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TASCHENBUCH
 
Filguri 1 - Spiel mit dem Schicksal
Verfasser: Eva Maria Klima (6)
Verlag: Eigenverlag (7714)
VÖ: 27. Juni 2017
Genre: Fantasy (6212) und Romantische Literatur (10316)
Seiten: 280 (Kindle Edition), 285 (Taschenbuch-Version)
Themen: Anziehungskraft (118), Briefe (284), Entscheidungen (957), Familiengeheimnisse (217), Herkunft (69), Kloster (160), Magie (1242), Schicksal (141), Tibet (15), Trauer (173)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Eva Maria Klima für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Eva Maria Klima gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.

     Irritiert musterte er sie und legte ihr eine Hand auf die Schulter. Sanft floss seine Energie in sie und forschte nach dem Auslöser ihres Gefühlschaos’.
     Leider fiel es Mariella wesentlich schwerer, ihre Emotionen zu verbergen, als ihm. Ein Filguri zu sein hatte viele Vorteile. Sie konnte sich mittels ihrer Energie unterhalten und andere Wesen manipulieren. Aber die Empathie, die ihr Vater als großartige Gabe bezeichnete, empfand Mariella als Belastung. Es war ihr nie gelungen, sie völlig zu beherrschen. Daher schätzte sie die Einsamkeit ihres Zuhauses, denn die Gesellschaft anderer strengte sie an.
     Die meisten kamen mit ihren Gefühlen nicht zurecht. Besonders intensiv erlebte sie das in kleinen Kneipen, in denen Menschen oder übernatürliche Wesen an Theken lungerten und ihre Probleme wälzten. Den Großteil ihres Lebens hatte Mariella mit ihren Eltern in vollkommender Abgeschiedenheit verbracht. Vielleicht hatte sie deshalb nie gelernt, mit den Emotionen ihrer Umwelt zurechtzukommen. Sie war stets nur mit jenen von Mama und Papa konfrontiert worden. Kopfschüttelnd erinnerte sie sich an ihren ersten Besuch eines öffentlichen Parks. In der Hoffnung, sie fände Kinder zum Spielen, hatten sich ihre Eltern mit ihr dorthin teleportiert. Mariella konnte es kaum erwarten. Sie war überglücklich. Euphorisch rannte sie mitten in die Menschenmenge. Dort geschah es. Zum ersten Mal prasselten die Empfindungen vieler auf sie ein. Freudige, gehässige, ärgerliche, traurige, mitleidige ...
     Verzweifelt drehte sie sich im Kreis, schlang ihre Arme schützend um ihren Kopf und versuchte ihnen zu entkommen. Weinend wandt sie sich, bis sie sich unbewusst inmitten all dieser Augenzeugen in Luft auflöste und nach Hause flüchtete. Trotz des Trostes und der Zuwendung ihrer Eltern weigerte sie sich jahrelang, ihre sichere, abgeschiedene Heimat zu verlassen. Inzwischen war es ihr gelungen, die Gesellschaft anderer zu ertragen. Leicht fiel es ihr aber nicht.
     ›Entschuldige, meine Kleine! Das ist meine Schuld. Wir haben dich zu lange isoliert. Mir war nie bewusst, dass wir Filguri erst im Laufe der Kindheit durch die Konfrontation mit den Gefühlen vieler, lernen, mit der uns gegebenen Empathie umzugehen. Du warst einfach schon zu alt, als du dich einer solchen Situation erstmals stellen musstest. Hätte ich geahnt, wie schwer und einsam dein Leben dadurch würde, wäre ich mit euch in eine Stadt gezogen‹, sendicierte ihr Vater. Sendicieren ist diese spezielle Art der Unterhaltung, bei der sich Filguri über ihre Energie verbinden und miterleben, was in ihrem Gegenüber vor sich geht. Nicht in Form von Worten wie bei der Telepathie. Am ehesten gleicht sie einer Kommunikation durch Emotionen. Sie können einander an ihren innersten, tief verborgenen Wahrheiten und Empfindungen teilhaben lassen, sich über die Essenz ihres Seins austauschen, vermögen jedoch auch Teile davon zu verbergen.
     Mariella lächelte ihn traurig an. Sie war froh, dass sie es geschafft hatte, ihm den wahren Grund für ihr Gefühlschaos zu verheimlichen. ›Ihr hattet doch keine Wahl. Wir durften nicht auffallen‹, entgegnete sie mittels dieser stummen Art der Verständigung.
     ›Trotzdem hättest du nicht so darunter leiden dürfen‹, bedauerte ihr Vater.
     Das vorwurfsvolle Räuspern ihrer Mutter riss sie aus ihrer energetischen Konversation.
     Schuldbewusst drehten sie sich ihr zu und zuckten entschuldigend mit den Achseln. Ihrer Mutter missfiel es, wenn Mariella und ihr Vater sie auf diese Weise ausschlossen. Sie war keine Filguri und zum größten Teil Mensch. Ihr übernatürlicher Anteil rührte von den Drachen her. Das, was sie war, wurde gemeinhin als Achteldrachin bezeichnet. Folglich blieb ihr das Sendicieren versagt. So wie sie auch über all die anderen Kräfte ihrer Familienmitglieder nicht verfügte. Ihr war es egal, dass sie sich nicht teleportieren oder Dinge durch die Luft schweben lassen konnte. Aber es störte sie, dass es ihr verwehrt war, auf diese Art zu kommunizieren. Oft schwärmte sie von der Verbundenheit, die man dadurch wohl erfahren müsse, und wie gern sie auch nur einmal an einer solchen Unterhaltung teilhaben wolle.
     Mariella, die ihre Mutter gut genug kannte, um zu wissen, was in ihr vorging, zwinkerte ihr tröstend zu. »Glaub mir, so toll ist es gar nicht.«
     »Das sagst du nur so«, antwortete ihre Mutter. Mit einer Kopfbewegung deutete sie auf die Geburtstagstorte.
     »Alles Gute zum Geburtstag!«, fiel Mariella auf ihre Aufforderung hin Verano um den Hals.
     Fröhlich bat ihn Isabella, sich zu setzen, und lud ihm ein riesiges Stück Schokoladentorte auf den Teller. Verliebt und überglücklich bedankte er sich bei ihr und gab vor, der zufriedenste Mann auf der Welt zu sein.
     ›So ein verdammter Lügner!‹ Mariella verkrampfte ihr Gesicht. Es missfiel ihr, ihre Emotionen zu verbergen.
     Als sie den Blick ihres Vaters einfing, betrachtete sie dieser bereits besorgt. Aufmunternd verzog er die Lippen, doch sie schaffte es nicht, sein Lächeln zu erwidern. Sie hasste es, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Ihr Vater täuschte sie, also wieso sollte sie so tun, als wäre alles in Ordnung?
     Während sie die Torte aßen und ihrem Vater die Geschenke überreichten, kreisten ihre Gedanken um das geheimnisvolle Schreiben, das gut verborgen in der Steinmauer wartete. Sobald ihre Eltern schlafen würden, wollte sie es lesen und das Geheimnis endlich lüften.

