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TASCHENBUCH
 
Filguri 1 - Spiel mit dem Schicksal
Verfasser: Eva Maria Klima (6)
Verlag: Eigenverlag (8138)
VÖ: 27. Juni 2017
Genre: Fantasy (6465) und Romantische Literatur (10875)
Seiten: 280 (Kindle Edition), 285 (Taschenbuch-Version)
Themen: Anziehungskraft (140), Briefe (303), Entscheidungen (1006), Familiengeheimnisse (224), Herkunft (76), Kloster (170), Magie (1298), Schicksal (148), Tibet (15), Trauer (184)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Eva Maria Klima für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Eva Maria Klima gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.

     Vermisste er seinen Flosnuri, sein Gegenstück? Lange vor ihrer Geburt hatte er ihn zum letzten Mal gesehen. Nein! So ein Blödsinn! Flosnuris können doch nicht schreiben. Hatte er vor ihrer Mutter eine Frau gehabt, nach der er sich sehnte? Ein Gedanke, der sie viel mehr irritierte, als er es dürfte. Denn immerhin lebte ihr Vater bereits tausende von Jahren und ihre Mutter erst um die sechzig. Natürlich hatte er vor ihr schon Frauen geliebt. Sie dachte an die unzähligen Male, in denen ihre liebevolle, fürsorgliche Mutter Isabella von einer scheinbar unbegründeten Trauer befallen worden war. Stundenlang hatte sie geweint, ohne zu wissen, weshalb.
     Mehrfach hatte sie nach solchen angeblichen ›depressiven Anfällen‹ davon gesprochen, einen Psychologen aufzusuchen, aber Vater hatte es ihr jedes Mal ausgeredet.
     Mariella hoffte, durch den Brief endlich Antworten auf all diese Ungereimtheiten zu erhalten.
     »Was tust du noch hier?«, hörte sie plötzlich die Stimme ihres Vaters. Er setzte sich neben sie und überschlug die Beine. »Was ist los? Du hast mir vorhin mindestens die Hälfte von dem, was in dir vorgeht, verheimlicht, und nun sitzt du hier und grübelst vor dich hin.«
     Kopfschüttelnd starrte sie auf den Steinboden. »Ich frage mich nur, warum ihr manchmal so sehr leidet.«
     »Wovon sprichst du? Sorgst du dich um Mama? Ich weiß, sie wird jetzt bald sechzig. Obwohl Menschen für gewöhnlich nur um die neunzig werden, ist es viel zu früh, sich deshalb Gedanken zu machen. Immerhin helfen wir, so gut es geht, magisch nach.«
     »Nein, darüber denke ich nicht nach. Du scheinst es jedoch zu tun. Schläfst du deswegen nicht?« Während sie sprach, beobachtete sie, wie ihr Vater besorgt die Augenbrauen kräuselte. Es ängstigte ihn, dass er eines Tages diesen Kampf gegen die Zeit unausweichlich verlieren würde. Nicht heute, nicht morgen, aber vielleicht in hundert oder hundertfünfzig Jahren. Lebte man so lange wie er, erschienen einem sechzig Jahre vermutlich wie der Flügelschlag eines Schmetterlings.
     »Du hast mich ertappt, meine Kleine.« Aufmunternd stieß er sie mit der Schulter an. »Verrätst du mir nun auch, was dich beschäftigt?«
     »Warum bist du an deinen Geburtstagen immer so traurig? Hat es etwa damit zu tun, dass Mama hin und wieder grundlos weint?«
     Teils wütend, teils verzweifelt kratzte er sich durchs Haar. »Nicht schon wieder! Bitte! Es tut mir leid, dass du vor einem Jahr diese Emotionen miterleben musstest. Mich hatten nur ein paar Dinge aus meiner Vergangenheit geplagt, das ist ... war alles.«
     »Welche Dinge?«
     »Geh schlafen, Kleines! Du siehst müde aus.«
     »So funktioniert das nicht mehr. Ich lasse mich nicht jedes Mal, sobald dir eine Frage unangenehm ist, ins Bett scheuchen. Ich bin zwanzig!«
     »Ja! Du bist zwanzig Jahre alt. Es wird Zeit, dass du dieses Kloster verlässt und dir die Welt ansiehst. Du bist jung. Du solltest ausgehen, dich verlieben oder dir das Herz brechen lassen. Mach deine eigenen Erfahrungen, anstatt meinen Erzählungen zu lauschen. Ich lebe ja auch erst einige tausend Jahre. Irgendwann gehen sogar mir die Geschichten aus«, scherzte er, um Mariella zu besänftigen. Mit jedem seiner Worte wurde sie zorniger. Sie wollte endlich wissen, wieso sich ihr Vater an seinen Geburtstagen so merkwürdig verhielt? »Wie du möchtest«, entgegnete sie scharf und löste sich in Luft auf, um im Esszimmer zu erscheinen. Sie tarnte sich mit einem Zauberspruch und kehrte zu ihm zurück. Wenn er nicht bereit war, sie einzuweihen, dann würde sie ihm eben hinterherspionieren. Ihr Vater stand vor der Steinwand, in der er den Brief verborgen hatte. Gestikulierend beschwor er einen Zauber, der die magischen Spuren ihrer vorherigen Enttarnungsversuche offenbarte.
     ›Verdammt.‹ Nun wusste er, dass sie versucht hatte, sein Versteck zu finden.
     Suchend sah er sich um. Mariella erstarrte. Erahnte er ihre Anwesenheit?
     Zaghaft schlich er an der Mauer entlang. Auf ihrer Höhe stoppte er einen Moment und sah sich misstrauisch um. Mehrere Augenblicke verharrte er, ehe er um die Ecke bog, einen Stein herauszog und erleichtert aufatmete. Vor ihm lag das blaue Kuvert. Rasch versiegelte er sein Versteck wieder und verschwand.
     Locker ließ Mariella ihre Handfläche über den kühlen Stein gleiten. Jetzt würde sie die Wahrheit erfahren. Sie legte ihre Finger an die Kanten und zog vorsichtig daran. Doch er war fest verankert. Verflucht! Sie könnte ihn mit Gewalt herausbrechen, aber das würde nur unnötigen Schaden verursachen. Ihr Vater hatte auch keine Kraft anwenden müssen. Am Abend hatte sie beobachtet, wie er den Brief hinter einem Stein versteckt hatte, und nun hatte er ihn hinter einem anderen wieder hervorgeholt. Vermutlich handelte es sich um einen Zauber, der nach einem bestimmten Algorithmus den Ort wechselte. Nun gut. Dann würde sie eben jeden einzelnen Stein der Klostermauer untersuchen. Egal, wie lange es dauerte. Sie rüttelte an den rauen ungleichen Steinen. Als sich schließlich einer bewegte, machte ihr Herz einen Sprung und ihr Puls beschleunigte sich. Endlich! Erfreut zerrte sie daran, bis ihr klar wurde, dass einzig der Zahn der Zeit dafür verantwortlich war. Also schluckte sie die Enttäuschung hinunter und suchte weiter. Noch viele Male wurde sie enttäuscht, bis sie letztlich die richtige Stelle entdeckte. Sie konnte es nicht glauben, als endlich ein Stein aus der Fassade glitt und das blaue Kuvert vor ihr lag. Sie hatte es gefunden. Hastig klopfte sie sich den Staub von den Händen. Ihre Finger strichen vorsichtig, beinahe ehrfürchtig über den Umschlag, ehe sie ihn an sich nahm. Ein merkwürdiges Kribbeln zog sich durch ihren Körper. Zweifel überkamen sie. Was, wenn sich ihr Wahrheiten offenbarten, die ihr Bild von ihrem Vater für immer verändern würden? Eine Ahnung beschlich sie. Danach wäre nichts mehr wie bisher. Nachdenklich teleportierte sie sich in ihr Zimmer und sank auf ihr Bett. Dort blieb sie liegen, starrte auf den hellblauen Briefumschlag und rieb fassungslos ihre Fingerspitzen darüber. Als sie sich letztendlich aufraffte, ihn zu öffnen, stand die Sonne schon hoch am Himmel. Zaghaft schlug sie die raue Lasche nach oben und holte das gefaltete Papier hervor. In ihrem Kopf gehörte ihr Vater zu den wenigen perfekten Wesen dieser Welt. Frei von Macht- und Habgier, Hass und Missgunst.
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