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Regensymphonie
Verfasser: Jean-Pascal Ansermoz (11)
Verlag: KopfKino (22)
VÖ: 19. Juli 2017
Genre: Gegenwartsliteratur (2894)
Seiten: 108 (Kindle Edition), 116 (Taschenbuch-Version)
Themen: Explosionen (97), Flüchtlinge (162), Freundschaft (1875), Hoffnungen (245), Italien (532), Liebe (548), Menschlichkeit (30), Sinnsuche (92), Syrien (56)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Zwei Geschichten von Hoffnung in Zeiten von Hoffnungslosigkeit und über Menschlichkeit, dort, wo man sie nicht vermutet.
Lesermeinungen (2)     Blogger (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 21. Juli 2017 um 14:40 Uhr (Schulnote 1):
» Inhalt:
Kadir und seine Schwester Alima stranden nach ihrer Flucht aus Syrien in einem Flüchtlingslager in Italien. Sie wurden von ihrem Bruder getrennt, ihre Eltern blieben zurück. Doch das Leben, das sie dort erwartet, ist nicht das, was sich die Geschwister wünschen. Kadir lernt einen Erwachsenen Flüchtling namens Namid kennen, der sofort erkennt, dass der Junge leidet und er dringend der Aufmunterung bedarf.

Doch dann explodiert eine Gasflasche und alles scheint anders...

Plus Bonusgeschichte: „Die Summe unseres Lebens“

Meine Meinung:

Das Leben passiert

Tiiief Luft holen... Das war das erste, was ich tat, als ich die beiden Erzählungen beendet hatte. Aber ich fang denn doch lieber ganz von vorn an :)

Das Cover und der Titel passen sehr gut zusammen. Nur mein Hirn hat in einer Tour aus „Regensymphonie“ RegenBOGENsymphonie gemacht. Ernsthaft! Diese Wirkung hat es auf mich schon bevor ich überhaupt eine Zeile gelesen habe.

Und wieder muss ich darauf hinweisen: Lasst Euch von der Kürze nicht täuschen! Hier liegt wieder -wie eigentlich bisher immer im KopfKino-Verlag ein Titel vor, der keine Länge braucht, keinen dicken Wälzer, um Eindruck zu hinterlassen, Spuren im Regenmatsch quasi, um mal ganz beim Autor zu bleiben.

Selten habe ich eine so bunte, bildhafte Sprache erlebt, wie hier. Die Bilder, die er mit Worten malt, sind so unsagbar plastisch, realistisch, dass es schon fast unheimlich ist. Das ist eine Kunst und kommt hier wirklich ganz locker leicht daher, dass mans gar nicht glauben mag!

Die Haupterzählung spielt ja nun in einem Flüchtlingslager. Jeder von uns kann mit dem Begriff etwas anfangen, hat direkt Bilder vor Augen, Zeltstätte, voll von Traurigkeit, Hoffnung und Angst, Unsicherheit, Zweifeln... Tja und da hinein pflanzt der Autor eine Geschichte, die damit nur ansatzweise etwas zu tun hat. Weil die Personen da nunmal derzeit leben. Aber wie Namid so schön sagt: Das Leben passiert. Ganz egal, wo man ist, in welcher Situation auch immer.

Womit ich wieder auf mein Hirn komme, dass da eine RegenBOGENsymphonie erschaffen hat... denn genau das ist diese Erzählung. Wie ein Regenbogen, der ganz viel Hoffnung in sich trägt. Für jeden, egal in welcher Situation man sich auch immer befindet.

Das gleiche gilt für die Bonusgeschichte, die ich auch ganz toll fand, die mein Herz erreicht hat, mich mit einem Lächeln und eben dem tiefen Luftholen zurückgelassen hat. Und dann musste ich mal schnell meinen Mann an mich drücken ;-)

Es ist gut, dass ich Urlaub habe und mich so richtig auf das Buch einlassen konnte, auf zwei Geschichten, zwei unterschiedlichen Leben, die so real wirken, als wären es die Geschichten von Menschen gleich ums Eck.

Falls Ihr es lest, bitte achtet mal auf diese unsagbar schöne Sprache, die der Autor benutzt, um Dinge darzustellen, Situationen, Momente. Ich bin immer noch ganz hin und weg und würde ich mir jetzt Zitate rausschreiben wollen, die mir besonders gut gefallen haben, könnt ich eigentlich das ganze Buch abschreiben!

Fazit:
Zwei sehr gefühlvolle Erzählungen mitten aus dem heutigen Leben, die getragen von einer wunderbaren Sprache das Herz erreichen und vielleicht auch zum Nachdenken anregen!

Bewertung:

5 von 5 Nilpferden

Dickes Danke an KopfKino-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!«
  16      0        – geschrieben von NiliBine70
 
Kommentar vom 20. Juli 2017 um 20:06 Uhr (Schulnote 1):
» Ich finde dieses Cover sehr schön und gelungen. Es passt perfekt zu der Geschichte und lässt erahnen, was Alima und Kadir täglich sehen und erleben müssen. Zusammen mit dem Klappentext wird auch sofort klar, dass es sich hierbei nicht um leichten Lesestoff handelt.
Allerdings schafft es Jean-Pascal Ansermoz mit seinem Schreibstil der Story eine gewisse Leichtigkeit zu geben, sodass man beim Lesen die Hoffnung spürt, die trotz der schlimmen Lage doch immer vorhanden ist.
Auch die Bonusgeschichte hat mich begeistert. Hier nimmt er uns auf die Reise eines Mannes aus Paris mit, der seine Ex und seine Stimme sucht und sich Gedanken über das Leben, seine Vergangenheit und Glück macht.
Der Schreibstil des Autors ist literarisch anspruchsvoll, aber trotzdem sehr gut zu lesen.

Fazit:
Eine weiter sehr interessante und sehr schöne Erzählung, die perfekt in das Programm von Mein Kopfkino passt und mich begeistert und bewegt hat.«
  13      0        – geschrieben von Das Lesesofa
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