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TASCHENBUCH
 
Filguri 1 - Spiel mit dem Schicksal
Verfasser: Eva Maria Klima (6)
Verlag: Eigenverlag (7732)
VÖ: 27. Juni 2017
Genre: Fantasy (6218) und Romantische Literatur (10341)
Seiten: 280 (Kindle Edition), 285 (Taschenbuch-Version)
Themen: Anziehungskraft (120), Briefe (284), Entscheidungen (959), Familiengeheimnisse (217), Herkunft (69), Kloster (160), Magie (1242), Schicksal (141), Tibet (15), Trauer (173)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Eva Maria Klima für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Eva Maria Klima gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.

     »Entschuldigst du mich, Mama? Ich bin sehr müde«, log Mariella, weil sie ihre Nähe kaum ertrug und allein sein wollte.
     Ihre Mutter nahm ihr Gesicht zwischen ihre Hände und wischte ihr mit den Daumen die Tränen von den Wangen. »Ich verzeihe dir doch, meine Süße.«
     »Danke«, flüsterte Mariella und teleportierte sich in ihr Zimmer.
     Mit verschränkten Armen und Beinen setzte sie sich aufs Bett. Die Welt erschien ihr plötzlich übermächtig, als wäre sie ein Insekt, eingeschlossen in ein Honigglas ohne Luftlöcher, völlig macht- und hoffnungslos. Ihre Eltern litten schon seit zwanzig Jahren. Jetzt, da sie endlich den Grund für deren immer wiederkehrendes Leid kannte, gab es nichts, was sie daran ändern könnte.
     Ihrer Mutter ihre Erinnerungen zurückzugeben würde womöglich alles verschlimmern. Am liebsten hätte sie ihr Zuhause sofort verlassen. Aber ließe sie damit ihre Eltern nicht im Stich? Stundenlang lag sie auf dem weichen, nach Mandeln duftenden Laken. Je länger sie überlegte, umso mehr kristallisierte sich eine Erkenntnis heraus. Bliebe sie, um ihren Eltern durch ihre Anwesenheit beizustehen, würde sich nie etwas verändern. Ob es einen Unterschied machte, die genauen Umstände des Todes ihrer Schwester aufzuklären, wusste sie nicht. Sie hoffte jedoch, dass ihr ein besseres Verständnis dafür, was damals geschehen war, den nötigen Einblick verschaffen würde, um die seelischen Qualen ihrer Eltern zu lindern. Ja, sie war wütend auf ihren Vater, weil sie seine Entscheidung, ihre Schwester aus dem Gedächtnis ihrer Mutter zu löschen, ablehnte. Doch sie musste einen Weg finden, ihm neuen Mut zu geben, sonst würde sie in absehbarer Zeit auch ihn verlieren.
     Wie sollte sie sich also auf die Suche nach Antworten machen? Ginge sie zu den Drachen, um sich nach Melanie zu erkundigen, würden diese sehr wahrscheinlich ihr Interesse hinterfragen. Als Mensch konnte sie sich nicht ausgeben. Einem Menschen würden die übernatürlichen Wesen Informationen verweigern. Als Achteldrachin flöge sie sofort auf. Immerhin verfolgten die Drachen ihre Nachfahren über Generationen. Die Tatsache, ihre Vorfahren nicht zuordnen zu können, würde sie verraten. Das war ihr, nachdem was ihr Vater erzählt hatte, klar.
     Frustriert starrte sie die Zimmerdecke an und überlegte. Schließlich entschied sie, sich einfach trotzdem auf die Suche zu begeben und den Rest auf sich zukommen zu lassen. Laut ihrem Vater ließe sich das Leben sowieso nicht kontrollieren. Nun hieß es, zu entscheiden, wo sie beginnen sollte. Verano hatte ihr gesagt, dass die europäischen und amerikanischen Drachen auf der Seite von Melanie und ihrem Freund gestanden hatten. Er würde wissen, wo sie sie finden könnte, aber ihn konnte sie schlecht fragen. Oder doch? Er musste ja nicht erfahren, weshalb sie sich dafür interessierte.
     Wenige Stunden später stand sie gemeinsam mit ihm auf der Terrasse des Klosters. »Ich möchte deinem Vorschlag folgen und in die Welt hinausgehen. Ich muss lernen, trotz meiner Empathie unter anderen zu leben. Also werde ich in Europa studieren. Gibst du mir ein paar Tipps, welche Orte und Städte ich besser meide, um den Drachen auszuweichen?«
     Ihr Vater musterte sie. »Willst du wirklich lernen, mit deiner Empathie umzugehen, oder flüchtest du aus Enttäuschung vor mir?«
     Mariella zuckte mit den Achseln. Womöglich brauchte sie ein bisschen Abstand. In erster Linie folgte sie ihrem Wunsch, die Ereignisse, die zu dem Tod ihrer Schwester geführt hatten, zu untersuchen und sie im Zuge dessen kennenzulernen.
     Verano zwinkerte traurig. »Ich habe dir beigebracht, wie du deine Kräfte verbirgst. Hältst du dich daran, brauchst du ihnen nicht aus dem Weg zu gehen. Um das Risiko, Drachen zu begegnen, zu minimieren, solltest du dich vielleicht von London und den schottischen Highlands fernhalten. Auf keinen Fall aber solltest du die University of London besuchen. Dort lehrt Kadeijosch seit Jahrzehnten.«
     »Danke, das werde ich befolgen«, flunkerte Mariella. ›Auf zu Kadeijosch!‹, war, was sie sich dachte.
     Sie wollte in ihr Zimmer zurückkehren, als ihr Vater sie aufhielt. »Was willst du denn eigentlich studieren?«
     »Das muss ich erst herausfinden«, entgegnete sie keck und ließ ihn alleine zurück.

