Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
40.788 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Hans Dieter Leh...«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
HARDCOVER
 
Gegen alle Regeln
Verfasser: Ariel Levy (1)
Verlag: Knaur (1249)
VÖ: 18. August 2017
Genre: Biografie (1157)
Seiten: 240
Themen: Affären (429), Ehe (411), Fehlgeburt (8), Journalisten (718), Kinderwunsch (19), Mongolei (15), Mütter (533), Regeln (229), Reisen (1521), Schwangerschaft (399), Verlust (426)
BLOGGERNOTE DES BUCHES
???
noch nicht bewertet
100
0%
80
0%
60
0%
40
0%
20
0%
0
0%
Entwicklung des Bloggerinteresses:
1M
0
2M
0
3M
0
6M
0
12M
0
Leider existiert für »Gegen alle Regeln« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
USER, DIE SICH FÜR DIESES BUCH INTERESSIERTEN, INTERESSIERTEN SICH AUCH FÜR
Sieben Sommersünden 5 - Ein Rettungsboot für mein Herz
Geschrieben von: Annie Stone (22. Juli 2016)
60/100
[1 Blogger]
Wer erbt, muss auch gießen
Geschrieben von: Renate Bergmann (18. Juli 2016)
Bündnis der Sieben 2 - Aus Feuer und Licht
Geschrieben von: Swantje Berndt (1. November 2014)
Lesermeinungen (6)     Leserkanonen-Rezension
OFFIZIELLE LESERKANONEN-REZENSION
Gegen alle Regeln
 
Biografien und biografische Romane von Personen, die im Land des Lesers nicht übermäßig im Rampenlicht stehen, haben es zwangsläufig viel schwerer als Bücher von Prominenten, selbst wenn sie eigentlich von einem viel bemerkenswerteren Leben erzählen. Trotzdem sind sie einen Blick wert, und einen solchen haben wir auf »Gegen alle Regeln« von Ariel Levy geworfen.

Die 1974 geborene New Yorker Journalistin Ariel Levy machte in den vergangenen Jahren zunächst durch einsichtsvolle Profile von Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft von sich reden, ehe sie sich in Folge einer Berichterstattung über die inzwischen bankrotte Exhibitionismus-Reihe »Girls Gone Wild« verstärkt der Rolle der Frau in der modernen Zeit widmete. Dies gipfelte 2005 im (nicht auf Deutsch erschienenen) Buch »Female Chauvinist Pigs«, das sich mit der sexualisierten amerikanischen Gesellschaft, der Objektifizierung von Frauen durch jene Gesellschaft sowie mit Frauen, die sich aktiv selbst in diese Rolle bringen, auseinandersetzte. Ihr nun viel persönlicheres neues Buch »Gegen alle Regeln« erschien im Sommer des ausgehenden Jahres im Knaur Verlag, ist rund 230 Seiten stark und kann als Hardcover-Version für 19,99 Euro erworben werden. Die digitale Variante kostet zwei Euro weniger.

Den ersten Teil von Ariel Levys Lebensgeschichte kann man heutzutage erfreulicherweise als normal bezeichnen: Journalistin Ariel und Lucy werden ein Paar, es ist die große Liebe, die beiden ziehen zusammen und führen eine gute Beziehung - mit Höhen und Tiefe, versteht sich, aber im Großen und Ganzen ist alles im Lot. Der Wunsch nach Nachwuchs bleibt nicht aus, und so wird ein Vater gesucht und gefunden, und Ariel wird schwanger. Auf einer Reise veliert sie jedoch ihr Kind - keine Fehlgeburt im eigentlichen Sinne, denn ihr viel zu früh geborener Sohn lebt für einige Minuten -, und fortan ist nichts mehr so wie zuvor. Der schwere Schicksalsschlag zerreißt das bis dahin gute Leben, und eine Abwärtsspirale aus Sucht, Verfall & Co. wird in Gang gesetzt.

Als Journalistin bringt Ariel Levy natürlich die besten Voraussetzungen mit, um ein Schicksal wie das ihre in höchstem Maße ergreifend und eindringlich zu schildern - und genau das hat sie auch getan. Der Leser wird auf eine solch authentische Weise durch die dunklen Seiten des Lebens geführt, dass er das Ganze beinahe körperlich spüren und mitfühlen kann. Dabei wurden die Momente der Emotionalität auf gekonnte Weise dosiert - Ariel Levy hat hier kein reines Rührstück geschrieben, sondern legt streckenweise sogar eine erstaunliche Sachlichkeit an den Tag, was dem Ganzen einen interessanten Kontrast gibt. Ariel Levy schreibt aufrichtig und ehrlich - oder klingt zumindest sehr stark danach -; sie lässt ihre Leser damit auf ungemein tiefgehende Weise in ihr Leben eintauchen, und so liest man sich schnell in dem Buch fest, selbst dann, wenn einem Frau Levy zuvor gar kein Begriff war.

Natürlich ist Ariel Levys Buch oft schwermütig und von sehr gedrückter Stimmung, was es trotz seiner relativen Kürze und regelmäßiger thematischer Ausflüge nicht zu einem Buch macht, das man mal »zwischendurch« lesen kann oder sollte. Und natürlich ist auch die Art und Weise, mit der Frau Levy ihren Problemen entgegengetreten ist und wie sie auf sich hat einwirken lassen, vermutlich nicht jedermanns Fall. Nichtsdestotrotz entpuppt sich »Gegen alle Regeln« als ein äußerst lesenswertes Einblick in die Gefühlswelt einer Frau, deren Schicksal man nicht teilen möchte, in ihr Leben, in ihre Hoffnungen, in ihr Scheitern. Was es zu einem Buch macht, das einem nachdrücklich in Erinnerung bleibt.
– geschrieben am 28. Dezember 2017
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Texteigentümerin der Rezension: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz