Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
39.619 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Lukas225«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
TASCHENBUCH
 
Nebelsucher
Verfasser: Christian Biesenbach (10)
Verlag: Eigenverlag (9599)
VÖ: 7. Juni 2017
Genre: Fantasy (7309) und Horror (875)
Seiten: 195
Themen: Einsamkeit (133), Nebel (55), Parallelwelten (261), Tod (786), Verkehrsunfälle (339)
Sonstiges: Dieses Buch überwachen
BLOGGERNOTE DES BUCHES
???
noch nicht bewertet
100
0%
80
0%
60
0%
40
0%
20
0%
0
0%
Entwicklung des Bloggerinteresses:
1M
0
2M
0
3M
0
6M
0
12M
0
Leider existiert für »Nebelsucher« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
USER, DIE SICH FÜR DIESES BUCH INTERESSIERTEN, INTERESSIERTEN SICH AUCH FÜR
Black Tie Affair
Geschrieben von: Emily Key (31. Juli 2017)
80/100
[2 Blogger]
Medicine of Love Edition 1 - Gefesselt von Dr. Duken Moore
Geschrieben von: Ella Gold (31. Juli 2017)
100/100
[2 Blogger]
Mr. President 1 - Macht ist sexy
Geschrieben von: Katy Evans (3. August 2017)
93/100
[6 Blogger]
weitere Empfehlungen anzeigen
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Christian Biesenbach für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christian Biesenbach gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich.

Prolog


Tagebuch
Letzter Eintrag.
     Ich bleibe keine Sekunde länger hier. Das kann nicht so bleiben. Bin ich wahnsinnig? Ich muss raus hier. Raus! Habe ich nicht alles versucht? Ich habe dieses Schicksal nicht verdient.
     Etwas in meinem Inneren sagt: „Das kann nicht das Ende sein.“ Ich will nicht, dass es das Ende ist. Deshalb kehre ich nicht zurück. Ich werde einen Weg finden. Fort von hier. Einfach weg. Alles ist ein Albtraum. Das ist nicht der Tod. Die Frau im Nebel hat es mir erzählt ... Die Frau. Sie ist die einzige, der ich trauen kann. Die anderen, die Schatten und Monster, die Schemen in der Dunkelheit, die immer näher gekrochen kommen, die haben nur ein Ziel. Sie kommen jede Nacht näher heran. Wenn man genau aufpasst, kann man sie zähnefletschend und mit den Kiefern mahlend in der Dunkelheit hören, knurrend und geifernd. Ich bin längst sicher: Bald werden sie da sein, um mich zu fressen. Sie kommen, um mich zu verschlingen! Jeden Hinweis auf mich und mein Dasein vom Antlitz dieser menschenleeren Erde tilgen, das ist der einfache Plan.
     Aber so einfach werde ich es ihnen nicht machen! Ich werde nicht bleiben, um auf das böse Ende zu warten...
     Ich ... ich werde es finden ...


