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Nebelsucher
Verfasser: Christian Biesenbach (10)
Verlag: BookRix (905) und Eigenverlag (10706)
VÖ: 7. Juni 2017
Genre: Fantasy (8093) und Horror (934)
Seiten: 195 (Taschenbuch-Version), 215 (Kindle-Version)
Themen: Einsamkeit (145), Nebel (56), Parallelwelten (279), Tod (835), Verkehrsunfälle (363)
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Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Christian Biesenbach für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christian Biesenbach gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     So schnell wie selten zuvor erreichte er Fledhausen. Er hatte sich gerade von dem Blitzer erholt, da geschah beinahe das nächste Unglück. Die Straße vollführte kurz hinter der Ortseinfahrt eine lange Rechtskurve, die leicht bergab geneigt war. Die Häuser dort standen so dicht an der Straße, dass man kein freies Blickfeld auf das Ende der Kurve erhaschen konnte bis man in sie hineingefahren war. Dieser Umstand war beinahe fatal. Denn in der Sekunde, in der er zur Seite geneigt durch diese Kurve sauste, verließ an deren Ende ein pechschwarzer Pickup, ein Dodge Ram, eine schmale Einfahrt zwischen zwei Fachwerkhäusern. Er hatte vorwärts eingeparkt und Robert daher beim Zurücksetzen nicht sehen können. Dieser wiederum war zu schnell und sah das bereits halb auf der Fahrbahn stehende Fahrzeug erst, als es beinahe zu spät war. Wie eine Wand baute sich das schwarzglänzende Heck vor Rob auf und kam rasend schnell näher. Das erste, das passierte, war das Verschwinden des Glücksgefühls, das von einem wahren Schock überrollt wurde. Dann setzten die Instinkte ein und taten, was nötig war. Als Robert den Schrei: »Scheiße!« über die Lippen brachte, hatte sein innerstes bereits heftig gegengelenkt, war auf die Bremse gestiegen und hatte den Oberkörper aufgerichtet, um das Motorrad danach in die andere Richtung zu lenken. Er wusste selbst nicht, wie er es schaffte, denn seiner Wahrnehmung nach war der Ram vielleicht noch einen Meter entfernt und er war sicher, dass er heftig dagegen knallen würde. Doch obwohl Robert spürte, wie das Heck seiner Ducati auf dem nassen Straßenbelag ausbrach und ins Rutschen geriet, behielt er die Kontrolle, gab intuitiv einen Stoß Gas und rauschte an dem Fahrzeug vorbei. Danach gab es nur noch eins. Er trat in die Eisen, wie er es selten zuvor getan hatte, schlingerte von einer Straßenseite auf die andere und hatte Glück, dass kein Gegenverkehr unterwegs war. Endlich kam er zum Stehen, quer auf der richtigen Straßenseite.
     »Scheiße!«, rief er erneut in seinen Helm, fassungslos darüber, was gerade geschehen war. Danach atmete er tief durch oder versuchte es zumindest, bemerkte, dass er am ganzen Körper zitterte und warf endlich einen Blick zurück auf den Wagen, der dreißig Meter entfernt noch immer regungslos halb auf der Straße stand. Die Seitenfenster waren verdunkelt, sodass Rob dahinter nur schemenhaft eine Gestalt erkennen konnte. Ihm war, auch wenn man das als Zweiradfan gerne anders sieht, gleich klar, dass die Schuld eines möglichen Unfalls vollkommen bei ihm gelegen hätte. Mit einer großen Portion Glück, Intuition und fahrerischem Können war es nicht dazu gekommen. Schlecht fühlte er sich dennoch. Hundeelend, wenn man es genau wissen wollte. Ihm war flau im Magen und gleichzeitig ereilte ihn ein Gefühl, als sei er in eine Tonne mit Eiswasser geworfen worden. Deshalb hob er erst, nachdem das Zittern endlich weniger wurde, entschuldigend die Hand in Richtung des Dodge-Fahrers. Der Kerl, wenn es denn einer war, schien leicht den Kopf zu bewegen und Robert vermochte nicht zu sagen, ob der Typ verstand, was er mit seiner Geste sagen wollte.
