Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
38.192 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »lisbeth433«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Filguri 1 - Spiel mit dem Schicksal
Verfasser: Eva Maria Klima (6)
Verlag: Eigenverlag (7714)
VÖ: 27. Juni 2017
Genre: Fantasy (6212) und Romantische Literatur (10316)
Seiten: 280 (Kindle Edition), 285 (Taschenbuch-Version)
Themen: Anziehungskraft (118), Briefe (284), Entscheidungen (957), Familiengeheimnisse (217), Herkunft (69), Kloster (160), Magie (1242), Schicksal (141), Tibet (15), Trauer (173)
Sonstiges: Dieses Buch überwachen
Teilen:
 
BLOGGERNOTE DES BUCHES
100 / 100
auf Basis von einem Blogger
100
100%
80
0%
60
0%
40
0%
20
0%
0
0%
Entwicklung des Bloggerinteresses:
1M
1
2M
0
3M
0
6M
0
12M
0
Leider existiert für »Filguri 1 - Spiel mit dem Schicksal« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
USER, DIE SICH FÜR DIESES BUCH INTERESSIERTEN, INTERESSIERTEN SICH AUCH FÜR
Peris Night 2 - Marado: Legendäre Wesen
Geschrieben von: Eva Maria Klima (17. September 2014)
100/100
[2 Blogger]
Auch wenn du mich vergisst
Geschrieben von: Eva Maria Klima (29. Februar 2016)
100/100
[5 Blogger]
Upper East Side 1 - Nothing Like Us
Geschrieben von: Kim Nina Ocker (6. Juli 2017)
80/100
[1 Blogger]
weitere Empfehlungen anzeigen
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Eva Maria Klima für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Eva Maria Klima gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.

     Ja! Ihre Schwester Melanie hatte nichts Unvorstellbares verbrochen. Ihr einziges Verbrechen bestand darin, zu existieren. Sie war all jenen Umständen zum Opfer gefallen, vor denen sie ihr Vater ihr ganzes bisheriges Leben gewarnt hatte. Zum ersten Mal begriff Mariella, warum sie niemandem verraten durfte, wer sie war. Nicht einmal der magischen Gemeinschaft.
     Nachdem er ihr die vollständige Geschichte erzählt hatte, verstand sie seine Vorsicht. Nur eines leuchtete ihr nicht ein. Wenn ihre Schwester dermaßen mächtig gewesen war, wieso war sie mit ihrem Mann nicht verschwunden? Sie hätten sich doch nur wegteleportieren müssen. Soweit sie erfahren hatte, hätte dem nichts im Weg gestanden. Also weshalb sich auf einen Kampf einlassen, anstatt zu flüchten?
     »Ich hätte alles getan, um ihr zu helfen«, beteuerte ihr Vater mehrmals. »Weißt du, was mich am meisten quält? Sie ist vermutlich in dem Glauben gestorben, ich hätte mich gegen sie entschieden. Deine Mutter zerbrach fast daran. Wochenlang weigerte sie sich, aufzustehen. Selbst du warst nicht in der Lage, sie aus dem Bett zu bewegen. Mich wollte sie nie wiedersehen. Sie gab mir die Schuld. Ich hatte ihr versprochen, Melanie würde nichts zustoßen. Sie hatte ihren Lebenswillen verloren. Ja! Hin und wieder weint deine Mutter, ohne zu verstehen, warum. Dennoch ist es besser als die Alternative. Ich komme den Großteil der Zeit damit zurecht. Trage Melanie gut verborgen in meinem Herzen. Aber jedes Jahr an meinem Geburtstag steigt in mir die Erinnerung hoch, wie ich den Brief in unserem alten Haus gefunden und gelesen habe. Wie ich wie von Sinnen nach ihr gesucht und die Stelle gefunden habe, an der sie und mein Freund von den Lavafluten verschluckt wurden.«
     Schluchzend versuchte er, sich die Tränen von den Wangen zu wischen.
     »Du hast den Brief an deinem Geburtstag entdeckt?«, hakte Mariella nach.
     Er nickte. »Ich habe einfach schon zu viele meiner Lieben sterben sehen. Meine Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde und deine Schwester. Pass auf dich auf, meine Kleine! Einen weiteren Verlust werde ich nicht mehr ertragen.«
     Mariella erstarrte. Mit einem Schlag wurde ihr die volle Bedeutung seiner Worte bewusst. Er hatte ›werde‹, nicht ›würde‹ gesagt. Er hatte nicht vor, einen weiteren Verlust zu erdulden. Mit dem Tod ihrer Mutter würde auch er sein Ende finden.
