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Schwarzes Blut 4 - Wolfswille
Verfasser: Melanie Vogltanz (19)
Verlag: Papierverzierer (153)
VÖ: 17. März 2017
Genre: Horror (1304) und Mystery-Roman (355)
Seiten: 328
Themen: 19. Jahrhundert (1271), Gewalt (412), Intrigen (1173), Kopfgeldjäger (83), London (1568), Unsterblichkeit (195), Wölfe (286)
Reihe: Schwarzes Blut (6)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Schwarzes Blut 4 - Wolfswille« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 13. April 2017 um 21:19 Uhr (Schulnote 1):
» Das Buch liefert eine neue Sicht auf die Jack the Ripper Morde, der Handlung werden gelungen Anteile anderer bekannter Geschichten aus dieser Zeit hinzu gemixt und als Hauptperson gibt es einen Unsterblichen, dessen Wolfskräfte nicht nur den Vampiren missfallen. Ein Buch, in dem so viel steckt, dass man als Leser weit über die Handlung hinaus seine Gedanken spielen lassen kann.

Inhalt:
Alfio versucht im London des Jahres 1888 den Wolf in sich mit Opium zurückzudrängen. Bei ihm handelt es sich um einen Hemykin, einen unsterblichen Wolfsmenschen. Er verdient sich seine Drogeneskapaden als Geldeintreiber. Doch da taucht plötzlich eine Bestie in der Nachbarschaft auf, die Prostituierte auf grausamste Art und Weise umbringt. Die Opfer waren junge Vampire, deren Verwandschaft natürlich Alfio verdächtigt. Er wird immer tiefer in die Geschichte hineingezogen, während der wirkliche Täter weiter ungestört agieren kann.

Setting und Stil:
Melanie Vogltanz gelingt es hervorragend, die damalige Zeit zum Leben zu erwecken. Dabei entführt sie den Leser in die eher unschönen Ecken der Stadt, die für Auge und Nase kaum Angenehmes zu bieten haben. Besonders gefallen hat mir der an eine von Lovecrafts Geschichten erinnernde Anfang im ewigen Eis gefallen. Es wird eine ganz besondere Stimmung erzeugt, die sich durchs gesamte Buch zieht.
Als Leser wird uns vor allem Alfios Sicht der Handlung präsentiert.

Charaktere:
Alfio ist als Unsterblicher, der ab und an dem Drängen des Wolfes in sich nachkommen muss, ein Charakter, dem man durchaus gerne durch die Handlung folgt. Seine Entscheidung, dem Wolf Einhalt zu gebieten, führen allerdings dazu, dass er sich von anderen Dingen abhängig macht. Er ist also kein strahlender Held, sondern hat viele Ecken und Kanten, die einem nicht unbedingt gefallen müssen.
Zum Glück stößt er im Verlauf des Buches auf einige charismatische Menschen, die ihm zur Seite stehen. Bewegend ist es, wenn die Wolfsseite einen Partner findet.
Natürlich haben die Vampire, bzw. die Strigoi auch viel mehr zu bieten, als man den üblichen Klischees zutrauen würde. Es entwickeln sich spannende und überraschende Begegnungen und Beziehungen, die ich so nicht vorhersehen hätte können.
Jack the Ripper hat natürlich auch seinen Auftritt und darf als großer Gegenspieler vieles durcheinander bringen. Ein würdiger Gegner, der einen überraschenden Plan umzusetzen versucht.

Geschichte:
Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt, denen jeweils ein Zitat aus einem der drei wohl bekanntesten Horror-Geschichten aus dieser Zeit voran steht. Die Handlung dieser Bücher wirkt sich dann auf den jeweiligen Abschnitt aus und gibt den groben Rahmen der Ereignisse vor, die Alfio beschäftigen werden. Eine erstklassige Idee, die gelungen umgesetzt wurde und eine einmalige Verwebung unterschiedlichster historischer Vorlagen erzeugt.
So gibt es neben der Haupthandlung vieles zu entdecken und nachzuvollziehen. Trotzdem gelingt es der Autorin, alles unter einen Hut zu bringen und den roten Faden nie zu verlieren.

Fazit:
Ich freue mich, dass es zu diesem gelungenen Grusel-, bzw. Horrorroman im Verlauf des Jahres eine Fortsetzung geben wird. Tolle Charaktere, eine im Umbruch befindliche Zeit und eine Geschichte, die voller Überraschungen und Anspielungen ist. Eine Leseempfehlung für jeden Fan des Genres, der die historischen Vorbilder kennt, oder das Buch als Anregung nehmen möchte, sie kennenzulernen. Ein Muss für jeden, der die Jack the Ripper Geschichte mit mystischen Elementen angereichert sehen will.«
  17      1        – geschrieben von utaechl
 
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