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Briefe an die grüne Fee
Verfasser: Salih Jamal (1)
Verlag: Books on Demand (1187)
VÖ: 26. Juni 2017
Genre: Gegenwartsliteratur (2001)
Seiten: 260
Themen: Affären (366), Anekdoten (17), Begegnungen (1474), Leichtigkeit (3), Liebe (407), Poesie (8), Verantwortung (35)
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„Ein Briefroman. Ein neuer Werther in einer neuen Zeit. Poetisch und vulgär.“

Hoch über den Dächern der Stadt sitzt der Ich-Erzähler, bereit zum Sprung. In seiner Tasche: eine alte Pistole und Briefe an eine geheimnisvolle, devote Flamenco-Tänzerin, die er im Internet über ein Dating-Portal kennengelernt hat.

In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen erzählt er von seiner Affäre und von den Menschen, die ihm begegneten. Er schildert seinen Blick auf die Welt, seinem Weg aus Leichtigkeit und Unbekümmertheit in die Fesseln der Verantwortung und dem Versuch, dieser Gewissenhaftigkeit zu entfliehen. Dabei sucht er melancholisch, wütend und fragend das Wesen der Liebe, um an den Kern der menschlichen Seele vorzudringen. In seinen Gedanken dealt er deshalb mit dem Teufel.

Eine Geschichte aus lustigen, tragischen und unverschämten Anekdoten, erzählt in einer flapsigen und teilweise vulgären Sprache, und tiefgründigen, poetischen Gedanken über die Welt, in der Männer wie vergessene Turnbeutel in der Tinnef-Abteilung bei IKEA darauf warten abgeholt zu werden, oder in der versucht wird die Zeugen Jehovas an der Haustüre zu einem Dreier zu überreden.

Ein Buch über blutende, hungrige Herzen mit der Sucht nach Leben und nach der Wucht, die einen an dem entscheidenden Punkt trifft, zwei Finger breit unter dem Zwerchfell, da, wo die Luft wegbleibt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Salih Jamal für die Einsendung dieser Leseprobe!

PROLOG

Denn so wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
Khalil Gibran "Der Prophet"


Dein Name ist Sharon. Du wartest auf mich.
     Noch sitze ich hier auf dem Sims, die Füße baumeln nach vorne ins Leere und ich schaue nach unten. Der Himmel steht hoch. Schüchtern kündigt die Sonne den Frühling an. So schön! Ihr Strahl trifft mich, wachswarm und weich, während ich so sitze, von oben die austreibenden Blumen sehe und mich hinfort träume.
     Sonst fallen mir in der täglichen Hatz um die vielen goldenen Kälber eigentlich gar keine Blumen auf. Ich versinke an einen der schönsten Plätze, die ich kenne, und wache dort wieder auf. Ich bin in einem alten Park mitten in der Stadt. Große Bäume, eine Wiese und ein kleiner Biergarten, der direkt am See gelegen ist. Das Ambiente dort stammt noch aus Kaisers Zeiten und die kleinen Gerichte, die man dort an einer Durchreiche selbst abholen muss, sind von ausgezeichneter Qualität. Gerne wäre ich an einem warmen Sonntag mit Dir dort hingefahren. Die Natur genießen und später auf der Wiese, unter einem Baum liegend, mit Dir durch die Baumwipfel in den Himmel schauen, sich von der wärmenden Sonne streicheln lassen und die Menschen beobachten.
     Du kennst das. Man sitzt unbeobachtet und unscheinbar in einem Café oder auf einem großen Platz. Leute sind überall. Man beobachtet das Treiben, die Personen, die wie auf einer großen, realen Leinwand plötzlich ihre Konturen zeichnen. Du studierst ihre Gesichter, den Blick, ihre Kleidung, ihren Gang, die Stimmen, die Hände oder die Zähne. Man notiert den Schmutz, der vielleicht an einem Schuh hängen geblieben ist. Ein falsch geknöpftes Hemd? Und dann entwickeln sich Bilder zu den Menschen, die nicht wissen, dass sie plötz-lich in deinem Kopf ihre Geschichte erzählen. Sie können Opfer und Täter sein, oder beides. Sie sind dominant oder ergeben und gottesfürchtig. Wie Fotos, die mit einem Schnellauslöser gemacht wer-den, erscheinen in Bruchteilen von Sekunden Bilder über Bilder, die sich zu ganzen Handlungen, gar zu ganzen Lebensläufen, zusammenfügen. Ich gehe einer Beschäftigung nach, die meist lapidar mit „Leute gucken“ beschrieben wird. Aber ich interessiere mich nicht für eine mögliche, ausgedachte Geschichte einer Frau oder eines Man-nes. Mich beschäftigt die Wirklichkeit!
     Ich habe ein Talent, die Menschen so zu sehen, wie sie tatsächlich sind. Diese Begabung des Erkennens habe ich schon als Kind entdeckt und sie im Laufe der Jahre trainiert. Ich liebe es zu beobachten. So erinnere ich mich, als Du einmal mit einer ganz flinken Handbewegung den Rand einer Damenbin-de an deinem Bein abgetupft hattest, damit die Kle-beseite etwas Hautfett bekommt. Mir erschloss sich aus dieser unmerklichen Geste eine ganze Welt. Ich habe meine Beobachtungen im Guten und auch im Bösen genutzt. Meist aus ganz egoistischen Moti-ven. Oft reicht bei einfachen Seelen lediglich ein Blick in die Augen, damit sich Verborgenes offen-bart. Nun sagen manche, dass es doch jedem so geht, indem er Menschen in Schubladen steckt und sich so ein erstes Bild macht. Es kommt aber darauf an, das Richtige im richtigen Augenblick zu erken-nen. Denn sonst registriert man die vielen kleinen Puzzelsteine nicht, wenn sie sich in Sekunden-schnelle ganz kurz zu einem Bild aneinanderreihen, um dann genau so flüchtig wie weiße Pusteblumen wieder auseinanderzufliegen. Man muss also den Geist schärfen und sich eine gewisse Feinfühligkeit bewahren. Man muss sehen, riechen, zuhören und, wenn es sein muss, auch schmecken! Es ist leider anders gekommen und wir liegen nicht gemeinsam in dem schönen Park unter einem Baum und beobachten kleine Segelflugzeuge, die wie win-zige Kreuze am hellblauen Himmel ihre Runden drehen. Wir genießen nicht dieses Vergessen und Versinken. Wir verpassen, dass die Welt um uns ihren Lärm und ihre Geschwindigkeit verliert, weil die kleinen Flugzeuge da oben ja auch lautlos und langsam kreisen, und sich allmählich auflösend verblassen. Kennst Du diesen kurzen Moment, in dem Dein Körper zuckt und alle Spannung verliert, kurz bevor der Schlaf Dich holt und Du in Morpheus Arme wehrlos niedersinkst? Genau so stelle ich es mir an unserem Baum in unserem alten Stadtpark am See vor. Eine Sekunde, bevor wir eng aneinan-der liegend in den Nachmittag hineindösen. Wenn sich unsere Düfte mit denen des grünen Sees, des Schilfes, der Gräser und dem Geruch der alten Bäume in einer Brise Wind vermischen und sich dabei das Gemurmel der Menschen mit Vogelge-sang und dem Rascheln der Blätter zu einem flauschigen, tiefen Teppich aus verhallendem Klang verquirlt, in den Du barfuß und behaglich eintauchst.
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