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Du + ich = Liebe
Verfasser: Heike Wanner (12)
Verlag: Edel (251) und Eigenverlag (10290)
VÖ: 7. September 2017
Genre: Jugendliteratur (4704) und Romantische Literatur (13400)
Seiten: 305 (Kindle Edition), 362 (Taschenbuch-Version)
Themen: Behinderung (97), Küsse (340), Schicksal (175), Unfälle (756)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Heike Wanner für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Heike Wanner gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog


Wortfetzen und Geräusche – das ist das Einzige, was ich wahrnehme. Und ein fürchterliches Dröhnen in meinem Kopf, das immer schlimmer wird.
     „... oh mein Gott!“
     Jemand weint.
     „... Unfallstelle sichern ...“
     „... der Erste-Hilfe-Kasten?“
     Eine Männerstimme, ruhig und bestimmt.
     „... ein Telefon?“
     „Ich.“
     Das könnte eine Frauenstimme gewesen sein.
     „... brauchen dringend einen Arzt!“
     Eine Hand legt sich auf meine Wange.
     „Halte durch, Junge! Bitte!“
     Das war jetzt eindeutig eine Frau.
     Ich möchte die Augen öffnen und ihr versichern, dass mit mir alles in Ordnung ist. Ich habe keine Schmerzen. Doch mehr als ein heiseres Stöhnen kommt nicht aus meinem Mund.
     „Polizei und Notarzt ... unterwegs.“
     „... Decken oder Jacken! Der Junge friert.“
     Ich friere nicht.
     Genau genommen verspüre ich gerade überhaupt nichts. Bis auf dieses Dröhnen und den dringenden Wunsch, in Ruhe gelassen zu werden. Gebt mir fünf Minuten! Ich muss nur ein wenig hier liegen und zu Kräften kommen, dann ist alles wieder gut.
     Ich könnte auch ein bisschen schlafen.
     Und wer weiß?
     Vielleicht tue ich das längst, und das hier ist nur ein ziemlich bescheuerter Traum.
     Ja, so muss es sein! Ich werde gleich aufwachen und mich in meinem eigenen Bett wiederfinden.
     Doch dann reißen mich Polizeisirenen unbarmherzig in die Realität zurück. Scheiße, ich träume nicht!
     „Jetzt wird alles gut.“
     Die Hand an meiner Wange verschwindet.
     Eilige Schritte kommen näher, und ich höre ein dumpfes Rascheln. So, als ob sich jemand neben mich hockt und etwas Schweres abstellt. Gleich darauf berühren zwei Hände meinen Oberkörper. Ich werde angefasst, abgetastet und befragt.
     Immer wieder.
     „Hör auf!“, möchte ich schreien.
     Aber ich bin immer noch zu schwach zum Antworten.
     „... Vitalfunktionen instabil ... Verdacht auf Polytrauma ... brauchen einen Rettungshubschrauber ... schnell!“
     Rettungshubschrauber?
     Für mich?
     Jetzt beruhigt euch doch mal alle!
     Ich will nicht ins Krankenhaus!
     Was soll ich da?
     Mir geht es gut.
     Ich möchte protestieren.
     Aufstehen und nach Hause gehen.
     Aber so sehr ich mich auch bemühe – es gelingt mir nicht, mich aufzurichten ...



1. Teil: August–Oktober

Die Masse m1 zieht die Masse m2 an und umgekehrt.
(aus dem Newtonschen Gravitationsgesetz)


Montag, 10. August
Nika

Ein weiser Mann hat mal geschrieben: Die Liebe hört niemals auf. Oder war das vielleicht sogar ein Bibelzitat?
     Nie hätte ich gedacht, dass so viel Wahrheit in fünf kleinen Worten stecken kann: Wenn man richtig liebt, dann liebt man für immer, selbst über den Tod hinaus.
     Man kann nicht weglaufen vor den Gefühlen, die die Liebe in einem auslöst. Auch dann nicht, wenn sie schrecklich wehtun. Wenn aus Glück und Geborgenheit plötzlich Verzweiflung und Entsetzen werden.
     Oliver Baumgarten steht auf dem schlichten grauen Marmorstein. Irgendjemand – vermutlich meine Mutter – hat das Grab mit Herbstastern bepflanzt, die in Rot, Gelb und Orange um die Wette blühen. Meinem Vater hätte dieses bunte, duftende Durcheinander gefallen, da bin ich mir sicher.
     „Hallo, Papa!“, flüstere ich, und die ersten Tränen laufen meine Wangen hinab. Ich lasse sie fließen, weil ich weiß, dass ich mich nach dem Weinen besser fühlen werde. „Es ist lange her, dass ich bei dir war.“
     Fast ein Jahr. Oder, um genau zu sein, 360 Tage. So lang dauerte mein Schüleraustausch – den ich beinahe gar nicht angetreten hätte.
     Denn nach dem plötzlichen Tod meines Vaters sah es lange so aus, als ob alles abgesagt werden müsste. Wir hatten andere, viel dringendere Probleme. Doch dann, nach einer vorsichtigen Anfrage meiner Schule, wurde meine Oma aktiv. Ausgerechnet sie, die jeder Fernreise skeptisch gegenübersteht, wurde zu meiner größten Fürsprecherin. Sie überzeugte meine Mutter schließlich davon, dass ich auf jeden Fall gehen müsse. Zum einen, weil der Antrag auf Austausch schon gestellt und genehmigt war. Und zum anderen, weil jeder wusste, dass mein Vater es so gewollt hätte.
     Also bin ich geflogen.
     Zwölf Monate lang durfte ich in der Nähe von Chicago den American Way of Life genießen – diese geniale Lebenseinstellung, die mich von Anfang an fasziniert hat. Organisiert und zielstrebig, aber auch lässig und voller Optimismus gehen die Amerikaner an jedes Problem heran.
     Everything is possible.
     Anything can happen.
     Diese hoffnungsvolle Denkweise war Balsam für meine trauernde Seele. Ich hätte ewig bleiben und lernen können. Doch irgendwann sind auch die schönsten 360 Tage vorbei.
     Und jetzt?
     Jetzt stehe ich hier, am Grab meines Vaters, und erzähle ihm ausführlich von meinen Erlebnissen. Gleichzeitig jedoch heule ich mir die Seele aus dem Leib, weil ich erkenne, wie sehr ich ihn immer noch liebe und vermisse. An diesen Gefühlen hat auch ein Jahr Abwesenheit nichts ändern können.
     Mein Vater würde den Kopf schütteln, wenn er mich so sehen könnte. Er war der fröhlichste und tatkräftigste Mensch, den ich kannte. Mit trüben Gedanken hat er sich nie lange aufgehalten. Zum Glück habe ich seinen Optimismus und seine Lebensfreude geerbt. Auch heute Nachmittag siegt irgendwann meine Zuversicht über die Trauer, und ich trockne mir die Tränen.
     Genug geweint!
     Ab jetzt werde ich wieder nach vorne blicken.
     Ich werde stark, selbstbewusst und erwachsen sein.
     Ganz so, wie ich es in Amerika gelernt habe.

Ben

„Blutbild, Kreislauf, Urin – alles prima, Ben!“
     Mein Hausarzt, ein grauhaariger Typ mit Brille, tippt mit der Spitze seines Kugelschreibers auf ein Blatt Papier, das mit einer langen Spalte aus lauter Zahlen bedruckt ist.
     Ich mache mir nicht die Mühe, die Werte anzuschauen. Ich kann mit diesen Informationen sowieso nicht viel anfangen. Mir reicht es, wenn der Doc sagt, dass alles in Ordnung ist.
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