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Kukolka
Verfasser: Lana Lux (1)
Verlag: Aufbau (430)
VÖ: 18. August 2017
Genre: Gegenwartsliteratur (1999)
Seiten: 375
Themen: Bettler (12), Deutschland (507), Freiheit (274), Gewalt (261), Mädchen (1484), Neunziger Jahre (29), Träume (472), Ukraine (19), Wohlstand (21)
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Lesermeinungen (3)     Blogger (3)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 3. Dezember 2017 um 15:52 Uhr (Schulnote 1):
» Ein Kinderheim in Dnepropetrowsk, Ukraine. Samira und Marina kennen ihre Eltern nicht, auch kein Leben in einer Familie, nur das im Kinderheim kennen sie und immer träumen sie von einem besseren Dasein. Regelmäßig kommen Erwachsene, um sich Kinder auszusuchen, so auch Marina, die die Heimat verlassen und in Deutschland ein neues Leben beginnen darf. Ihrer Freundin zu folgen wird für die nächsten Jahre der sehnlichste Wunsch von Samira bleiben. Sie reißt aus dem Kinderheim aus und wird von Rocky aufgegriffen. Er ist jedoch nicht der freundliche Helfer, als der er zunächst scheint, sondern hat eine ganze Bande von Kindern angestellt, die für ihn klauen und betteln. Trotz aller Widrigkeiten hat Samira eine Ersatzfamilie und mit Dascha und Lydia so etwas wie große Schwestern. Doch die Zeiten ändern sich und mit zunehmendem Alter wird Samira für Männer als Sexobjekt interessant. Dima scheint die Rettung zu sein, er schafft es sogar, Samira nach Deutschland zu bringen, doch der Preis, den sie dafür zahlen muss, ist hoch.

„Kukolka“ – das Püppchen. Das ist die dunkelhaarige Samira zunächst für alle. Das ahnungslose naive Mädchen, das mit seinen 6-7 Jahren alleine davonläuft und den Weg nach Deutschland antritt. Leicht findet sie Menschen, die sich um sie kümmern, doch diese haben immer Hintergedanken und nichts ist umsonst in ihrem Leben. Bei jeder Etappe denkt man, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann. Zum Betteln und Stehlen versklavt, verwahrlost und ohne jede Bildung – was sie bei Rocky erlebt ist der böse Alptraum eines unsäglichen Kinderlebens. In einem Haus ohne fließendes Wasser, immer wieder auch mit dem Tod und Gewalt konfrontiert – was sollte das noch überbieten können?

Dima scheint die Hoffnung zu sein. Er ist freundlich, hat eine saubere Wohnung, behandelt Samira gut – doch sein wahres Gesicht zeigt er erst später. Viel zu jung wird Samira missbraucht, verraten, verkauft. Ob all der Grausamkeiten, die das Mädchen ertragen muss, kann man gar nicht glauben, dass ein einziges Menschenleben das aushalten kann. Bei realistischer Betrachtung weiß man jedoch, dass dies auch eine Realität ist, die sich in einer Parallelgesellschaft mitten unter uns abspielt, vor unseren Augen ohne dass wir es sehen.

Lana Lux erspart ihrer Protagonistin und dem Leser nichts. Ein unbändiger Überlebenswille, getrieben von den Gedanken die Freundin wiederzusehen und ebenfalls eine gute deutsche Familie zu finden, hält sie am Leben und lässt sie all das ertragen, was man ihr zufügt. Der Roman ist ganz sicher nichts für feinbesaitete Gemüter, zu schonungslos und direkt schildert die Autorin Gewalttätigkeiten und Missbrauch. Gleichzeitig zeichnet sie das Psychogramm einer starken jungen Frau, die zwar immer wieder droht sich in ihrer Phantasiewelt zu verlieren, einem Schutzwall um das Leben zu ertragen, aber letztlich ihren Weg mutig geht und überlebt. Sie deckt Mechanismen auf, die es Menschen erlauben, sich anderer zu bemächtigen und diese auszunutzen:

„Ich wusste, dass mich das gleiche Schicksal erwartet wie Dascha und Lydia. Ich wusste, dass ich zu niemandem gehöre und nichts wert bin. Dass ich einfach da bin, so wie Kakerlaken. Niemand weiß, wo die ehrkommen. Niemand braucht sie. Sie leben, bis einer sie wegklatscht.“ (Pos. 2480)

Sie glaubt, dass sie schuld am Schicksal von Dascha und Lydia sei und nun ihre gerechte Strafe bekommt. Mit dieser Schuld muss sie leben und die Strafe ertragen, bis sie irgendwann tot ist.

Ein beeindruckender Roman, der einem als Leser nicht kalt lassen kann. Trotz oder gerade wegen einer gewissen Nüchternheit in der Erzählung geht er unter die Haut und setzt sich fest. Für mich eindeutig eins der literarischen Highlights 2017.«
  18      0        – geschrieben von miss.mesmerized
 
Kommentar vom 28. November 2017 um 11:55 Uhr (Schulnote 1):
» Ukraine in den 1990er-Jahren: Aus einem Heim, wo sie als „Zigeunerkind“ gemobbt und schikaniert wird, haut die siebenjährige Samira eines Nachts ab. Sie wünscht sich Freiheit und Wohlstand. Doch ihr Weg, dessen Ziel Deutschland ist, endet schon nach wenigen Kilometern vorerst bei Rocky, der seine „Kukolka“, das „Püppchen“, ganz entzückend findet und das hübsche Mädchen bei sich aufnimmt. Mit einigen Straßenkindern lebt sie in einem heruntergekommenen Haus, in dem es weder Strom noch warmes Wasser und noch eine Toilette gibt. Mit den anderen muss Samira für Rocky betteln und stehlen. Zwar geht es ihr gut, doch sie hält an ihrem Traum von Deutschland fest, obwohl das Ende der Ausbeutung und Gewalt noch lange nicht erreicht ist...

