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Das Wissen des schwarzen Obsidians
Verfasser: Barbara A. Ropertz (1)
Verlag: Bookspot (63)
VÖ: 20. April 2017
Genre: Fantasy (9814)
Seiten: 256
Themen: Asgard (16), Götter (631), Köln (238), Loki (26), Nordische Mythologie (64), Odin (12), Praktikanten (50), Untergang (49)
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Asgard, das Heim der Götter, ist dem Untergang geweiht, seine Zerstörung steht unmittelbar bevor. Um den gewaltigen Wissensschatz seiner Zeit vor der Vernichtung zu bewahren, sieht Göttervater Odin nur einen Ausweg: Er muss sein Wissen dem schwarzen Obsidian anvertrauen. Denn nur dieser Stein, die Seele eines sterbenden Vulkans, hat die Macht, es zu speichern. Doch der Obsidian zerbricht unter der enormen Wissenslast und die einzelnen Bruchstücke gehen verloren.
Viele Jahre nach dem Untergang Asgards ist Odin noch immer auf der Suche nach den Splittern des Obsidians. Hinweise auf ihren Verbleib könnten ihm die Karten geben, die er vor der Zerstörung Asgards anfertigte, um die Bewegungen der Bruchstücke verfolgen zu können. Doch auch Odins Gegenspieler Loki weiß von der Kraft des Obsidians und setzt alles daran, die Karten in seinen Besitz zu bringen. Einige davon scheinen ihren Weg ins Kölner Stadtarchiv gefunden zu haben. Dort arbeitet Marie, eine junge Praktikantin, die gemeinsam mit ihrem Freund Jonas plötzlich zwischen die Fronten der Götter gerät …
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Lesermeinungen (1)     Leserkanonen-Rezension
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Bei Bookspot rief man vor mehr als einem Jahr nicht nur einen ganzen neuen Verlagsteil ins Leben, nämlich den auf Fantasy und Science Fiction spezialisierten »DrachenStern Verlag«, man lobte bei der Gelegenheit auch gleich noch zwei Kurzgeschichten-Wettbewerbe aus. Einer davon beschäftigte sich mit dem Bereich der Fantasy-Literatur. Die damalige Gewinnerin war Barbara A. Ropertz, die zur Belohnung einen ganzen Roman bei dem neuen Verlag veröffentlichen durfte. Und genau dieses Buch haben wir uns einmal etwas genauer angeschaut.

Die Autorin Barbara A. Ropertz stammt aus Stuttgart und leitet dort das Büro der Firma ihres Mannes. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Falknerin. Und wie das mit Falknern so ist: Entweder werden sie Diktatoren in warmen Wüstenstaaten, oder sie begeistern sich für Fantasy-Literatur. Bei Frau Ropertz ist es Letzteres geworden. Ihr Erstlingswerk beim DrachenStern Verlag trägt den in Zeiten markanter kurzer Buchtitel ein wenig sperrig anmutenden Namen »Das Wissen des schwarzen Obsidians«, ist etwa 250 Seiten lang und kostet als Taschenbuch 12,95 Euro, als E-Book 6,99 Euro. Wie mehr oder weniger alle Bookspot-Bücher, die uns bisher in die Hände gekommen sind, ist der Umschlag so schön gestaltet, dass er allein bereits ein schlagkräftiges Argument für die Taschenbuch-Variante ist.

So sperrig der Titel mit seinem Mut zum aussterbenden Genitiv auch sein mag, so sehr passt er zum Inhalt: In Frau Ropertz' Buch, das sich nach Herzenslust an passenden Elementen der nordischen Mythologie bedient, versucht Allvater Odin den gesamten Wissensschatz seiner Zeit in einem Stein - eben dem titelgebenden schwarzen Obsidian - zu speichern. Damit will er dafür sorgen, dass all das Wissen nicht verlorengeht, denn Asgard steht kurz vor seinem Untergang. Aufgrund der gewaltigen Masse an Wissen zerbricht der Stein, und so begibt sich Odin nach der Zerstörung des Götterreichs auf eine jahrelange Suche nach den Splittern. Und dabei ist er nicht allein, denn sein großer Gegenspieler Loki sucht danach (und passend zur falknernden Autorin reist er auch mal im Falkengewand durch die Lüfte).

