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Briefe an die grüne Fee
Verfasser: Salih Jamal (1)
Verlag: Books on Demand (1101)
VÖ: 26. Juni 2017
Genre: Gegenwartsliteratur (1946)
Seiten: 260
Themen: Affären (355), Anekdoten (16), Begegnungen (1405), Leichtigkeit (2), Liebe (396), Poesie (7), Verantwortung (34)
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„Ein Briefroman. Ein neuer Werther in einer neuen Zeit. Poetisch und vulgär.“

Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat.

In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinem Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und dem Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel.

Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten abgeholt zu werden, oder in der versucht wird die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden.

Ein Buch über blutende, hungrige Herzen mit der Sucht nach Leben und nach der Wucht, die einen an dem entscheidenden Punkt trifft, zwei Finger breit unter dem Zwerchfell, da, wo die Luft wegbleibt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Salih Jamal für die Einsendung dieser Leseprobe!

     Wir sind uns begegnet. Das Schicksal hat uns zueinander geführt, und entzündet. Ich glaube an das Schicksal, an die Bestimmung, wenn man es denn so nennen will. Von mir aus ist es sogar Gott, der sein Spiel mit uns spielt. Manchmal liebevoll, manchmal heiter. Manchmal aber auch nicht! Ich stelle mir vor, dass wir Spielfiguren sind, die der alte Mann oben im Himmel in seiner Schatulle namens Erde aufbewahrt. Nur dass er uns, wie es ihm gerade beliebt, auf unterschiedlichen Spielbret-tern aufstellt. Manche müssen mit „Mensch ärgere dich nicht“ durchs Leben gehen. Andere blechen auf der Schlossallee. Mit einigen Menschen spielt er Schach. Das Spiel des ständigen Kampfes gegen die Ausweglosigkeit. Dabei sind, je nach Figur, die Lösungen beschränkt. Türme können nur geradeaus laufen. Springer laufen nicht weit, aber dafür um die Ecke. Nur die Damen dürfen alles. Meist töten sie sogar den König.
     Aber wir liegen nicht im Park. Du antwortest mir nicht mehr. Meine Liebe habe ich Dir gestanden. Dabei war ich anfangs noch nicht einmal auf der Suche nach Liebe. Dennoch, ich bereue es nicht! Auch wenn ich dabei ein Gefühl der Lächerlichkeit und Kleinheit entdecke, welches an mir teerartig klebt, nachdem ich mich offenbart habe.

     Ich bin der Liebe gefolgt. Sofort und ohne Zögern. Nun hat mich ihr Schwert verwundet. Ob ich ihr wieder folgen würde? Ich weiß es nicht. Alles Er-denkliche ist gelebt, alles Erdenkliche ist gedacht worden und schon einmal dagewesen. Es gibt keinen Neuschnee. Schon lange nicht mehr. Seit Generationen wiederholt sich alles. Sogar die Gewalt der Gezeiten ist in ihrem gleichbleibenden, wiederkehrenden Korsett gefangen und angepasst.
     So sitze ich hier und frage mich, ob es denn der richtige Weg ist, wenn man seinem brennenden Herz folgt?
     Ich lebte ein Leben ... so wild und so frei, von dem ich Dir gerne erzählen will, da Du mir Deine Fotos aus vergangener Zeit gezeigt hast und es von mir kaum Bilder gibt. Deshalb berichte ich Dir von der Freiheit, die ich einmal hatte, und hoffe, dass meine Worte meine Bilder für Dich ersetzen; auch wenn unsere Zeit schon längst in Erinnerung gefangen ist und dort in Endlosschleifen immer kürzer werden-de und allmählich sterbende Gedanken hervorruft. Ich habe die Briefe bei mir, die ich in den letzten Monaten geschrieben habe. Die ich nicht abgesen-det habe. Ich lasse sie hier.
     Ich habe im Heute gelebt. Jetzt umklammert mich das Gestern so sehr, dass ich keinen Schritt in die Zukunft zu finden vermag. Die Aussicht auf ein Leben in Gefangenschaft und in Erinnerung an ein kalt erloschenes Glück erschaudert mich.
     So ist es: Wer die Sicherheit aufgibt, um Freiheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. Leider ist es im umgekehrten Falle genauso. Ich frage mich, wie ich hierhergekommen bin?
     Eine beschämende Verklemmung packt und schüttelt mich aus meinen Träumen. Ich finde mich wieder auf diesem anonymen Hochhaus über der Stadt und ich fühle die kalte Schere an meinem Le-bensfaden.
     Ein leichter Wind streicht meine Locken und berührt angenehm kühl mein Gesicht. Für einen kurzen Moment fröstelt es. Über meinen Armen. Auf meinem Gesicht. In meinem Blut. Mir fallen die Bremer Stadtmusikanten ein, als der Esel zu dem Hahn sagte: „Etwas Besseres als den Tod findest du überall.“
     Er wusste nicht, dass kein Tod so kalt ist wie eine erloschene Leidenschaft.
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