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Der letzte Überlebende
Verfasser: Sam Pivnik (1)
Verlag: Theiss (19)
VÖ: 13. März 2017
Genre: Biografie (1183)
Seiten: 296
Themen: Auschwitz (19), Ghettos (23), Holocaust (39), Konzentrationslager (48), Nationalsozialismus (210), Schlesien (14), Überleben (136), Zweiter Weltkrieg (365)
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Lesermeinungen (6)     Blogger (8)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 13. April 2017 um 20:40 Uhr (Schulnote 1):
» Was für ein Buch, was für eine Lebensgeschichte.
Sam ist 13, als die deutsche Wehrmacht in Polen einmarschiert. Die Leute denken, dass bald Hilfe von Seiten der Franzosen oder Briten kommen wird, aber niemand ist da, um ihnen zu helfen. Um das Grauen abzuwenden, das sich mehr und mehr verbreitet.

Sam und seine Familie werden vertrieben und kommen dann nach Auschwitz-Birkenau. Er ist gerade mal 16. Seine Kinder- und Jugendjahre hat er wohlbehütet mit den Eltern, Geschwistern und der Großmutter verbracht. Doch von heute auf morgen ist all das vorbei. Es ist vorbei, ein normaler, Fussball spielender Junge zu sein, es ist vorbei, in der Schule zu lernen oder zu lachen. Denn nun erlebt er die Hölle auf Erden, eine Hölle, die "Menschen" geschaffen haben.
Er verliert seine Familie und sieht jeden Tag das absolute Grauen, das niemand auch nur erleben sollte.

Ich muss sagen, dass ich beim Lesen öfter tief durchatmen musste, und dass mir auch Tränen in den Augen standen. Zu erschütternd, zu schlimm sind die Ereignisse, die Sams junges Leben bestimmt haben. Da fragt er sich zurecht, wo Gott zu dieser Zeit war.
Es ist unglaublich, wie oft er überlebt hat, welch starken Lebenswillen er in sich hatte, wie er sich schlau und verbissen durch diese Welt des Todes, der Folterungen und der Unmenschlichkeit gekämpft hat.
Neben Auschwitz hat er zudem noch auf einem anstrengenden und kräftezehrenden Todesmarsch und dem Schiff Cap Arcona ums Überleben kämpfen müssen, das von den Briten bombardiert wurde.
Wie viel kann ein Mensch ertragen?

Mich hat es unfassbar traurig gemacht, was Sam alles verloren hat. Seine Unbeschwertheit, seine Jugend, seine Familie, sein Zuhause, seine Hoffnungen. Aber selbst jetzt noch, ist er ein Kämpfer. Ein Mensch, der überlebt hat, und der Welt erzählt, was sich damals zugetragen hat. Gegen das Vergessen, gegen Ignoranz.

Für all das, was damals geschehen ist, gibt es keine Wiedergutmachung, keine Entschuldigung. Ein Stück Geschichte, das es niemals hätte geben dürfen.

In dem Buch findet man auch Bilder und Zeichnungen, die das Ganze noch untermalen.

Bedrückend und niederschmetternd.«
  14      0        – geschrieben von Legeia
Kommentar vom 29. März 2017 um 10:47 Uhr (Schulnote 1):
» Ein erschütterndes Zeugnis eines der letzten Zeitzeugen