Der Brief
Welcher dieser vermaledeiten Steine war es? Mariella hatte mittlerweile fast an jedem einzelnen geklopft, gerüttelt und ihn mit Zauberformeln beschworen. Sie konnte sich nicht daran erinnern, dass ihr Vater ihn magisch versiegelt hätte, nachdem er den Brief in den Hohlraum gesteckt hatte. Andererseits war sie durch seine Gefühle so irritiert gewesen, dass ihr das womöglich entgangen war. Was sollte sie nun tun? All jene Zauber, die ihr in einer solchen Situation helfen könnten, hatte sie bereits ausprobiert. Aber es bestand weiterhin die Möglichkeit, dass sie den richtigen einfach noch nicht gefunden hatte.
     Seufzend rutschte sie an der Wand hinab zu Boden. Sie befürchtete, dass sie sich bis zum nächsten Geburtstag ihres Vaters gedulden müsste, um zu finden, was sie begehrte. Wie sollte sie ein weiteres Jahr diese Ungewissheit ertragen? Seit sie ihren Vater vor genau einem Jahr erstmalig hier oben angetroffen und seine Traurigkeit miterlebt hatte, beschäftigte sie das Tag und Nacht. Was fehlte in ihrem Leben, dass ihr Vater niemals vollkommen glücklich war, sondern nur vorgab, es zu sein? Sie atmete tief ein und betrachtete den Vollmond, der das Kloster in ein silberweißes Licht tauchte.
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