     »Sorry, ich war zu schnell. Aber es ist alles noch mal gut gegangen.«
     Roberts Hand verharrte einige Sekunden auf diese Weise. Es gab auf der Gegenseite keine erkennbare Reaktion. Als er den Arm endlich wieder herunternahm, ließ er den Kopf sinken und es gelang ihm endlich, einmal tief durchzuatmen. Es hatte in seinem Leben davor nicht viele Momente gegeben, in denen es so gut getan hatte, frischen Sauerstoff in seinen Lungen zu spüren.
     Da von der Person hinter der verdunkelten Scheibe beständig keine Reaktion kam und Robert außerdem weiterhin zur Arbeit musste, wendete er endlich die Ducati zurück in die Spur und fuhr mit einem letzten entschuldigenden Winken davon. Einige Kurven später fragte er sich bereits, ob er in diesem Augenblick etwas anders hätte machen können oder sollen? Er war sich nicht sicher. Vermutlich wäre es einfach angebracht gewesen die dreißig Meter zurückzufahren, um die Sache in einem kurzen Gespräch zu klären. Vielleicht ...
     Im Nachhinein ändert es überhaupt nichts. Und jedes Philosophieren und Schwadronieren über das Für und Wider der alternativen Möglichkeiten führt nur dazu, dass man seine Zeit verschwendet.
     Robert fuhr winkend davon. Das war’s. So ist es passiert.
     Noch immer mit reichlich weichen Knien bedacht, hielt er sich an das Tempolimit und selbst auf dem letzten Landstraßenabschnitt, der kreuz und quer durch ein paar karge Felder führte, überschritt er die 80 Km/h-Grenze nicht mehr. Er hielt das bis zu jenem Moment durch, mit dem sein eigener Untergang begann.
     Er war vielleicht noch zwei Kilometer von seiner Arbeitsstelle entfernt, da zuckte er plötzlich zusammen, weil hinter ihm jemand ohne Vorwarnung intensiv von der Hupe gebraucht machte. Robert fuhr zwar jetzt langsamer, jedoch noch immer so, dass sich eigentlich niemand beschweren konnte. Der Blick durch den Rückspiegel in einen hoch aufragenden, verchromten Kühlergrill versetzte ihm einen Schock und verriet ihm gleichzeitig, dass es der Pickup von vorhin sein musste. Obwohl der Motor der Bestie röhrend laut war, wenn der Fahrer das Pedal nur antippte, hatte Robert ihn nicht herankommen gehört. Irgendwie schien er nach den Minuten seines Beinaheunfalles zu beschäftigt und in Gedanken gewesen zu sein. Anders konnte er sich nicht erklären, weshalb er erst nach einem Hupen auf das Monstrum aufmerksam wurde. Denn da befand sich das Fahrzeug bereits in unmittelbarer Nähe zu Robs Hinterrad.
     Es folgte eine Linkskurve, in der Robert leicht ein paar Meter Abstand gewinnen konnte. Die schmolzen auf dem folgenden, geraden Abschnitt jedoch aufs Neue rapide zusammen und schließlich fehlte nicht mehr viel und er hätte den Wagen mit der Hand berühren können. Das versuchte er selbstverständlich nicht, stattdessen wendete er sich für eine Sekunde leicht um, ohne die Kontrolle über sein Motorrad zu verlieren, und gab dem Kerl hinter ihm mit Kopf- und Handbewegungen klar zu verstehen, er solle gefälligst überholen, wenn ihm das zu langsam wäre. Als prompte Antwort hatte der Mistkerl nichts Besseres zu tun, als ein weiteres Mal auf die Hupe zu drücken und zusätzlich aufzublinken.
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