„Kukolka“ ist der beeindruckende Debütroman von Lana Lux.

Meine Meinung:
Die Geschichte umfasst mehrere Jahre und ist in drei Teile untergliedert. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive aus der Sicht von Samira. Entsprechend des Alters der Hauptprotagonistin ist der Ton kindlich-naiv. Klar und nüchtern, fast schon sachlich ist der Erzählstil. Die eindrücklichen Schilderungen kommen ohne Kitsch und Übertreibungen aus und konnten mich von den ersten Seiten an bereits fesseln. Schon ab dem ersten Kapitel fiel es mir schwer, das Buch zur Seite zu legen, weil ich die Handlung gebannt verfolgt habe.

Das hat vor allem mit dem Inhalt des Romans zu tun, denn die Geschichte von Samira ist aufrüttelnd und schockierend. Schonungslos wird das Leid erzählt, das dem armen Mädchen widerfährt. Ihre Erlebnisse sind tragisch, traurig und aufwühlend. Die beschriebene Gewalt in ihren unterschiedlichen Formen hat mich nachdenklich gemacht. Bewegen konnte mich auch, dass Samira dennoch ihre Hoffnung nicht verliert. Neben Missbrauch und Gewalt gibt der Roman auch Einblicke in politische und gesellschaftliche Umstände, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Gestaltung des Covers ist ungewöhnlich und macht das Buch zu einem Blickfang. Auch der Titel ist treffend gewählt.

Mein Fazit:
Mit „Kukolka“ hat Autorin Lana Lux einen schonungslosen und schockierenden Roman geschrieben, der mich fesseln konnte. Keine leichte Kost, sondern ein Buch, das noch eine Weile bei mir nachhallen wird und das ich deshalb empfehlen kann.«
  12      0        – geschrieben von milkysilvermoon
Kommentar vom 29. August 2017 um 21:04 Uhr (Schulnote 1):
» Ich könnte euch das komplette Buch erzählen, Station für Station des Lebens eines Kindes, das mehr durchmachen musste als ein Mensch eigentlich,ertragen kann, diese Geschichte hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt wie kaum eine zuvor.
Lana Lux, lässt Samira ihre Geschichte erzählen, mit den Worten eines Kindes, mit den Gefühlen eines Kindes. Samira glaubt den Worten, der Menschen, sie glaubt das das Herz zerquetscht wird wenn man auf der linken Seite schläft, wie es die Erzieherinnen im Kinderheim Sonnenschein sagten, sie glaubt Rocky, das er sie nach Deutschland bringen wird und sie glaubt Dima, der ihr erzählt sein Leben sei in Gefahr und nur sie könne ihm helfen das Geld für seine Schulden aufzubringen. Sie ist ein Kind, das keinerlei Schulbildung hat, das einzige was sie im Heim lernte war sich an die Regeln zu halten.
Samira erzählt ihre grausame Geschichte unbefangen wie es Kinder nun einmal tun, weil sie nicht wirklich weiß das ihr großes Unrecht angetan wurde, sie genießt den Sex mit Dima, sie weiß nicht das er sie missbraucht.
Diese Unbefangenheit mit der die Autorin ihre kleine Protagonistin erzählen lässt, macht das Buch zu etwas ganz besonderem.
Selten hatte ich so sehr den Wunsch das eine Geschichte gut ausgeht, das dieses Kind noch jemanden findet der ihr Geborgenheit und Schutz bietet, bevor es zu spät ist.
Kindesmissbrauch egal in welcher Form macht jeden normal denkenden Menschen wütend und hilflos lesen wir davon in den Zeitungen oder hören in den Nachrichten. Wir hören von Kinderbanden, die stehlen und betteln oder sich prostituieren müssen. Das ist alles ganz weit weg, eine Meldung die von anderen ebenso erschütternden Nachrichten abgelöst wird. Samiras Geschichte allerdings lässt sich nicht so einfach durch andere Nachrichten ablösen, sie bleibt in Erinnerung, gerade weil sie sie ohne erhobenen Zeigefinger erzählt, es gibt kein Heulen und Wehklagen, kein Selbstmitleid, natürlich gibt es Tränen, Samira leidet, sie weint,aber sie lacht auch, freut sich an dem luxus einer Badewanne oder guten Essens und schöner Kleider. Ich war es die zu jeder Sekunde die ich Samira "zuhörte" wütender wurde auf die Männer, auf die Freier, auf alle die dem Kind Leid zufügten.
Kukolka ist ein bemerkenswertes Debut aus der Feder Lana Lux, die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten, ich spreche für das Buch eine absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung aus.«
  10      1        – geschrieben von Manuela Hahn
 
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