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Underground Railroad
Verfasser: Colson Whitehead (7)
Verlag: Hanser (351)
VÖ: 21. August 2017
Genre: Historischer Roman (2667)
Seiten: 352
Themen: 19. Jahrhundert (822), Flucht (1110), Freiheit (273), Georgia (32), Plantage (42), Reisen (1236), Sklaverei (178), Unterwelt (102), USA (385)
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Kommentar vom 10. November 2017 um 21:37 Uhr (Schulnote 2):
» Underground Railroad, Roman von Colson Whitehead, 352 Seiten, erschienen im Carl Hanser Verlag.
Colson Whitehead widmet sich in seiner Erzählung der Entrechtung, Unterdrückung und Vernichtung von Schwarzen durch Weiße in den USA.
Die Geschichte von Cora einer jungen Schwarzen, geboren in der Sklaverei, wird von Caesar einem Leidensgenossen aufgefordert, zusammen mit ihm zu fliehen. Die Beiden begeben sich auf eine abenteuerliche Reise vom Süden Amerikas in den Norden. Ob die Flucht gelingt und was den beiden bei ihrer spektakulären Flucht mit der Underground Railroad alles zustößt wird hier im schonungslosen Stil beschrieben.
Das Buch ist aufgegliedert in 12 Kapitel die abwechselnd mit US-Bundesstaaten und Personennamen benannt sind. Am Anfang eines jedes Staaten- Kapitels erscheint eine Suchanzeige für einen entlaufenen Sklaven. Die Geschichte wird im auktorialen Stil erzählt. Whitehead beschreibt in nüchterner bildhafter Sprache die grausamen Geschehnisse die in der Zeit der dunkelsten Geschichte Amerikas stattfanden. Er erhielt dafür den National Book Award 2016 und den Pulitzer Preis 2017.
Der Anfang über Ajarry, Coras Großmutter, ihre Mutter und Coras Kinderzeit und wie sie sich in der Sklavengemeinschaft auf der Baumwollfarm in Georgia behauptet fand ich ungemein spannend, spannend beginnt auch ihre Flucht und was dazu führte. Leider lässt die Spannung zwischendurch nach um am Ende wieder anzuziehen. Leider konnte ich der Geschichte nicht immer folgen, denn der Verlauf wurde durch die Personenkapitel die dazwischen gestreut waren unterbrochen. Das Leben von Charakteren die an diesem Punkt schon verstorben waren wurde aufgegriffen, auch kam es vor, dass Cora bei ihrer Flucht schon an einem anderen Ort angekommen war mit anderem Setting und Personen, im nächsten Kapitel aber beschrieben wurde wie ihre Befreiung von Statten ging. M.E. sind die Kapitel im Roman etwas unglücklich angeordnet. Gut fand ich, dass das Schicksal von Mabel am Ende noch aufgeklärt wurde, was mich wieder mit der Geschichte versöhnt hat. Homo, homini lupus – der Mensch, dem Menschen ein Wolf. So zitiert Plautus und so wird es im vorliegenden Buch auch aufs Grausamste und grauenvoll beschrieben. Die Lektüre hat mich sehr betroffen gemacht, gefesselt und tief bewegt. Die Geschichte der Underground Railroad und des Abolitionismus wird mich wohl auch noch einige Zeit beschäftigen. Die Underground Railroad wird im Buch als eine tatsächliche „Untergrundbahn“ beschrieben, was sie in Wirklichkeit aber nicht war. Zwischen 1810 und 1860 wurde durch dieses „Fluchtnetzwerk“ mit geheimen Routen, geheimen Stationen und Menschen die für ihre Hilfe mit dem Leben bezahlten, 50 000 Sklaven vom Süden in die freien Nordstaaten und Kanada gebracht. Bisher wusste ich nicht, dass es diese „Fluchthilfe“ gab und ich bin dankbar, dass ich es durch diesen Roman erfahren durfte.
Es handelt sich hier absolut um kein Wohlfühlbuch“, sondern um eine Lektüre, die zum Nachdenken anregt, ja etwas für danach mitgibt. Eine absolute Kaufempfehlung, für die Leser die sich für die Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei interessieren, die etwas über die „Underground Railroad“ erfahren wollen. Und von mir Schulnote 2«
  16      0        – geschrieben von Ele95
Kommentar vom 9. November 2017 um 22:32 Uhr (Schulnote 1):
» Darum geht’s:

Cora lebt als Sklavin der dritten Generation auf der Plantage der Randalls. Seit ihre Mutter geflüchtet ist, muss sich das junge Mädchen alleine durchschlagen und obwohl Cora eine starke Persönlichkeit ist, bleibt auch sie von Gewalt und Willkür nicht verschont. Als der Sklave Caesar sie bittet, mit ihm zusammen zu fliehen, zögert sie erst. Doch dann macht sie sich doch mit ihm auf den Weg durch die Underground Railroad auf der Suche nach Freiheit.

