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Nebelsucher
Verfasser: Christian Biesenbach (10)
Verlag: BookRix (961) und Eigenverlag (11136)
VÖ: 7. Juni 2017
Genre: Fantasy (8391) und Horror (978)
Seiten: 195 (Taschenbuch-Version), 215 (Kindle-Version)
Themen: Einsamkeit (151), Nebel (57), Parallelwelten (280), Tod (858), Verkehrsunfälle (376)
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Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Christian Biesenbach für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christian Biesenbach gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Morgen, Herr Bauer«, grüßte ihn Tanja gut gelaunt, die gerade von einer Joggingrunde zurück zu kommen schien. Ihre Proportionen waren sehr weiblich und das versteckte sie in ihrem Sportoutfit auch nicht.
     »Ja. Guten Morgen, Frau Kohl. Ein schönes Wetterchen, was?«
     »Kann man wohl sagen. Genau richtig für eine Runde Frühsport. Eine schöne Maschine haben Sie da. Eine Diavel?«
     »Richtig. Sie interessieren sich für Motorräder?«
     Sie lachte: »Nein, nein. Es steht dort an der Seite. Die Wahrheit ist: Ich habe eine Mordsangst vor diesen Feuerstühlen und würde mich nie auf einen setzen. Aber ich finde sie äußerst faszinierend.«
     »Oh das sind Motorräder auf jeden Fall. Und das Fahrgefühl ist mit dem Autofahren gar nicht zu vergleichen. Aber ... Es tut mir leid, wir reden besser ein anderes Mal weiter. Ich fürchte, ich komme andernfalls zu spät zur Arbeit.«
     »Sie arbeiten im Sankt Johannes Altenheim nicht wahr? Entschuldigen Sie, dass ich das frage, aber hatte mein Arbeitgeber Sie und Ihre Einrichtung nicht um die Teilnahme an einer Studie zu Demenzerkrankungen gebeten?«
     Irgendwie hatte Robert geahnt, dass das Gespräch auf dieses Thema kommen würde. Das gefiel ihm gar nicht und so reagierte er schmallippig. »So ist es. Und wir haben uns dagegen entschieden. Mit geltenden Menschenrechten ist das nicht vereinbar, was ihr Chef da plant.«
     »Aber, aber, so schlimm ist es ja nun auch nicht. Wir wollen ja keine Versuche mit Ihren Demenzkranken anstellen. Es geht vorwiegend um die Analyse gewisser Hirnareale.«
     »Dazu hat wohl jeder seine eigene Meinung. Insgesamt habe ich in dieser Sache aber keine Entscheidungsbefugnisse ... Ich muss jetzt leider wirklich los. Bis die Tage.«
     »Ja, machen Sie es gut, Herr Bauer. Und winken Sie mal kräftig für mich, wenn sie an EZ-E vorbeifahren. Ich habe heute meinen freien Tag und werde die Kollegen nicht sehen.«
     Er stutzte kurz, weil er sich nicht erklären konnte, woher sie wusste, wie er zur Arbeit zu fahren pflegte, aber da es nur eine größere Straße nach Sankt Johannes gab, war es wohl klar, dass er an ihrem Arbeitsplatz vorbeimusste.
     »Na dann wünsche ich Ihnen einen schönen Urlaubstag.« Damit setzte er sich in Bewegung und (ohne sich noch einmal nach ihr umzuschauen) schob das Motorrad bis zur nahen Abbiegung in die Hauptstraße. Erst dort setzte er den Helm auf, klappte das Visier herunter, aber erst nach einem ausgiebigen Blick in Richtung der noch tiefstehenden Sonne, die durch einige morgendliche Nebelschwaden funkelte, und sattelte auf.
     Er ließ die Maschine im Leerlauf zweimal hochdrehen und bemerkte, dass ihr der Winter keinen Abbruch getan hatte. Sie war so zuverlässig und wild, wie im vergangenen Herbst. Dann ging es los. Auf dem leicht nassen Untergrund drehte das Hinterrad den Wimpernschlag eines Augenblicks durch, fand dann den nötigen Gripp und beschleunigte das Motorrad und Robert in Windeseile über die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit.


III


Wer nicht selbst einmal auf einem motorisierten Zweirad gesessen und süchtig nach dem Gefühl geworden ist, kann wohl kaum nachvollziehen, wie genial es ist, nach vier langen Monaten wieder den Widerstand des Fahrwindes zu spüren und die Kräfte, die auf einen wirken, wenn man schwungvoll in eine Kurve fährt. Oder das Kribbeln im Bauch, bei der rasanten Fahrt einen Hügel hinauf oder hinunter. Es ist wie ein Rauschzustand. Als sei man ein Vogel, der zum ersten Mal die Flügel ausbreitet, um zu fliegen. Wie der Ritt auf einer rasanten neuen Achterbahn. Wie Schmetterlinge im Bauch, die einen Wirbelsturm verursachen. Man wird ganz und gar hineingezogen in dieses Gefühl und möchte vor Glück und Aufregung am liebsten laut Lachen oder die Freude herausschreien.
     Robert tat das an diesem Morgen erstmals, als er mit über einhundert Sachen den Hügel außerhalb seines netten kleinen Heimatortes herunter heizte. Sein Arbeitsplatz lag in einem noch kleineren Ort, der sich zehn Kilometer entfernt befand. Um dorthin zu gelangen, musste man auf dem kürzesten Weg zwei weitere Dörfer passieren. Dazwischen lagen jeweils einige Kilometer kurvig auf und ab führende Landstraße. Es war das optimale Terrain für einen passionierten Motorradfreak wie Rob. In einem Anflug von Übermut überholte er einen zu langsamen PKW kurz vor dem ersten Ortseinangsschild. Hiernach drosselte er das Tempo leidlich und fuhr mit sechzig Sachen über die einigermaßen gerade Hauptstraße, um am Ortsausgang gleich wieder auf einhundert Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Es war leichtsinnig und er wusste das, aber das Gefühl der Befreiung war größer als jede Vernunft an diesem Morgen. Es wäre ihm lieb und recht gewesen, wenn der Weg zu Arbeit ewig gedauert hätte. Wenn er nur an die außerordentliche Heimversammlung bezüglich der Medikamentensache dachte, wurde ihm übel. Vor seiner Frau hätte er das nie zugegeben, aber er hatte ein schlechtes Gefühl, was diese Sache betraf.
     Zu den plötzlichen Negativgedanken kam, dass auf dem geraden Straßenabschnitt, den er gerade befuhr, eine Tempo-70-Zone eingerichtet worden war, da in einigen hundert Metern die neu errichtete Abzweigung zum Gelände von EZ-Experimentals wartete. Robert sah den riesigen Klotz aus Glas, Stahl und schwarzem Marmor schon aus weiter Ferne. Es sah aus, als hätte ein Riese einen Legostein in die Landschaft fallen lassen. Das Gebäude zog sich bis zum waldbedeckten Hügel hinter den Feldern hinauf, wo es anscheinend endete oder unterirdisch verschwand. Robert wusste es nicht. Das gesamte Areal war durch hohe Zäune mit Stacheldrahtkronen gesichert. Außerdem hatte er Überwachungskameras gesehen. Kurz hinter der Abzweigung warteten ein Schlagbaum, ein Kartenlesegerät, ein Kontrollhäuschen und noch mehr Umzäunung, die niemand ohne Erlaubnis passieren durfte.
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