"Die Leute fragen mich oft, warum ich so lange gewartet habe meine Geschichte zu erzählen. Das ist eine einfache Frage, aber die Antwort ist es nicht." (Sam Pivnik)
Der 13-jährige Szlamek Pivnik, erlebte bisher eine unbekümmerte Kindheit in Bedzin. Doch dann musste mit ansehen wie die Deutschen am 1. September 1939 in Polen einmarschierten. Ab diesem Tag feierte man auch Sams Geburtstag nicht mehr, auch seine Bar Mizwa wurde nicht groß gefeiert. Doch das dies nur der Anfang sein sollte hatte Sam damals nicht gedacht, wie auch, er war noch ein Kind. Der Vater war Schneider, Mutter war eine gute jüdische Mutter, dann gab es noch die Schwestern Hendla, Chana und seine Brüder Majer, Wolf und Josek. Irgendwann kamen sie in das Ghetto in Kaminoka, Sam berichtet: "Da saß ich auf dem Dachboden mit seinen 17 Jahren, trank Pisse, hörte seine Familie schluchzen und draußen schossen die Deutschen". Doch auch diese Zeit verging und sie wurden in ein Lager abtransportiert. Dies war so ein Ort, wo man Männer zu Krüppel prügelte, nur weil sie eine höfliche Frage stellten. Dieser Ort war kein anderer als Auschwitz Birkenau, hier war Schlafen Luxus, Schläge waren an der Tagesordnung, Essen gab es nur spärlich, die Kälte grausam und wer nicht lernte, der starb. Die Hölle konnte nicht schlimmer sein als dieser Ort, aber das sollte nicht Sams letztes Martyrium sein was er erleben musste. Vierzehnmal kann er in dieser Zeit dem Tod entrinnen, er überlebt als einziger seiner Familie und dies ist seine Geschichte.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich neugierig gemacht, da ich schon viele Berichte von Überlebenden gelesen habe. Ich kann Sam nicht oft genug danken, das er uns an seiner wahren Geschichte teilhaben lässt. Diese Berichte und Bücher wühlen und erschüttern mich jedes Mal aufs neue, auch wenn ich schon so viele gelesen habe. Gerade in der heutigen Zeit wo der Antisemitismus wieder zunimmt, müssen wir achtsam sein. Ich habe diese Gelände von Auschwitz vor Jahren besucht, habe selbst mit Zeitzeugen geredet und bin jedes Mal erschüttert was diese Menschen durchlebt haben. Deshalb kann ich Sam auch verstehen, warum er so lange geschwiegen hat. Viele Überlebende können über ihr Erlebnisses nicht reden, nicht mal mit ihren eigenen Kindern. Grausam waren die Bedingungen um das tägliche Überleben in dieser Zeit für Juden. Sam gibt uns in seinem Buch genügend Einblick dazu, auch wie er dies alles als Kind empfunden hat. Dieses Buch schildert Sams Leben zwischen 13 und 22 Jahren, es zeigt auf durch welche Hölle er ganz alleine gehen musste. Und da fragen wir uns allen Ernstes wieso wir immer noch für diese Menschen bezahlen müssen? Menschen, die unser Volk schlimmer behandelt hat als jedes Tier. Immer wenn diese Frage aufkommt, sollte man diesen Sams Bericht vorlesen. Ein Buch, das jeder lesen sollte, damit es nie wieder so weit kommt, das man einem Volk so was antut. Vergebung ist möglich, hat mal ein Überlebender zu mir gesagt, aber vergessen kann man nie. Wir sollten diesen Mensch aufmerksam zuhören, den es werden immer weniger die aus der Zeit berichten können. Deshalb sind diese Zeugnisse aus der Zeit, die Bücher die geschrieben werden um so wichtiger. Ich kann nur jedem raten sich einmal diese Lager anzusehen, manch einem werden da er die Augen geöffnet. Von mir für diesen eindrucksvollen Lebensbericht eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.«
  9      0        – geschrieben von claudi-1963
 
Kommentar vom 21. März 2017 um 20:28 Uhr (Schulnote 1):
» Szlamek Pivnik feiert gerade seinen dreizehnten Geburtstag, als die Wehrmacht 1939 in Polen einmarschiert. In der Folge verliert seine jüdische Familie immer mehr Rechte, bis sie 1943 nach Auschwitz-Birkenau deportiert werden. Im Gegensatz zu seiner Familie überlebt Szlamek das Konzentrationslager und erzählt mehr als 70 Jahre später seine Erlebnisse als polnischer Jude während des zweiten Weltkriegs.Die letzten Kapitel fassen kurz sein Leben in den Jahren nach Kriegsende zusammen.

Der Autor Sam Pivnik, der zu dieser Zeit noch Szlamek hiess, erzählt seine Geschichte in der Ich-Perspektive. Er bleibt dabei eher nüchtern, fast kühl, was ich aber ziemlich passend fand. War er als Jugendlicher erlebt hat war so schrecklich, dass alleine die Schilderung der Tatsachen ausreicht, um den Leser tief zu berühren. Eine pathetische Wortwahl oder ein Drücken auf die Tränendrüse wäre hier zu viel gewesen. So stellt sich das Buch als das dar, was es auch ist: die Dokumentation eines Schicksals, das Sam mit Millionen von anderen geteilt hat, mit dem Unterschied, dass er es als einer der wenigen überlebt hat und heute davon erzählen kann. Bei der Lektüre fühlte ich mich öfters, als würde ich neben Sam auf einer Bank sitzen und er würde mir seine Geschichte selbst erzählen.

