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TASCHENBUCH
 
Filguri 1 - Spiel mit dem Schicksal
Verfasser: Eva Maria Klima (7)
Verlag: Eigenverlag (8532)
VÖ: 27. Juni 2017
Genre: Fantasy (6694) und Romantische Literatur (11383)
Seiten: 280 (Kindle Edition), 285 (Taschenbuch-Version)
Themen: Anziehungskraft (155), Briefe (313), Entscheidungen (1048), Familiengeheimnisse (232), Herkunft (80), Kloster (173), Magie (1334), Schicksal (156), Tibet (15), Trauer (195)
Reihe: Filguri (2)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Eva Maria Klima für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Eva Maria Klima gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.

Filguri Spiel mit dem Schicksal


Das Geheimnis
Mariella stand auf der höchsten Terrasse des verlassenen Klosters mitten in den Bergen Tibets. Seit sie denken konnte, war dies ihr Zuhause. Gedankenabwesend glitten ihre Fingerkuppen über die rauen Steine des verwitterten Mauerwerks. Die letzten Sonnenstrahlen liebkosten wärmend ihre Haut, bis deren Verschwinden das umliegende Tal in ein sanftes Rot tauchte. Im Farbenspiel der Abenddämmerung erschien der schmale Schotterweg, der sich bis zum Kloster durch die Landschaft schlängelte, mystisch. Wartend ließ sie ihren Blick schweifen. Wann würde ihr Vater Verano zurückkehren?
     Ihre Mutter Isabella und sie hatten ein festliches Mahl zubereitet, um seinen Geburtstag zu feiern. Manchmal fragte sie sich, weshalb sie sich überhaupt bemühten, denn jedes Mal lief es auf dasselbe hinaus. Ihre Mutter und sie backten und kochten, nur um anschließend stundenlang auf ihn zu warten. Meistens kehrte er erst kurz vor Einbruch der Nacht zurück. Doch wie sie vor einem Jahr herausgefunden hatte, eilte er dann nicht unverzüglich zu ihnen ins Wohnzimmer, sondern sank bedrückt auf die alte Mauer, an der sie gerade stand. Mit trockenem Mund erinnerte sie sich an diese Entdeckung. An seinem letzten Geburtstag hatte sie sich nochmals in ihr Zimmer begeben, um sich bis zu seinem Erscheinen ein wenig auszuruhen. Ihre Augenlider wurden schwer und senkten sich. Sekunden bevor sie einschlief, spürte sie eine sonderbare Energie auf sich zukommen. Eine Unruhe, wie das Kitzeln tausender Insektenbeine in und auf ihrem Körper, befiel sie und riss sie aus ihrer Entspannung. Rastlos blickte sie sich um. Der gesamte Raum wurde von einer unsichtbaren Macht erfüllt, die sie daran hinderte, liegen zu bleiben. Diese bündelte sich und durchflutete sie mit all ihrer Kraft. Wie eine Wolke aus Licht, die durch dichten Nebel rollt, mit dem Versprechen unendlichen Glücks. Dieses Versprechen ergriff Besitz von ihr und lockte sie die steilen Treppen zum Aussichtsplateau empor. Von Stufe zu Stufe beschleunigte sie ihr Tempo, als erwarte sie die Liebe ihres Lebens. Sie hatte keine Wahl. Als hinge ihr Dasein davon ab, stieß sie die Tür ins Freie auf. Doch wo sie Glück erhoffte, wurde sie von Trauer empfangen.
     Ihr Vater saß, mit ihr zugewandtem Rücken, auf der Steinmauer. Mit hängenden Beinen und hinter seinen Handflächen verborgenem Gesicht strömte er eine Hoffnungslosigkeit aus, die ihr den Atem verschlug. Es dauerte eine Weile, bis er sie bemerkte. Ertappt sah er sie an. »Es geht mir gut«, versicherte er ihr. Er gab sich einen Ruck, vergrub all seine Emotionen in sich und behauptete weiterhin, die Welt sei in bester Ordnung. Dann verwandelte er sich in den zufriedenen und fröhlichen Familienvater wie eh und je, der tief in seinem Herzen einen so überwältigenden Schmerz begrub, dass er Mariella damit beinahe erstickte, sobald er ihn für einige Sekunden an die Oberfläche ließ. Die Frage, warum er in Wahrheit so unglücklich war, zählte zu den wenigen, auf die er ihr eine Antwort verwehrte.
     Genau aus diesem Grund und da sie die Erinnerung an das stille Versprechen unendlichen Glücks pünktlich um dieselbe Zeit wie vor einem Jahr heimgesucht hatte, wartete Mariella jetzt hier. Getarnt durch einen Zauber, hoffte sie, er würde sich bei seiner Rückkehr unbeobachtet fühlen und ihr aus Leichtsinn einen Einblick in sein Innerstes erlauben.
     Ungeduldig rieb sie ihre Handflächen aneinander. Das Rot der Abenddämmerung verblasste und wich dem Schwarz der Nacht. Seufzend massierte sie sich die Schläfen. Länger als an diesem Tag war er an seinem Geburtstag selten fortgeblieben. Sie stand auf, um nach ihm zu suchen. In diesem Moment erschien er aus flackernder Luft neben ihr. Einer der Vorteile, ein Filguri zu sein. Man konnte sich jederzeit an jeden beliebigen Ort teleportieren.
     Dank ihres Tarnzaubers bemerkte er sie nicht. Wie erwartet umgab ihn dieser düstere Schleier der Trauer. Sie schluckte, um ihn zu ertragen. Wodurch ein solcher seelischer Schmerz verursacht wurde, wollte sie sich nicht vorstellen. Ihr Vater erlaubte ihm, nur zu fließen, weil er nicht ahnte, dass Mariella anwesend war. So erhielt sie die Möglichkeit, sich darauf einzulassen und erkannte, dass es sich nicht nur um Trauer handelte. Es hatte sich noch eine weitere, sehr intensive Emotion hinzugefügt: Schuld.
     Wem gegenüber fühlte sich ihr Vater dermaßen schuldig?
     Er zog einen hellblauen Umschlag aus der Tasche, öffnete ihn und faltete das abgegriffene Papier aus dem Inneren auf. Tränen flossen über seine Wangen, während er ihn las. »Verzeih mir, mein Schatz!« Schluchzend wischte er sich das Gesicht trocken. »Ich wünschte, ich könnte es ändern. Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen und dir helfen.«
     Filguri besitzen viele Fähigkeiten. Jedoch selbst sie vermögen nicht, die Zeit zu manipulieren.
     Seufzend zog er einen Stein aus der Klosterwand, hinter dem ein kleiner Hohlraum zum Vorschein kam, versteckte den Brief darin und schob ihn zurück. Dann atmete er schwer aus und versiegelte mit einem weiteren tiefen Atemzug seine Trauer in sich.
     Mariella erkannte sofort, dass er sich zu ihnen ins Esszimmer teleportieren wollte, und beeilte sich, um vor ihm dort anzukommen. Sie erschien gerade noch rechtzeitig neben ihrer Mutter und neutralisierte den Tarnzauber, bevor ihr Vater sichtbar wurde. Er schloss sie und ihre Mutter in die Arme. »Ich liebe euch!«
     »Wir lieben dich auch«, antwortete ihre Mutter. Doch Mariella schwieg. Nicht, weil sie ihn nicht liebte, sondern weil sie noch mit den Gefühlen, die er zuvor ausgestrahlt hatte, kämpfte. Wie schaffte er das nur? Wie war es ihm überhaupt möglich, zu lachen?
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