I


Begrüßung
     Hallo. Mein Name ist Robert Bauer. Stellen Sie sich doch bitte einmal vor, Sie säßen auf einem Stuhl in einem ansonsten leeren Raum. Die Wände sind karg und weiß - oder grau, ganz wie Sie wollen. Es gibt nichts. Nichts, das ihr Interesse wecken könnte. Und so sitzen Sie dort und beschäftigen Sie sich mit einer einzigen Frage.
     Wie sieht meine persönliche Hölle aus?
     Wie wäre ihre Antwort? Was kommt Ihnen beim Grübeln über das ewigwährende Fegefeuer in den Sinn? Oder wissen Sie es vielleicht sogar?
     Hätten Sie mich vor einiger Zeit danach gefragt, ich hätte mir mit dem Zeigefinger an den Kopf getippt und Sie für unzurechnungsfähig erklärt. Ganz einfach, weil ich es mir kaum hätte vorstellen können. Und wenn es Ihnen ähnlich geht, ist das gar nicht schlimm. Auch ich habe mir diese Frage zuvor nie gestellt. Weshalb auch? Wenn man es rational betrachtet, ist es eine dumme Frage. Eine Frage, die impliziert, dass man an Gott, den Teufel, Himmel und Hölle und den ganzen übernatürlichen Quatsch mit dem Leben nach dem Tod glaubt. Als überzeugter Ungläubiger habe ich in meinem Leben nie eine Sekunde damit verschwendet. Für mich war immer klar: Wenn man stirbt, ist es vorbei. Das war meine Überzeugung. Es ist ein ewiges Mantra, das immer wieder klar macht, dass ein Leben nach dem Leben rein logisch ausgeschlossen ist. Ich finde, man kann gut damit leben. Man kann diese schwerwiegende Frage sodann zu den Akten heften und sich einfach auf anderes konzentrieren. Und wenn es dann an der Zeit ist, den Löffel abzugeben, dann tut man es halt, um für immer vom Antlitz der Welt zu verschwinden. Ein Name auf einem Grabstein und ein paar Erinnerungen werden bleiben, ein wenig die Zeit überdauern und das war’s.
     Wenn ich in dieser Sekunde daran denke, wünschte ich, ich würde Ihnen nachfolgend nicht erzählen, was mich davon abgebracht hat, diese herrlich einfache Denke beizubehalten. Denn ich mag sie, weil sie keinen Spielraum für Fantastereien und dergleichen lässt. Leider ist sie schlichtweg falsch. Das Ende ist nicht das Ende. Es ist nur das Vorspiel für Schlimmeres. Schlimmer, als sie es sich jemals ausmalen könnten...
     »Der Mann ist verrückt«, höre ich schon einige rufen und auch das mag in gewisser Weise stimmen. Nach allem, was mir widerfahren ist, bin ich nicht sicher, ob in meinem Oberstübchen tatsächlich noch jede Tasse richtig im Schrank steht. Darum jedoch geht es nicht ... Es geht um ... Es ... Ich merke, ich schweife ab. Also zurück zum eigentlichen Thema.
     Ich bat Sie gerade eben darum, sich vorzustellen, wie Ihre eigene Hölle aussieht. Haben Sie mittlerweile ein Bild davon? Ja? Gut. Und wenn nicht, ist das nicht schlimm. Denn ich werde Ihnen jetzt erzählen, wie meine persönliche Hölle aussieht. Nicht etwa, weil ich mir das so vorstelle, sondern, weil ich weiß, dass sie so ist, wie ich sie schildern werde. Woher ich das weiß? Woher ich ... Woher?! Verzeihen Sie mir, dass ich lachen muss. Bitter und mit zusammengepressten Lippen, aber doch lache ich. Hören Sie gut hin. »Hahaha!«
     Die Antwort auf diese Frage ist so simpel, dass ich sie Ihnen entgegenspucken möchte.
     »Ich war dort!«, lautet sie. Ich war tot ... und vielleicht bin ich das teilweise noch immer. Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht genau. Weshalb ich hoffe, dass die folgende Erzählung auch mir dabei helfen wird, festzustellen, ob ich vollends den Verstand verloren habe. Wollen Sie also so freundlich sein, mich zu begleiten? Ja? Ich würde mich freuen, wenn wir es gemeinsam herausfinden.
     Robert Bauer


II


Ein Leben vor dem Tod
     »Vergiss nicht, Sandra nach der Arbeit an der Schule abzuholen. Sie hat heute Nachmittagsunterricht«, warf sie ihm zwischen Tür und Angel an den Kopf, ehe sie schon verschwunden war, um in ihren Mantel zu schlüpfen. Das bedeutete stets, dass sie in spätestens zwei Minuten das Haus würde verlassen haben.
     »Aber ich wollte heute mit dem Motorrad zur Arbeit«, antwortete Robert, während er sich den Rest des Kaffees in die Tasse goss und sich vom Küchentisch erhob. Obwohl ihm nach rund siebzehn Ehejahren klar war, dass es vollkommen zwecklos war, etwas gegen die „Anweisungen“ der Hausherrin, seiner geliebten Frau Theresa, zu sagen, war es wohl ein törichter Instinkt, es doch immer wieder zu tun. Meistens bereute er es gleich, denn die zwangläufig folgenden Diskussionen führte seine bessere Hälfte prinzipiell mit unfairen Mitteln. Vielleicht war es Roberts Glück an diesem Morgen, einem sonnigen Montag im April, dass sie spät dran war und keine Zeit für einen Streit erübrigen konnte. Daher fiel ihre Reaktion knapp aus. In ihren schwarzen Mantel gehüllt und die schwarzen Business-Heels an den Füßen schob sie sich in die Küche, machte ein schmollendes Gesicht, was entzückend von ihren blonden Haaren eingerahmt wurde, und sagte in einer gehetzten, imitierten Kinderstimme: »Oooh. Kann der arme kleine Robby heute halt nicht mit seinem Dreirädchen fahren. Oooh. Dann muss er das wohl an einem anderen Tag machen.« Danach verschwand das Schmollen und wurde durch einen ernsten Blick ersetzt, dem eine klare Ansage folgte. »Sandra hat nach der Schule einen Zahnarzttermin. Ich fahre heute Nachmittag mit Danny in diese Theateraufführung, die von der Grundschule für die Zweitklässler organisiert wurde. Also musst du sie abholen, sonst kommt sie nicht rechtzeitig dorthin. Und du weißt ja, wie der Doktor ist. Und du weißt auch, dass ich es nicht erlaube, dass du sie auf dieser teuflischen Höllenmaschine kutschierst.«
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by Axel Saalbach & Team (2011-2018)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum & Rechtliches