befinden uns neben Kingsbridge in Paris, London, Spanien und anderen Orten. Man kommt also ganz schön rum und mit den Orten nehmen die Personen zu, die wir kennen lernen und eine Rolle für die Haupthandlung spielen. Irgendwann geht alles fließend ineinander über und die Wege der Personen kreuzen sich. Die Handlungsstränge laufen also zeitweise parallel und finden sich dann zusammen. Ein spannendes Konzept, was ich sehr gerne mag, aber mich auch manches Mal forderte. Man muss sich also alles sehr gut merken und am Ball bleiben. Ken Follett hat aber auch eine kleine Personenübersicht erstellt, auch wenn ich diese nicht brauchte. Der rote Faden ist natürlich Ned Willard und seine Familie. Ihn fand ich sehr sympathisch und sein Lebensweg ist einfach nur beeindruckend. Er ist eindeutig ein sehr intelligenter und strebsamer Mann, der sein Leben der Krone widmet. Und wenn wir schon bei der Krone sind kann man natürlich Elisabeth I. nicht ignorieren. Der Autor zeichnet hier ihr Leben und Wirken sehr gut nach, auch wenn es mir manchmal zu geschichtlich war. Überhaupt fand ich, dass dieser Roman manches mal eher einer Biographie der Königin und der Geschichte Englands glich, als Unterhaltung. Natürlich gibt es viel drumrum und viele Personen spielen eine Rolle, aber es geht um die Religionsfreiheit und dem Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken. Es war beeindruckend, wie unterschiedlich das Handeln der einzelnen Charaktere hier war und wie stark sie bereit waren für ihren Glauben einzustehen.
Dieser Roman ist großartig, wenn auch an menschen Stellen zu detailreich und langatmig. Man braucht definitiv Zeit und Ruhe, um die Gesamtheit zu erfassen und Ned Willard auf seinem Weg zu begleiten. Das Warten hat sich wirklich gelohnt und ich kann dem Autor nur Respekt zollen für dieses Werk.«
  10      1        – geschrieben von Nici´s Buchecke
 
Kommentar vom 22. November 2017 um 15:10 Uhr (Schulnote 1):
» Cover:
Ich mag auch das Cover des neuen Werkes von Ken Follett sehr gerne! ich liebe den schlichten, aber doch beeindruckenden Stil, der Wiederkennungswert hat und in gewisser Weise auch auf Geschichte einstimmt. Zumindest ist das mein persönliches Empfinden.

Inhalt:
"Das Fundament der Ewigkeit" entführte mich wirklich in die damaligen geschichtlichen Ereignisse. Man merkt die intensive Recherche dahinter und wer sich auf unterhaltsamere Art und Weise, will ich es mal nennen, mit diesem Zeitalter und Konflikt befassen will, sollte zu diesem Buch greifen.
Ich wollte sowohl das Geschichtliche als auch ein spannendes, mitreißendes Buch erleben und dabei wurde ich leider enttäuscht. Ich war ein großer Fan von "Die Säulen der Erde", doch das neue Werk des Autors kann in meinen Augen damit nicht mithalten. 


Er gestaltete die Handlung mit sehr vielen verschiedenen Handlungssträngen, sodass auch viele Themen aufgegriffen wurden. Dabei aber keines so wirklich intensiv, kam es mir vor. Es ließ sich für mich kein roter Faden finden und dieses Fehlen machte sich auch bei meiner Lesefreude bemerkbar. 
Dieses Buch ist für mich ein historischer Roman, der in Ordnung ist. Sicher nicht für jeden etwas, aber doch für Geschichtsliebhaber, um Historie mal anders zu erleben.

Charaktere:
Die Charaktere waren ein Punkt, mit dem ich meine Schwierigkeiten hatte. In seinen bisherigen Werken konnte mich nicht nur die historische Seite begeistern, sondern auch die Figuren, mit denen der Autor sie ausgestattet hat. 
In seinem neuen Werk kamen sie mir in der Ausarbeitung viel zu kurz. Sie wirkten auf mich alle oberflächlich, was für mich eine große Schwäche darstellt. Die Geschichten des Autors lebten bisher unter anderem besonders durch die spannend gestalteten Charaktere, was hier leider nicht der Fall war. Nicht nur die Nebencharaktere erfüllten für mich einfach nur ihre Aufgaben, ohne genügend Raum bekommen zu haben, um im meinem Kopf zu leben, sondern Auch die Figur Ned Willard, die besonders im Fokus steht, konnte mich absolut nicht überzeugen. So viele Punkte seines Lebens blieben für mich unklar, seine Persönlichkeit für mich nicht greifbar, ... Alles in allem war ich hier sehr enttäuscht, da es aus meiner Sicht gerade für seine historischen Romane besonders wichtig ist, dadurch zu bestechen.

Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil des Autors prinzipiell ganz gerne, denn er versteht sich definitiv darin, Spannung reinzubringen - zumindest größtenteils. 
Ken Follett schafft es, Geschichte spannend zu erzählen und auch mein Interesse für das Geschehen zu wecken. 
Doch in seinem neuen Werk driftet er teilweise sehr in Langatmigkeit ab, wo relativ unbedeutende Szenen sehr lang und breit beschrieben werden, was mich als Leser doch ziemlich anstrengte. 
Ich mag es, wie er Geschichte erzählt, doch hier war es nicht ganz perfekt.

Fazit:
"Das Fundament der Ewigkeit" war für mich kein leichtes Werk. Ich mochte die Bücher von Ken Follett bisher sehr gerne, vor allem "Die Säulen der Erde" fand ich wirklich großartig. Mit seinem neuen Werk tat ich mich aufgrund der Konzeption sehr schwer. Es waren mir zu viele Handlungsstränge und zu viele Personen, sodass ich nicht wirklich in die Geschichte rein kam und auch nicht warm mit ihr wurde. Es mag historisch richtig und auch wertvoll sein, doch für einen guten Roman brauch es mehr als das und umso enttäuschter bin ich, da Ken Follett mich schon einmal wahrlich begeistern konnte und damit bewiesen hat, dass er mehr aus Geschichte machen kann.
Dennoch hielt die Geschichte mich fest, weswegen ich sie dennoch empfehlen kann, auch wenn definitiv Luft nach oben gegeben ist. Man kann es lesen, aber man muss nicht.«
  8      0        – geschrieben von annsophieschnitzler
 
Kommentar vom 22. Oktober 2017 um 19:12 Uhr (Schulnote 4):
» Ich bin ein wenig "unterwältigt", nämlich aus dem Grund der hier auch schon gefallen ist: Follett hat in seinen letzten Büchern aufgehört, sich gute Geschichten für seine Figuren auszudenken, sondern er macht sie einfach nur zu den Initiatoren oder Hauptbeteiligten von dem, was wirklich war. So wie sich Dan Brown einen Reiseführer hernimmt und alles der Reihe nach abarbeitet was er darin findet, so scheint Follett zuletzt immer ein Geschichtsbuch zur Hand zu nehmen und der Reihe nach alles abzuarbeiten was er findet. Sorry, das ist mir ein bißchen zu blass. Kein Vergleich zu den großen Würfen von früher.«
  4      1        – geschrieben von -Lukas6626-
Kommentar vom 18. Oktober 2017 um 1:18 Uhr (Schulnote 1):
» Unheimlich starkes Buch, das an allen Ecken und Enden ausgefeilt ist und bei dem mir nur ein klitzekleiner Fehler aufgefallen ist (nämlich als gesagt wird Sylvie hätte jeden einzelnen Tag ihres Lebens in Paris verbracht, obwohl sie ja schon nach Genf gereist war). Auf 1100 Seiten ist das ein unglaublich guter Schnitt. Wie alles an dem Buch einfach nur mächtig ist. Buch des Jahres für mich!«
  4      1        – geschrieben von otys
Kommentar vom 14. Oktober 2017 um 11:39 Uhr (Schulnote 3):
» @Drachenkiller: Das war auch mein Eindruck. Das Fundament der Ewigkeit ist strukturell erstaunlich ähnlich zur Jahrhundert-Trilogie. Einfach eine geschichtliche Epoche rausgesucht, ein paar Personengeflechte drum herum gebaut und dann mehr die wirkliche Vergangenheit erzählen lassen als eine eigene Story. Das fand ich fast schon ein bißchen enttäuschend, das wirkte eher routiniert als inspiriert.«
  4      0        – geschrieben von Altar
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