So fand ich’s:

Das Leben, das Cora und die anderen Sklaven auf der Plantage der Randalls führen, ist hart und brutal. Nicht nur die weißen Herren leben ihren Sadismus willkürlich an den Sklaven aus, sondern auch unter ihnen herrscht eine gewisse Hierarchie, und Gewalt kommt auch unter Sklaven vor. Man versteht, wieso immer wieder Sklaven ihr Leben riskieren und lieber einen grausamen Foltertod in Kauf nehmen, wenn ihre Flucht misslingt, als auszuharrren und das Leben auf der Plantage zu ertragen. Doch auch als Cora sich zur Flucht entschlossen hat, ist sie immer wieder abhängig von anderen und muss auf Großherzigkeit hoffen – wohl wissend, dass die Hilfsbereitschaft auch den Helfern das Leben kosten könnte.

Weitestgehend beschreibt das Buch die Erlebnisse Coras in nüchternem Erzählstil. Manchmal fast schon lakonisch wird das schreckliche Leben auf der Plantage geschildert, genauso wie die Grausamkeiten, die Cora auf ihrer Flucht begegnen. Wahrscheinlich ist so eine undramatische Erzählweise genau richtig, denn wenn man sich zu emotional in die Geschichte fallen lässt, könnte man verzweifeln bei dem Gedanken, was Menschen anderen Menschen antun, nur weil sie eine andere Hautfarbe haben. Sie werden ja nicht einmal als Menschen gesehen, sondern erscheinen in den Augen ihrer Besitzer oft genug als so etwas wie Halbaffen ohne Gefühle und Verstand.

Hauptsächlich erzählt uns Cora ihre Geschichte selbst, aber es werden auch immer wieder kurze Kapitel eingeschoben, die die Hintergründe der Menschen beleuchten, mit denen Cora zu tun hat. Das macht auch scheinbar gleichgültige oder bösartige Leute menschlich und rundet das Bild über das hinaus ab, was Cora selbst weiß.

Im Vorspann zu diesem Roman wird erläutert, dass die „Underground Railroad“ nicht tatsächlich als unterirdische Bahnlinien existiert hat, sondern ein Synonym für ein Netzwerk von Helfern und Unterschlupfen war und auch als Codierung in Unterhaltungen diente. Leider scheint dieses wichtige Vorwort nur in den Leseexemplaren vorhanden zu sein und in der Ausgabe für den Buchhandel zu fehlen, wie ich der Rezension von Jemima auf dem Blog Hochhorst entnehmen kann. Das finde ich sehr schade.

Wieso sich der Autor entschlossen hat, diese unterirdische Eisenbahn im Buch als Tatsache darzustellen, weiß ich nicht. Ich fand es zwar schon glaubhaft erzählt, aber da man weiß, dass es nicht wirklich so war, bietet genau dieser Kniff ein Schlupfloch für alle Zweifler, die einwenden könnten, dass auch andere glaubhaft geschilderte Passagen historisch nicht korrekt sind. Und ich habe mich auch wirklich gefragt, was nun historisch verbürgte Tatsachen sind und was der Fantasie des Autors entsprungen ist. Gab es den Plan, Schwarze durch Tricks oder Lügen zu einer Sterilisation zu bringen, um zu verhindern, dass die schwarze Bevölkerung überhand nahm? Bestand diese Möglichkeit einer überwiegend schwarzen Bevölkerung tatsächlich in manchen Staaten? Waren die genannten Bevölkerungszahlen echt oder nur eine ausgedachte Ergänzung wie die Underground Railroad selbst? Existierten diese Ausstellungen, in denen lebende Personen Szenen aus Afrika oder der Reise in die USA nachstellten, wirklich? Durch die Möglichkeit, dass Teile seiner Erzählung nur erfunden waren wie die Railroad, hat Whitehead seiner Erzählung ein bisschen den Schrecken genommen, was ich schade fand. Die Tatsachen sprechen für sich und eine fiktive Lebensgeschichte in historisch korrekter Umgebung hätte mir besser gefallen und mich wahrscheinlich noch viel mehr ergriffen.

