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Der steinerne Garten 1 - Der steinerne Garten
Verfasser: Jayden V. Reeves (3)
Verlag: Rediroma (16)
VÖ: 1. März 2017
Genre: Drama (87)
Seiten: 612 (Gebundene Version), 613 (Kindle Edition)
Themen: Auftrag (1192), Coming Out (73), Homosexualität (2877), Kontrolle (94), Routine (13), Transport (11)
Reihe: Der steinerne Garten (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
England, Dezember 2012
Für den 26-jährigen Riley Buchanan scheint es sich zunächst um einen ganz gewöhnlichen ›Nuts-Transport‹ zu handeln, als er am ersten Weihnachtstag spontan zusagt, den emotional unterkühlten Nathanyel Pritchard aus der psychiatrischen Privatklinik Waterbury abzuholen. Unverhofft wird ihm jedoch ein finanziell höchst verlockendes Angebot offeriert und um den langen Schatten seiner wenig ruhmreichen Vergangenheit endlich entfliehen zu können, lässt er sich schließlich auf den merkwürdigen Handel ein. Naiv stolpert er daraufhin in eine fremde Welt, welche von Routinen, Zwang und Kontrolle dominiert wird, und als Nathanyel schließlich seine wahren Absichten enthüllt, sieht er sich einer Herausforderung gegenüberstehen, die sein Leben recht bald und schonungslos auf den Kopf stellen wird.

Die bewegende Geschichte eines Coming Out inmitten zweier Welten, wie sie unterschiedlicher kaum sein können.
Lesermeinungen (3)     Leseprobe     Blogger (2)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 2. Juli 2017 um 10:02 Uhr:
» Was Bücher angeht bin ich sehr wählerisch. Natürlich muss mich in erster Linie die Story interessieren, und der Erzählstil muss mich schon beim Lesen der ersten 2/3 Seiten gepackt haben, sonst lege ich jedes auch noch so empfohlene Buch ganz schnell wieder aus der Hand. Ich muss gestehen, dass mich die Dicke des Romans schon etwas abgeschreckt hat. Aber das Thema hat mich sofort fasziniert und ich musste es haben. Schon nach den ersten Seiten war klar, dass es mich packen wird. Die atmosphärische Dichte hat mich sofort in den Bann gezogen und schnell war ich mittendrin in der Story. Vom ersten, na sagen wir mal zweiten Moment konnte ich mich in den Protagonisten Riley einfühlen. Nathanyels Persönlichkeit fand ich extrem spannend, weil sein Verhalten nicht vorhersehbar und durchsichtig war, und ich ihn als absoluten Freak wahrgenommen habe. Ich mag Freaks! Die homoerotischen Szenen sind sehr eindrücklich beschreiben, dominieren das Buch aber keineswegs. Wichtig bleibt immer die Zerrissenheit Rileys während seines coming outs. Sein innerlicher Kampf wird noch mal durch die Selbstgespräche unterstrichen. Und das, was drumherum noch alles passiert ist ebenso interessant und spannend und brilliant erzählt! Nun gut, als Leser hat man natürlich schon eine Vorstellung oder einen Wunsch wie das Buch enden soll oder könnte. Davon muss man sich aber frei machen und sich auf den psychologischen Tiefgang der Story konzentrieren. Das Ende ist übberraschend, aber dennoch aus psychologischer Sicht nachvollziehbar. Der Autor hat mich mit seinem Erzählstil und mit der Hintergründigkeit seiner story in jedem Fall gefesselt, und ich freue mich schon auf den zweiten Teil!!«
  9      0        – geschrieben von Meggymarie
Kommentar vom 23. April 2017 um 13:27 Uhr (Schulnote 1):
» „Der steinerne Garten“ ist der Debut-Roman eines noch unbekannten Autors, von dem ich persönlich hoffe, dass ich noch vieles von ihm lesen werde, denn er hat m.E. nach das Potential dazu, ein sehr bedeutender Autor in seinem Genre zu werden. Alle bedeutenden literarischen Werke sind Dramen, keine Romanzen – von denen es tatsächlich zuhauf gibt und von deren seifenartiger Handlung sich Jayden V. Reeves mit „Der steinerne Garten“ deutlich abgespalten hat.
Seine Erzählweise ist dicht und fesselnd. Man gerät schnell in einen Flow, der es einem leicht macht, mitzugehen und tatsächlich als staunender Beobachter der Szenen am Rand zu stehen und doch hat man das Gefühl, unmittelbar mitten im Geschehen zu sein. Die Gefühle, die die Protagonisten durchlaufen sind wunderbar beschrieben und ihre Handlungen sind bis ins letzte Mark schonungslos ehrlich. (Kalter Drogenentzug: grandios beschrieben!)
Natürlich lesen wir alle immer gerne von sonnigen Sympathieträgern, die keine bösen Sachen machen, aber so ist die Realität nun mal nicht immer – und mir persönlich wird es dann auch irgendwann langweilig. Die herzlichen, hübschen Protagonisten ähneln einander, der Handlungsrahmen wird lediglich gewechselt. Alles wirkt austauschbar - aber nicht besonders. Lese ich solche Romane gerate ich allenfalls für kurze Zeit ins Schwärmen, lege sie danach beiseite und vergesse sie dann wieder. Zurück bleibt eventuell ein warmes Gefühl, welches dann irgendwann erlischt.
Anders bei diesem Roman. Als ich es zu Ende gelesen hatte, merkte ich, wie tief berührt und betroffen ich war. Wie sehr ich mit gefiebert habe. Bei diesem Roman, konnte ich mich selbst mehr finden. Ich kenne ähnliche Situationen, ähnliche Verzweiflung und bin erleichtert, dass es auch andere Menschen gibt, die eben nicht perfekt sind und denen ebenso Affekt-Handlungen unterlaufen, die tatsächlich nicht immer fair und nett sind. Der Roman schwebt nicht. Man bleibt auf dem Boden und sieht ohnmächtig zu, wie sich alles immer mehr verdichtet bis es schließlich zu einem Show-Down kommt, welcher sich gewaschen hat. Zwischendurch jedoch auch immer wieder kleine Szenen, die einen lächeln lassen, die einen liebevoll berühren und hoffen lassen, und dann eben doch so authentisch sind, dass man doch immer wieder das Gefühl bekommt, den Protagonisten einen mahnenden Klatsch auf den Hinterkopf geben zu müssen.