Die Suche
Müde öffnete Mariella die Augenlider. Ihre Zimmernachbarin Teresa sandte erneut schonungslos ihre Unsicherheiten aus. Laut schnarchend wälzte sie sich in ihrem Bett und quälte Mariella mit ihren Emotionen. Schon oft stand Mariella kurz davor, aufzuspringen, um ihr lautstark diese Rücksichtslosigkeit an den Kopf zu werfen. Zum Glück gelang es ihr jedes Mal, sich zu stoppen. Was würde ihre Zimmerkollegin von ihr denken, wenn sie sie aufforderte, ihre Gefühle für sich zu behalten? Vermutlich bekäme sie sehr schnell eine neue Mitbewohnerin. Möglicherweise wäre das sogar von Vorteil. Es könnte eine völlig ausgeglichene, mit sich zufriedene Person sein. Schmunzelnd machte sie sich über sich lustig. ›Genau, als ob das besser wäre. Eine zufriedene Person, die sich selbst verherrlicht und ständig nur Selbstbewunderung verbreitet.‹
     Vor einem Monat hätte sie das Leben in London noch nicht ertragen. Die Anwesenheit so vieler Menschen, die ihre Empfindungen nicht im Griff haben, hätte sie in die Knie gezwungen. Doch in jener Nacht, in der sie von ihrer Schwester Melanie erfahren hatte, war etwas mit ihr geschehen. Sie konnte es nicht benennen. Vielleicht lag es daran, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben selbst Probleme und dadurch derart drastische Gefühle durchlebt hatte. Sie fühlte sich für Melanies Tod mitverantwortlich. Wäre ihre Mutter nie mit ihr schwanger geworden, wären ihre Schwester und ihr Geliebter höchstwahrscheinlich nie gestorben. Melanie hätte ihren Eltern Enkelkinder geschenkt. Niemand hätte Mariella je vermisst. Die Vorstellung, nie existiert zu haben, stimmte sie zwar traurig, für ihre Familie wäre es jedoch das Beste gewesen.
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