     Mariella hatte sich hin und wieder mit Isabellas Sterblichkeit beschäftigt und sich davor gefürchtet. Sie hatte sich jedoch immer mit dem Gedanken getröstet, wenigstens ihren Vater nie zu verlieren. Nun wusste sie es besser. Noch schlimmer war das Gefühl, ihr Vater hätte ihre Schwester ihretwegen im Stich gelassen. Es war ihre Schuld! Melanie musste sterben, um ihr ein unbeschwertes Dasein zu ermöglichen. Vieles ergab für sie trotzdem nach wie vor keinen Sinn. »Wieso haben die Lustrare bei dem Kampf, bei dem Melanie ums Leben gekommen ist, mit den afrikanischen Drachen kollaboriert? Immerhin sind die Drachen der Inbegriff dessen, was die Lustrare hassen.«
     Ihr Vater zuckte ahnungslos mit den Schultern, also fragte sie weiter: »Weshalb erlaubten die Drachen, dass man meine Schwester tötete, obwohl sie doch ganz andere Pläne mit ihr hatten?« Auf all diese Fragen kannte ihr Vater keine Antworten. Denn nachdem er die Gewissheit gehabt hatte, dass ihre Schwester tot war, war er umgehend zu seiner Familie zurückgekehrt, um diese zu beschützten. Er erklärte es ihr folgendermaßen: »Ich durfte nicht zulassen, dass ihr Opfer umsonst war. Hätte ich länger nachgeforscht, hätte man mich womöglich entdeckt. Dann wärst du ebenfalls nicht mehr sicher gewesen.«
     Und wieder war es ihre Schuld! Wie sollte sie sich damit abfinden? Ihre Schwester, von der sie bis vor vierundzwanzig Stunden nichts gewusst hatte, war tot. Sie musste wenigstens wissen, was genau passiert war. Sie würde all die Geheimnisse lüften, die ihr Vater ihr zuliebe ungelöst ließ. Mit etwas Glück würde sie auf diese Weise ihre Schwester auch ein wenig kennenlernen. Sie wollte mit Leuten sprechen, die mit ihr zu tun gehabt hatten und erfahren, was sie gerne getan, was sie geliebt und was sie verabscheut hatte. Was ihre Stärken und Schwächen gewesen waren, und wen sie vergöttert hatte. Vielleicht fände sie sogar Informationen, die ihren Vater von seinem Vorhaben, Isabella nicht zu überleben, abbringen könnten.
     »Mariella, ich weiß, das muss ein Schock für dich sein.«
     »Was du nicht sagst?!«
     Vorsichtig schritt er auf sie zu. Abwehrend hob sie die Hände. »Nicht! Ich brauche Zeit, um das zu verarbeiten.«
     Sie wollte gerade gehen, als die Tür zum Büro aufsprang und ihre Mutter eintrat. »Hast du unsere Tochter geseh... Da ist sie ja.« Beleidigt musterte sie Mariella. »Du schuldest mir eine Erklärung!«
     Irritiert starrte Mariella durch sie hindurch. Wovon sprach sie? Es wollte ihr einfach nicht einfallen. Doch dann erinnerte sie sich: Der Vorfall in der Küche. »Entschuldige bitte, dass ich dich mit meiner Energie beeinflusst habe.«
     Überlegend runzelte ihre Mutter die Stirn. »Mach das nie wieder und ich vergesse, was geschehen ist.«
     »Einverstanden«, entgegnete Mariella. »Vielen Dank!«, fiel sie ihrer Mutter um den Hals. Sie empfand unendliches Mitleid für sie. Tränen rannen ihr über die Wangen. Sie wusste nicht, was sie schrecklicher fand: ein Kind zu verlieren und sich daran zu erinnern, oder zu vergessen, dass es jemals existiert hatte und es dennoch zu vermissen. Den Verlust und den Schmerz zu spüren, aber, wie hinter einem Nebel verborgen, niemals erfassen zu können, was fehlte. Vielleicht würde sie ihrer Mutter eines Tages verraten, weshalb sie manchmal von Traurigkeit zerfressen wurde. Momentan fühlte sie sich überfordert und keinesfalls fähig, diese Entscheidung zu treffen.
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by Axel Saalbach & Team (2011-2017)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum & Rechtliches