Unfähigkeit zur Kommunikation, Introvertiertheit und das Los in einer heteronormativen Gesellschaft gefangen zu sein und die scheinbare Unmöglichkeit, sich dieser zu widersetzen, bestimmt einen maßgeblichen Handlungsstrang dieses Buches. So sehr ich in den Pausen der Interaktion der beiden Männer auch darauf gehofft habe, dass sie wieder aufeinander treffen, um so mehr war mir am Ende des Buches deutlich, dass jede einzelne Szene – und wirkte sie noch so unbedeutend - im Nachhinein ihre Rolle spielte, was die Geschichte am Ende abrundete und zu einem großen Ganzen vervollständigte. Es ist der erste Teil eines Zweiteilers, der mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt, aber auch mit einer unfassbaren Neugierde, wie der zweite Teil weitergehen wird. Stoff, für eine spannende Fortsetzung hat Reeves jedenfalls genug.
Fazit: Ein Erstlingswerk, welches in seiner Handlung und seinem Erzählstil sehr anspruchsvoll ist und für den ich sehr gerne und verdient eine Leseempfehlung aussprechen möchte.«
  13      0        – geschrieben von Yvaine
Kommentar vom 9. April 2017 um 18:35 Uhr (Schulnote 2):
» Wie sehr sich sein Leben mit der Übernahme eines Fahrtdienstes verändern würde, hätte Riley wohl nie zu träumen gewagt, aber mit dem Eintritt von Nathanyel in sein Leben, steht dieses plötzlich Kopf. Nate ist kein gewöhnlicher Mann. Seine Intelligenz ist kaum zu begreifen, ebenso wie sein Mangel an Empathie und seine Zwänge. Beide zusammen ergeben ein hochexplosives Gemisch, denn Riley selber ist auch nicht unbedingt für sein diplomatisches Geschick bekannt. Gefangen zwischen alten Lastern, begrabenen Erinnerungen und einer unerklärlichen Faszination zu Nate, ist Riley heillos überfordert und muss alles bisher Bekannte hinter sich lassen, um eine Chance auf eine ehrliche Zukunft zu bekommen.

Dieses Buch ist in der Kategorie Drama angesiedelt und genau als solches muss man es auch sehen. Es handelt sich nicht um eine verkappte Romanze, sondern um den Blick in das Leben von zwei Menschen, was in der Tiefe betrachtet düsterer kaum sein könnte.

