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Sonntags fehlst du am meisten
Verfasser: Christine Drews (12)
Verlag: Ullstein (892)
VÖ: 8. September 2017
Genre: Gegenwartsliteratur (1998)
Seiten: 288
Themen: Eltern (307), Familien (725), Streit (115), Töchter (358), Väter (453), Versöhnung (21)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 13. Oktober 2017 um 14:41 Uhr (Schulnote 2):
» Bei der Goldenen Hochzeit der Eltern soll sich Caro mit ihrem Vater aussöhnen. Vor über einem Jahr ist der Kontakt zwischen den beiden abgebrochen. Nach einer Trunkenheitsfahrt, bei der Caro glücklicherweise nichts passiert ist, ist Papas "Prinzessin" in Ungnade gefallen. Karl hat auch jegliche finanzielle Unterstützung für seine Tochter eingestellt. Nun ist die wohlbehütete Caro gezwungen, auf komplett eigenen Beinen zu stehen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Sie muss nach dem Scheitern ihrer Ehe als Alleinerziehende für ihren Sohn sorgen, ist arbeitslos und trockene Alkoholikerin. Eine ungewöhnliche Freundschaft eröffnet ihr jedoch neue Sichtweisen. Ob die Annäherung an ihren Vater noch gelingt?

Meine Meinung:
Den Schreibstil habe ich als angenehm empfunden. Dabei ist es gelungen, die Gefühle der Protagonisten nachvollziehbar zu machen. Gut konnte ich mich in die Figuren hineinversetzen. Verbunden wird der lockere Erzählstil mit durchaus tiefgründigen Themen, sodass das Buch nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Deutlich werden Konflikte zwischen den Generationen, die sich so auch in anderen Familien finden lassen. Gleichzeitig werden diese angenehm unaufgeregt geschildert.
Mir hat es auch gut gefallen, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird und verschiedene Zeitebenen beinhaltet. Immer wieder gibt es Rückblenden in die Vergangenheit. Das hat dazu beigetragen, dass keine Langeweile aufkam. Den Lesefluss hat es nicht gestört. Im Gegenteil: Ich konnte das Buch schwer zur Seite legen und hätte am liebsten alles an einem Tag durchgelesen.
Am Ende blieben leider noch ein paar Fragen offen, zu denen ich gerne Antworten erhalten hätte. Daher ziehe ich einen Stern ab. Davon abgesehen, fand ich den Roman sehr gelungen.

Fazit:
Wer ein Buch sucht, das sich leicht lesen lässt, aber dennoch über Tiefgang verfügt und nachdenklich macht, wird bei „Sonntags fehlst du am meisten“ fündig. Ich kann den Roman empfehlen.«
  13      0        – geschrieben von milkysilvermoon
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