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Wenn Soziopathen träumen
Verfasser: Leveret Pale (10)
Verlag: Books on Demand (1107)
VÖ: 26. Juli 2017
Genre: Horror (815) und Kurzgeschichtensammlung (1420)
Seiten: 172
Themen: Apokalypse (159), Blasphemie (2), Drogen (318), Gewalt (252), Helden (84), Mord (3487), Sex (1019), Wahnsinn (75), Wandern (66)
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Wenn Soziopathen träumen, öffnen sich Türen zu den dunkelsten und bizarrsten Albtraumwelten. Leveret Pale, der geisteskranke & drogenaffine Bruder des weißen Kaninchens aus Wunderland, lädt ein, ihm auf einen psychedelischen Trip durch seine surrealistischen Texte dorthin zu folgen ... in die von Opiumharz und Sperma klebrigen Gassen von Sinzone, in die Gehirne von sich einander bekämpfenden Amokläufern, in den blauen Dunst von Selbstzerstörung und ungehörten Todesschreien.
Zögern Sie nicht. Die Zeit eilt und wir haben sowieso nicht mehr viel davon übrig ...
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Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung an Horrortexten des Schriftstellers Leveret Pale.

Inhalt:
14 Illustrationen von Vivienne Feiler
9 Kurzgeschichten von Leveret Pale (Samael, Lovecrafts Ruf, Apokalypse, Der erste Mord, Zweifelhaftes Genie, Zweifelhafter Held, Der Vorfall, Schneiden, Der Wanderer)
2 Novellen von Leveret Pale (Arschageddon, Mos Valamor (Elirium Saga))
1 surrealistisches Gedicht von Leveret Pale (Teenagersorgen)
1 abgefucktes Lexikon von Leveret Pale (Lexikon des Abfucks)

Achtung: Dieses Buch enthält explizite Beschreibungen von Drogenkonsum, Sex, Gewalt, Blasphemie und Wahnsinn.
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50/100
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Leveret Pale für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Leveret Pale gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.

Ich starrte in den Spiegel und biss die Zähne zusammen, sodass die Wangenknochen hervortraten und tiefe Schatten auf mein ausgemergeltes Gesicht warfen. Es konnte mal wieder eine Rasur vertragen und meine schwarzen Haare einen Schnitt. Ich sah mir in die Augen und kam mir wie ein luziferischer Narzisst vor. Warum konnte mir niemand in die Augen sehen? Lag es an dem, was sie darin sahen? Ich versuchte sie zu fixieren und zu erfassen. Dunkles Blau. Poetischer ausgedrückt: kalte, dunkelblaue Stürme der Erbarmungslosigkeit. Darin ein schwarzes Loch, wie bei allen Humanoiden, drumherum Weiß. Meine Augen waren weder glasig, noch gerötet, sie waren klar. Viel zu klar. Ich spürte ein Grummeln in meinem Verstand. Viel zu viele Gedanken tobten darin und peitschten gegen die Ufer meiner Psyche. Ich brauchte schnellstmöglich Laudanum, um Körper und Geist zu betäuben.
     »Was machst du da?« Melanie schmiegte sich an mich und gab mir einen Kuss auf den Hals. In mir zog sich alles zusammen, klirrte. Die Berührung schmerzte meinen entzügigen Körper. Ein überwältigender Drang überkam mich dieses Gothmädchen gegen die Wand zu klatschen dafür, dass sie mich in einem Moment intimer Selbstreflexion gestört hatte.
     Aber dann sah ich es.
     Kalte, blaue Todesflammen flackerten in meinen Augenhöhlen. Die Narben, die meine vor Muskeln straffe, blasse Haut überzogen, pulsierten schwarz.
     Ich verstand, warum die Menschen meinen Blick mieden. Sie sahen darin, wer und was ich wirklich war.
     Ich musste bitter lächeln. Zynismus klebte wie Galle an meinen Lippen, als ich sagte: »An dich, Süße.«
     »Oh, du bist so ein Romantiker, Samael.«
     Wir küssten uns. Als ihre Zunge in meinen Mund eindrang, drangen meine Krallen in ihre Eingeweide ein und ich biss zu. Sie riss die Augen auf. Entsetzen glänzte darin, als ich mit der Faust auf ihre Schläfe eindreschte und ihre Zunge mit einem Fauchen abbiss und verschlang. Sie taumelte schreiend zurück, die Hände vors Gesicht geschlagen. Blut floss überall an ihr hinab, es quoll zwischen den Fingern hervor, es quoll aus der klaffenden Wunde in ihrem Bauch. Meine Muskeln schwollen vor Kraft an, als sich das menschliche Fleisch in meinem gierigen Verdauungstrakt innerhalb von Sekunden zu Energie auflöste. Mein immer länger werdender Schatten fiel auf Melanie, die starr und blass immer kleiner wurde und in sich zusammensank, wie eine kaputte Puppe. Ich stieß mit den Hörnern an die Decke. Meine Flügel zertrümmerten die Glaswand der Dusche. Ich stürzte hinab auf mein Opfer und zerstückelte es mit meinen Klauen in tausend Stücke, bevor ich mich an den Eingeweiden labte und das rohe Fleisch häppchenweise herunterschlang, bis nichts mehr blieb, als blanke Knochen und zwei leere Augen.

»Gott wird dir deine Sünden verzeihen, wenn du Buße getan hast«, sagte mir der Pfarrer am nächsten Tag im Beichtstuhl, nachdem ich ihm von der Ermordung Melanies erzählt hatte.
     »Nein.«
     Er stutzte. »Wie Nein? Du solltest dich der Polizei stellen. Die Gerichte werden Gerechtigkeit walten lassen und dich bestrafen. Du wirst Buße tun und Gott wird dir verzeihen, denn er liebt alle seine Kinder.«
     »Nein, er hat seine Kinder nicht alle geliebt. Er war ein Egomane. Aber er ist tot. Gott ist tot. Und ich habe ihn getötet. Seitdem bin ich ein Ungeheuer. Gestern habe ich die Kontrolle über mich verloren, aber das ist bedeutungslos. Einst habe ich Babylon, Sodom und Gomorrha für ihn grundlos ausgelöscht. Jetzt ist die Vernichtung rein zufällig. Wo ist da der Unterschied.«
     Der Pfarrer seufzte und atmete tief durch, bevor er mit zittriger Stimme neu ansetzte: »Mein Sohn. Ich befürchte, du brauchst Hilfe. Aber mach dir keine Sorgen. Die Kirche ist für dich da und wir haben Leute, die auf so etwas sp...« Weiter kam er nicht, denn da durchschlug meine Faust das Gitter zwischen uns und zerrte ihn hindurch. Ein schriller Schrei fuhr aus seiner Kehle. Ich biss ihm das Gesicht vom Kopf, seine Schädelknochen knirschten und zerbröselten zwischen meinen Zähnen. Das Blut rann heiß über mein Kinn, als ich seine Augen herunterschluckte.
     Ich verließ den Beichtstuhl und ich strich mit meinen vor Blut tropfenden Fingern jeder Heiligenstatue über das Antlitz. Sollten sie doch ebenso geblendet vom roten Saft sein wie ich. Es war erst der Anfang.
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