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Nebelsucher
Verfasser: Christian Biesenbach (11)
Verlag: BookRix (971) und Eigenverlag (11373)
VÖ: 7. Juni 2017
Genre: Fantasy (8545) und Horror (986)
Seiten: 195 (Taschenbuch-Version), 215 (Kindle-Version)
Themen: Einsamkeit (151), Nebel (57), Parallelwelten (286), Tod (867), Verkehrsunfälle (382)
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Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Christian Biesenbach für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christian Biesenbach gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Sie mussten in dem in der Morgensonne blitzenden und glitzernden Neubau also ganz besonders schützenswerte und diskret zu behandelnde Forschung betreiben. Robert konnte sich kaum vorstellen, dass man andernfalls eine Sicherung brauchte, die an militärische oder geheimdienstliche Einrichtungen erinnerte. Andererseits hatte er vor einiger Zeit kurz das zweifelhafte Vergnügen gehabt, den Gründer und Leiter von EZ-E kennenzulernen. Eugen Zander war gebürtiger Hansestädter, ein Geschäftsmann und Forschungswahnsinniger durch und durch. Sein Vater Albert, der erst kurz nach dem Weltkrieg mit der Familie aus dem Hunsrück in den Norden gezogen war, war zum Ende seines Lebens in die Nähe seiner Heimat zurückgekehrt. Er hatte fünf Jahre ein Zimmer im Sankt Johannes Altenheim bewohnt. Etwa ein Jahr, nachdem er zu ihnen gekommen war, hatte man Demenz diagnostiziert. Sein Zustand hatte sich nur langsam verschlechtert, aber erst, als es rapide bergab ging, war seine Familie aufgekreuzt. Darunter Eugen, der mit einem Forschungsstartup, das er verkauft hatte, zum Multimillionär geworden war. Für Eugen Zander war der Zustand seines Vaters nicht hinnehmbar gewesen. Er wollte einfach nicht verstehen, dass es keine Heilung gab und wollte ebenso nicht wahrhaben, dass ihn sein eigener Vater nicht mehr erkannte. Eine Verlangsamung der Krankheit durch Medikamenteneinsatz reichte ihm nicht. Unter keinen Umständen wollte er zulassen, dass von Albert am Ende nur noch eine erinnerungslose Hülle blieb. Also hatte Zander alle Hebel in Bewegung gesetzt, ein Team von Forschern aus Medizin, Physik, Chemie und Digitalentwicklung zusammengestellt und mit der Hilfe von Geschäftspartnern EZ-Experimentals aus der Taufe gehoben. Das Gebäude war vor einem halben Jahr fertig und betriebsbereit gewesen. Es war erstaunlich, wie schnell alles gegangen war. Robert hätte es nicht geglaubt, wenn er es nicht selbst jeden Morgen mit hätte ansehen können. Eugen Zanders Vater Albert starb drei Monate später und hatte zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung mehr, wer Eugen und die anderen Familienmitglieder überhaupt waren. In Schüben beschimpfte er sie als Nazibrut, Zigeuner und Scharlatane, die es auf seine wertvollsten Erbstücke abgesehen hatten. Welche das waren und wieso er das glaubte, verriet er nie. Vermutlich wusste er es selbst nicht mehr. Es war ein Segen, dass der alte Mann eines Abends einfach eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht war.
     Eugen Zander war da anderer Meinung. Er hatte getobt und in Wut und Tränen herausposaunt, dass sie bereits großartige Fortschritte in der Entwicklung des EZ-E Lösungsansatzes zur Bekämpfung der Demenz gemacht hätten. Er schob die Schuld des Ablebens seines Vaters auf die Heimleitung, die miese Pflege und Sozialbetreuung. Es war ein langer, ermüdender Streit, an dessen Ende Zanders Anfrage stand, ihm zumindest einige lebende Demenzkranke zur Verfügung zu stellen, um die Krankheit bei erfolgreicher Untersuchung und Weiterentwicklung der Forschungsgrundlagen endlich besiegen zu können. Auf Nachfrage verweigerte Eugen Zander allerdings jegliche Details zu dem, was und in welcher Weise an den Probanden untersucht werden sollte. So konnte sich die Heimleitung im Falle derjenigen, deren Vormundschaft sie übernommen hatten, aus rein gesetzlichen Gesichtspunkten nur dagegen aussprechen. Zander ließ natürlich nicht locker, fand einige Nachkommen von Altenheimbewohnern, die ebenfalls die Vormundschaft für ihre demenzkranken Eltern übernommen hatten und köderte sie mit Geld und mit der Aussicht darauf, dass sie womöglich ihre geheilten Erzeuger wiederbekommen würden. So fand sich schließlich eine gute Handvoll. Doch wie es das Schicksal so wollte, waren die gesundheitlichen Belastungen bei einigen zu groß, um das Heim zu verlassen und andere starben in den folgenden Monaten, ehe Eugen Zander sie hatte in seinen Forschungskomplex bringen können.
     Wie der Mann weiter verfahren war, davon hatte Robert keine Ahnung. Es war ihm gewissermaßen egal. Manche Dinge durfte man einfach nicht tun, das war sein Standpunkt dazu. Was Eugen Zander versuchte, war falsch und Rob war froh, dass keiner seiner Schützlinge diesen grässlichen Komplex je hatte betreten müssen. Aus seiner plötzlich verdüsterten Laune heraus, ließ er die Maschine hochdrehen. Der Auspuff knatterte so laut, dass sie es unter Garantie hinter ihren schicken Fenstern hören mussten, als er vorbeirauschte. Tanja Kohl hatte ihm gesagt, er solle winken, wenn er vorbeifuhr. Stattdessen ließ er ihnen einen viel eindringlicheren Gruß da und empfand dabei diebische Schadenfreude.
     Die verflüchtigte sich freilich, als er viel zu spät merkte, dass man kurz hinter der Abzweigung auf beiden Fahrbahnseiten einen mobilen schwarzen Kasten mit einer großen Linse installiert hatte. Robert versuchte noch vom Gas zu gehen, aber zu spät. Das Blitzlicht, das aus dem Kasten aufleuchtete, war so brennend hell, dass Robert für Sekunden völlig blind wurde. Er kniff die Augen zusammen und sah blitzende Sterne. Unter ihm spürte er, wie das Motorrad langsamer wurde. Eine solche Radarfalle hatte er noch nie erlebt. Das ist ja brandgefährlich, dachte er, immer noch darum kämpfend das Augenlicht zurückzugewinnen. Denn nach den Sternen war kurz noch graue Dunkelheit vor seinem inneren Auge und dann nur noch leere Finsternis...
     Er fluchte auf den Starenkasten, seine eigene Dummheit und auf EZ-E, die sicher etwas damit zu tun hatten. Erst, als die Diavel unter seinem Hintern beinahe zum Stehen kam, kehrte seine Wahrnehmung langsam zurück. Er schüttelte heftig den Kopf und stieß ein paar deftige Schimpfwörter in Richtung des noblen Forschungsareals aus, dann drehte er die Maschine hoch und ließ diesen verfluchten Ort schnell hinter sich. Das Knöllchen würde er irgendwie heimlich bezahlen. Theresa würde es schon nicht merken...
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