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Hoffen - Lieben - Glauben
Verfasser: Natascha Bergvolk (3)
Verlag: Books on Demand (869)
VÖ: 17. März 2017
Genre: Gegenwartsliteratur (1748)
Seiten: 264
Themen: Glaube (75), Hoffnungen (132), Liebe (356), Verkehrsunfälle (279), Verlust (276)
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Fröhlich sitzt Angelika morgens an ihrem Schreibtisch in der Anwaltskanzlei. Glücklich über ihre kleine Familie freut sie sich auf einen gemeinsamen Wochenendausflug.
Welch ein Schock als sie telefonisch vom Unfall ihres Mannes Martin informiert wird. Der erste Gedanke gilt ihrer Tochter Lena, wo ist sie? War sie im Auto mit dabei? Was ist mit Martin passiert, wie geht es ihm?
Noch ahnt sie nicht, wie sehr dieser Freitag das gesamte Leben der einstmals so fröhlichen Familie verändert.
Wieviel Hoffnung sie braucht um weiter zu funktionieren. Wie die Liebe erschüttert und hinterfragt wird. Und der Glauben an eine heile Zukunft für alle Drei in jeglicher Form total durcheinander bringt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Natascha Bergvolk für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Natascha Bergvolk gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.

Ein Wochenende im Zoo


Angelika freut sich. Es ist Freitag und für diese Woche der letzte Arbeitstag. Sie liebt ihre Arbeit beim Rechtsanwalt. Vor allen Dingen hat sie es geschafft, Chefsekretärin zu werden. Ihr Chef vertraut ihr sehr. Immer mehr Fälle legt er ihr zur Mitbestimmung vor. Einige Ordner hat sie vor sich liegen. Die will sie unbedingt noch heute fertig bearbeiten. Vor ihrem inneren Auge den bevorstehenden Ausflug überlegt sie, dass Martin vielleicht auch schon an seiner Arbeitsstätte sitzt. Lena vergnügt sich bestimmt schon in ihrer Kindergartengruppe. Martin ist der beste Papa und der rücksichtsvollste Ehemann. Mit Ruhe und Ausgeglichenheit widmet er sich seinem Kind , wofür Angelika dankbar ist. Und jedes Wochenende bekommt sie einen Strauss Blumen und Unterstützung im Haushalt. Sie ist so dankbar, ihre Familie ist ihr größtes Geschenk. Wie in einem Bilderbuch sieht Angelika ihre Gedanken ablaufen. Wer weiß wie lange sie noch so vor sich hingedämmert hätte, wenn nicht der schrille Klingelton vom Telefon auf dem Nachbarschreibtisch sie aus ihren Gedanken gerissen hätte. Sie schreckt sie auf und schaut nach der Uhr. „Oh,“ denkt sie, jetzt muss ich aber anfangen, sonst schaffe ich es nicht meine Arbeit bis heute Nachmittag zu erledigen.
     Ihre Arbeitskollegin schaut zu ihr und sagt „für dich Angelika, die Polizei.“
     Sie nimmt den Hörer und meldet sich freundlich: „Sommer - Rechtsanwaltskanzlei Knolle – guten Tag. Was kann ich für sie tun?“
     „Frau Sommer, ich muss ihnen mitteilen, dass ihr Mann einen Autounfall hatte und in das Krankenhaus gebracht wurde.“
     Angelika wird blass und holt tief Luft. Sie überlegt blitzschnell, ob sie richtig gehört hat und fragt: „Sind sie sicher, dass sie mich anrufen wollten? Mein Mann ist doch wahrscheinlich schon im Büro.“
     Frau Sommer heißt ihr Mann Martin Sommer ?“ „Ja das stimmt. Wo sollte der Unfall gewesen sein und wann? War er alleine im Auto?“
     „Der Unfall war kurz vor halb neun und soweit mir bekannt ist, war er alleine im Auto . Wie gesagt, er wurde in das Unfallkrankenhaus hier vor Ort gebracht. Dort werden sie auch weitere Informationen bekommen.“