„Der letzte Überlebende“ ist in erster Linie ein Zeitzeugenbericht über eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Im Holocaust während des zweiten Weltkriegs wurden mehr als sechs Millionen Juden ermordet, rund eine Million davon im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Sam Pivnik erzählt aber nicht nur von seinen Erlebnissen, sondern bringt auch Zahlen und Namen. Man merkt, dass er sich in den Jahren danach intensiv mit dem Konzentrationslager befasst hat, da er Fakten auflistet, die er damals schlicht nicht wissen konnte. Daher erinnert das Buch öfters fast eher an ein nüchternes Geschichtsbuch mit Fakten als an wahre Erlebnisse. Ich denke, dass dieses Abstrahieren, das Auflisten von Fakten Sam Pivniks Weg ist, mit den erlebten Gräueltaten umgehen zu können und sie emotional von sich fernzuhalten, um nicht daran zu zerbrechen.

Neben dem Text enthält das Buch auch einige schwarz-weisse Abbildungen von Karten, um sich die Umstände des Lagers und des Todesmarsches besser vorstellten zu können, sowie Fotos von Auschwitz-Birkenau und der Familie Pivnik.

Mein Fazit
Ziemlich nüchtern geschildert, aber trotzdem sehr berührend.«
  15      1        – geschrieben von Aglaya
 
Kommentar vom 19. März 2017 um 18:10 Uhr:
» Ergreifend...

Das Buch ist in meinen Augen absolut empfehlenswert - eine richtig berührende und ergreifende Erzählung. Das Buch hat mich persönlich schon nach wenigen Seiten eingefangen und an sich gebunden. Ich habe mitgefiebert und mitgefühlt, wie es selten bei einem Buch ist.
Das Buch gehört normalerweise so gar nicht zu meinen bevorzugten Genre, jedoch ist es ein bedeutendes Thema, was jeden von uns betrifft, deswegen greife ich bewusst immer wieder zu Büchern wie zu diesem. Ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen, und hoffe, dass es noch viele viele Menschen genauso erreicht, wie mich.
Ein Buch, mit einem tollen Schreibstil und einer wichtigen Botschaft.«
  10      0        – geschrieben von book_lover
Kommentar vom 13. März 2017 um 20:02 Uhr (Schulnote 1):
» Sam Pivnik hat den Holocaust überlebt und jetzt, nach so vielen Jahren, schreibt er über sei-ne Erlebnisse in dieser schlimmen Zeit. Die ganze Kriegsgeneration hatte keine Therapie, müssen mit ihren Erlebnissen einfach weiter machen, egal wie unter den Erinnerungen gelit-ten wird und es dann irgendwie tot geschwiegen wird.
Als gerade mal Teenager wird Sam Pivnik nach Auschwitz gebracht, sieht wie seine Familie in Richtung Gaskammern gewunken wird, er überlebt Krankheit und Mengele, Todesmär-sche und den Untergang der Cap Arcona. Er musste nach dem Krieg seinen Weg finden, über England und Israel und versucht zu verstehen, aufzuklären. Wie danach die vielen Nazis ein-fach weiter machen konnten, er besucht seine alte Heimat.
Ein ergreifendes Buch, was fassungslos macht. Alle machten mit, aus Überzeugung oder Angst, die Menschlichkeit blieb irgendwo. Warum hörten so viele Leute auf den Einen mit der irren Idee der Arier als was besseres und Juden als Untermenschen sieht. Verstehen kann man das auch jetzt nicht, aber es sollte nie vergessen werden! Sam Pivnik beschreibt die Zeit der Naziherrschaft sehr intensiv. Was er durchlebte möchte ich mir gar nicht näher vorstel-len, so schlimm, das Lesen reichte. Wie übersteht man so etwas, wo der Horror scheinbar kein Ende nimmt? Woher kommt die Kraft, nicht einfach aufzugeben?
Diese wahre Geschichte ist sehr gut aufgeschrieben, hat deutlich mehr als aufgeschriebene Erinnerungen. Schade, dass dies alles wahr ist und kein Roman.
Ein wichtiges Buch über eine schlimme Zeit. Vor Sam Pivnik kann ich mich nur verbeugen und niemand sollte die Geschehnisse vergessen, damit es nie wieder passiert.«
  13      0        – geschrieben von Everett
Seite:  1 2
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