Soweit mag sich das alles noch relativ »normal« anhören, soweit man im Fantasygenre diesen Terminus überhaupt anwenden kann. Frau Ropertz' eigentlicher Kniff kommt nun an der Stelle zum Tragen, an der sie die beiden Rivalen im Jahre 2009 auf ihrer Suche ins jecke Köln führt. Und dort geraten die Stadtarchiv-Praktikantin Marie und ihr Freund Jonas ins Kreuzfeuer der Gottheiten.

Der offensichtlichste und größte Reiz am »Wissen des schwarzen Obsidians« ist die Buchidee an sich, denn sowohl die Ausgangslage als auch die sich daraus ergebende Geschichte sind in vielen Zügen so individualistisch, dass man sich immer wieder bei dem Eindruck erwischt, etwas Einzigartiges zu lesen, das man in der Form bisher noch nicht in die Finger bekommen hat. Dazu trägt auch die ganz besondere Atmosphäre bei, die Frau Ropertz von Beginn an aufbaut und bis zum Ende ohne Unterlass durchhält. Dabei wird diese vermutlich dem ein oder anderen Leser wunderlich vorkommen, da diverse Namen und Begrifflichkeiten für diejenigen, die nicht gerade die Edda unter ihrem Kopfkissen liegen haben oder auswendig gelernt haben, ziemlich abstrakt klingen dürften - zumal die Autorin kräftig damit spielt. Hinzu kommt, dass eine Durchmischung mit weiteren Mythen stattfindet (zumindest assoziiere ich Nixen, die Loreley & Co. nicht mit der nordischen Sagenwelt), und dass Frau Ropertz' Sprache auch insgesamt ein wenig speziell ist. Denn sie klingt sehr kunstvoll, das Buch versetzt einen also viel eher in eine Sagenwelt als ins Flair des Jahres 2009 - auch ungeachtet der sympathischen jungen Studentin mit ihren widerspenstigen blonden Locken.

»Das Wissen des schwarzen Obsidians« lebt weniger von einer übertrieben großen Spannung oder von einer Aneinanderreihung brenzliger Szenen, sondern von einer überaus kreativen und vom Anfang bis zum Ende gut durchdachten Storyline, die mit allerhand Märchen- oder Sagenhaftem unterfüttert wurde. Das Tempo ist angenehm, und es stört auch nicht, dass Frau Ropertz auf eine Unterteilung in viele kleine Kapitel verzichtete, sondern lediglich mit einer Handvoll grober Zeitabschnitte als Kapitelersatz arbeitete und die einzelnen Szenen darin nicht weiter abgrenzte. Womöglich sorgt das allerdings bei der digitalen Version für eine etwas störende psychologische Komponente, denn bei vielen Readern sieht man ja am Bildrand die Länge der einzelnen Kapitel im Voraus und hängt schnell noch ein Kapitelchen und anschließend noch ein weiteres dran, wenn sie nicht so lang sind - das wird aufgrund der Abschnittslänge hier vermutlich nicht passieren.

Letztlich ist »Das Wissen des schwarzen Obsidians« kein Buch für jedermann, gerade die Freunde leichter moderner »Romantasy« werden allein schon aufgrund des ungewohnten Sprachstils stutzen. Wer hingegen einen stellenweise geradezu künstlerisch geschriebenen Roman sucht, der einem durch seine Atmosphäre und seine Ideen ein ganz besonderes Leseerlebnis gewährt, der ist hier an der richtigen Stelle. Und wer sich obendrein womöglich auch noch von Haus aus für die nordische Mythologie interessiert, der kommt gar nicht umhin, hier hineinzuschnuppern.
– geschrieben am 26. Mai 2017
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