Während des Lesens drängten sich mir gewisse Parallelen auf zur Zeit des dritten Reiches, als Juden unter ähnlichen Umständen wie Cora versteckt wurden. Oder man ihnen unter Einsatz des eigenen Lebens zur Flucht verholfen hat. Aber auch zur Problematik der vielen Zuwanderer, die sich auch äußerlich vom Durchschnittsdeutschen unterscheiden und die nicht wenigen Leuten Angst davor machen, dass sie das Erscheinungsbild zu sehr prägen und das Althergebrachte verdrängen – genau wie die Vielzahl der geflüchteten Sklaven manche Städte und Landstriche prägten.

Denn leider ist das geschilderte menschliche Verhalten zeitlos und nicht nur auf den Zusammenhang der Rassenproblematik und Versklavung der schwarzen Bevölkerung beschränkt. Quer durch alle Zeiten und Nationen wird immer wieder die Gelegenheit genutzt, auf dem Rücken der Schwachen und ihrer Helfer die eigenen Interessen durchzusetzen, bereitwillig bösartige Gerüchte weiterzuerzählen und unliebsame Nachbarn und Konkurrenten loszuwerd«
  21      0        – geschrieben von Gabis Laberladen
 
Kommentar vom 9. Oktober 2017 um 22:35 Uhr (Schulnote 1):
» Die düstere Vergangenheit der Sklaverei Amerikas

"Die Menschen tragen Ketten und sind Sklaven; aber sie sind nicht geboren, es zu sein, und haben die Hoffnung nicht verloren, wieder frei zu sein." (Matthias Claudius)
Cora arbeitet ebenso wie ihre Großmutter auf der Randall Farm, für sie gab es nie etwas anderes, als Sklavin sich auf Plantagen zu schinden. Eines Nachts flüchtet dann Coras Mutter von der Farm und lässt ihre Tochter alleine bei ihrer Mutter zurück. Cora kann nicht nachvollziehen, warum sie, sie ganz alleine gelassen und nicht mitgenommen hat. Nach dem Tod des alten Plantagenbesitzer Randall wird die Farm an seine Söhne vermacht, die diese genauso herzlos weiterführen. Unter unerträglichen Bedingungen müssen die Sklaven der Randalls Bauwolle säen und ernten. Doch eines Tages tritt Caesar an Cora heran und offenbart ihr das er flöhe und sie mitnehmen möchte. Erst verneint Cora diesen Vorschlag, den selten ist einem Sklaven so eine Flucht gelungen und wenn man sie gefasst hätte, wäre dies ihr Todesurteil gewesen. Ein paar Tage später wusste Cora das, wenn sie jetzt nicht flieht, dies ihr Leben lang bereuen würde. Zusammen wollen sie mit der Underground Railroad in ein neues Leben fliehen. Dabei wird Ridgehead einer der berüchtigten Sklaveneintreiber, die beiden unerbittlich verfolgen, um sie an Randall auszuliefern, den dieser hat ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Es beginnt eine abenteuerliche Reise bei denen sie heldenhafte Bahnhofswärter, Kopfgeldjäger und Leichendieben begegnen und überall lauern Gefahren. Werden sie ihre Freiheit wirklich finden?

Meine Meinung:
Mit Colson Whitehead ist hier ein fiktiver Roman erschienen, der die qualvolle Wirklichkeit der Sklaven in den USA widerspiegelt. Zur Vorlage nahm sich der Autor mehrere Slave narrative Vorlagen und gestalte damit einen fiktiven Roman, den es so nicht gab. Aber wenn man dieses Buch gelesen hat, kann man sich gut vorstellen, das es so gewesen sein könnte. Das Netzwerk der Underground Railroad gab es in Wirklichkeit, mit dieser wurden tatsächlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts Sklaven zur Flucht verholfen. Der Schreibstil ist sehr gut, schade nur das dem Buch ein wenig die Emotionen fehlen, trotzdem hat es mich zu tiefst bewegt. Entsetzt hat mich auch, das ab dem Jahr 1776, 460 000 Sklaven in die USA verschleppt und als billige Arbeitskräfte gehalten wurden. Ich denke dabei immer an eine damalige Fernsehserie Roots bei denen dies auch drastisch geschildert wurde. Selbst heute noch muss die schwarze Bevölkerung mit vielen Benachteiligungen in der ganzen Welt, vor allem aber in den USA leben. Deshalb auch stellvertretend dieses Buch, für alle jene Sklaven, die bisher ihr Leben lassen mussten. Ausgezeichnet wurde es mit dem National Book Award 2016 und dem Pulitzer Preis 2017. Ein Buch, das man gelesen haben sollte und von mir 5 von 5 Sterne bekommt.«
  11      0        – geschrieben von claudi-1963
 
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