Dass es sich nicht um typische Strahlemänner handelt, wird schon bei der Vorstellung von Riley deutlich. Er ist nicht zwingend sympathisch, auch wenn er in seiner Art durchaus reflektiert ist. Dass sein bisheriges Leben von falschen Entscheidungen geprägt ist, sieht er selber, zumal ihn ein gewaltiger Schuldenberg bei falschen Leuten immerfort daran erinnert. Riley ist recht vielschichtig gezeichnet worden, seine Handlungen dadurch nicht immer vorhersehbar oder gar nachvollziehbar. Die Päckchen, die er mit sich rumschleppt, kann er nie ganz ablegen und gibt dem Leser damit wenig Raum an ihn ranzukommen.

Nate ist für den Leser ähnlich distanziert, wenn auch auf eine andere Art. Da er aus der Psychiatrie abgeholt wird, ist von vorn herein klar, dass seine immensen Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion einen Grund haben. Welcher das ist, wird durch die Erzählperspektive gut verschleiert (das Geschehen präsentiert sich aus Rileys Sicht). Seine Intentionen bleiben so gut wie immer unklar, wobei das gewollt und toll umgesetzt worden ist.

Rileys und Nates seltsames Arrangement, ihre jeweiligen Probleme und die gut getarnten Absichten von letzterem, ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und legen einen dunklen Schatten von Vorahnungen und Befürchtungen über das Buch. Diese Entwicklungen sind unheimlich interessant, vor allem dadurch, dass es keine Regeln zu geben scheint, nach denen Wendungen eintreten. Das macht einen Großteil der Spannung aus, was ich sehr geschätzt habe.

Für mich bekommen die Nebenprotagonisten etwas viel Platz, gerade das mittlere Drittel wird beim Lesen etwas lang. Die Handlung wird da sehr gebremst, was bei einem 600 Seiten umfassenden Buch nicht unbedingt einfach zu handhaben ist. Aufgefangen wird das wiederum durch die gut gelegten Verknüpfungen, die Riley und Nate am Ende immer wieder in einen Kontext bringen. Selbst einfache Dinge/ Szenen werden im richtigen Moment aufgegriffen und erlangen dadurch plötzlich eine besondere Bedeutung. Das ist sehr effektvoll und auf den Punkt stimmig. Überhaupt gefiel mir die sonstige Gestaltung des Verlaufes recht gut, besonders die Einbettung der Handlung in Prolog und Epilog hat mir sehr gefallen.

Ein Teil der Informationen hätte noch besser in die Geschichte eingearbeitet werden können, an wenigen Stellen wird etwas viel erzählt, statt gezeigt. Das ist sicherlich nicht so einfach umzusetzen, da Riley nach außen sehr verschlossen ist, aber für mich als Leser war die Aufnahme der Hintergründe mitunter nicht einfach.

Der Schreibstil ist angenehm, die Protagonisten werden sprachlich sehr gut voneinander differenziert (was die Nebencharaktere ebenfalls betrifft) und auch die intimen Momente sind ihrer Situation entsprechend gut umgesetzt worden. Was nicht bedeuten soll, dass hier ein rosa Zauber über allem liegt. Die Protagonisten bleiben ihrer Funktion in der Geschichte treu und begehen viele Fehler, die zum Glück aber nicht kleingeredet, sondern beim Namen genannt werden. Ich wiederhole mich an dieser Stelle zwar, aber dieses Buch ist ein Drama und das ist mit jeder Seite klar.

Kommen wir zur Auflösung des Buches, die ich selbstredend nicht preisgeben werde, allerdings kann ich sagen, dass diese es ganz schön in sich hat. Emotional betrachtet, hat mich vor allem die Aktualität der Grundproblematik in der Gesellschaft umgenietet. Die Fiktion tritt zum Ende des Buches immer weiter in den Hintergrund und offenbart einen sehr realistischen Aspekt, der mich gerade wieder zu Tränen rührt.

Fazit: Ein sehr berührendes Drama, das keine klassischen Helden braucht, sondern die Protagonisten vor allem durch ihre menschliche Seite punkten lässt. Teil 1 ist bereits so angelegt, dass ich gespannt bin wie es weiter gehen wird. Irre Hoffnungen, Neugierde, Befürchtungen, Wut und Trauer wechseln sich in meinen Gedanken daran beständig ab. Genügend offene Probleme sind jedenfalls vorhanden, um eine spannende Fortsetzung vermuten zu lassen.

Von mir eine klare Leseempfehlung. Tolles Debut.«
  17      0        – geschrieben von Kristinas Bücherwelt
 
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