***


Blass und zitternd legte sie den Hörer auf. Als erstes ruft sie im Kindergarten an um zu fragen, ob Lena gut angekommen wäre. Erleichtert über die Antwort, erklärt sie, dass ihr Mann einen Unfall hatte und sie jetzt froh wäre, dass wenigstens Lena gesund angekommen ist. Die Kindergärtnerin, Frau Klein, fragt ob sie das Mädchen über den Vorfall unterrichten soll. „Auf keinen Fall, das mache ich selbst.“
     „Oh Frau Sommer, hoffentlich ist es nicht so schlimm mit ihrem Mann. Selbstverständlich erzählen wir nichts. Und wenn sie Hilfe brauchen, bitte melden sie sich.“ Angelika bedankt sich und legt auf. Nun beginnt sie laut zu weinen. Ihre Mitarbeiter schauen ein wenig ratlos von einem zum anderen.
     Man versucht die Frau zu trösten. Selbst der Rechtsanwalt will was Nettes sagen. So bietet er ihr an, sie in das Krankenhaus zu fahren. Doch Angelika lehnt ab. Sie will erst nach Hause um Sachen für ihren Mann zu holen.Herr Knolle gibt ihr zu verstehen, dass er sie in diesem Schockzustand auf keinen Fall alleine auf die Straße lässt. Der Chef fährt sie und sagt tief betroffen: „Frau Sommer es tut mir so leid. Am Besten nehmen sie sich ein paar Tage frei, solange sie brauchen um alles zu regeln. Haben sie Jemand der ihnen beistehen kann?“ „Nein habe ich nicht. Meine Mutter wohnt sehr weit entfernt.“ „Ja da kann man dann nichts machen, wenn sie Hilfe brauchen, melden sie sich bitte bei mir. Und noch eines Frau Sommer, „Manche Menschen beten in solchen Situationen. Der Glaube hilft immer und ich wünsche ihnen und ihrem Mann einen guten Schutzengel.“
     Da wird Angelika wütend und brüllt ihren Chef an:„Ja so ein Mist hat mir gerade noch gefehlt, hören sie mit ihrem frommen Sprüchen auf. Ich kann es nicht mehr hören. Der liebe Gott und seine Schutzengel wo waren sie denn als Martin sie brauchte? Können sie mir das sagen? Martin ist so sicher, dass ihm niemals was passiert, weil er gläubig ist und oft am Sonntag in der Kirche sitzt. Erzählen sie mir nicht solche Märchen. Bleiben sie bitte sofort stehen, ich will den Rest des Weges alleine zu Fuß gehen.“
     Herr Knolle ist erschüttert. Auf diese Reaktion ist er nicht vorbereitet. Ruckartig tritt er auf die Bremse. Wortlos steigt Frau Sommer aus. Er kann nichts mehr sagen außer „alles Gute.“ Angelika geht ohne sich umzusehen einfach weiter. Irgendwann kommt sie zu Hause an und setzt sich heulend auf den Stuhl. Der letzte Rest des Weges hat sich unendlich gezogen. Solange war sie noch nie unterwegs, obwohl sie diesen Weg schon oft gelaufen ist. Nach eine Weile holt sie eine Tasche und überlegt, was Martin im Krankenhaus wohl brauchen wird. Sie packt Waschzeug, Pyjama und Unterwäsche ein. Dann ruft sie ein Taxi und lässt sich zum Unfallkrankenhaus bringen. Nervös fragt sie sich durch, wo sie ihren Mann finden kann. Sie bekommt gesagt, das Martin bereits im OP liegt. Am Besten wartet sie vor den Operationsräumen. Dann kann sie ihn wenigstens kurz sehen, wenn er auf sein Zimmer kommt. Unruhig und leise weinend läuft sie den Gang hin und her. Ein Arzt scheint die erschütterte Frau zu bemerken. Er fragt wie er helfen kann. Angelika erzählt ihm, dass ihr Mann da drinnen operiert würde und sie warten möchte, bis er heraus geschoben wird. Der freundliche junge Mann sagt zu der Dame, dass das keine Lösung wäre. So Operationen dauern einige Zeit und man kann nie genau sagen wie lange.Bis ihr Mann diese Räume hier verlassen kann, wird es möglicherweise spät sein. Ich gebe ihnen eine Telefonnummer. Dort rufen sie am Besten heute Abend an. Da kann man wahrscheinlich schon mehr sagen. Bis dahin wird es am Besten sein, wenn sie nach Hause gehen. Alles Gute .“ Der Arzt geht durch die Pendeltüre zu den Operationsräumen und Angelika überlegt wie sie vorgehen möchte. Einen kurzen Blick nur wirklich ganz kurz möchte sie Martin sehen. Und wenn sie doch wartet? Vielleicht geht es doch schneller. Hier sind Stühle, da könnte man ja warten.
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