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Eric

Verfasser: Marco Monetha (4)
Verlag: Schardt (15)
VÖ: 15. Juni 2016
Genre: Thriller (9038)
Seiten: 243 (Taschenbuch-Version), 327 (Kindle-Version)
Themen: Dorf (1614), Freundschaft (3129), Geheimnisse (6312), Mord (9513), Norddeutschland (98)
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Lesermeinungen (1)     Blogger (4)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 13. Februar 2017 um 7:46 Uhr (Schulnote 1):
» Was war ich doch gespannt auf dieses Buch! Schonungslos, nichts für Zartbesaitete, brutal ~ all diese Worte fielen in anderen Rezensionen. Und ich kann dem nur zustimmen: Hier steht nicht nur Thriller drauf, hier ist auch Thriller drin!

„Wo einst ihr wallendes, braunes Haar den Hinterkopf bedeckte, war jetzt nur noch ein feucht glänzender, verklebter Haufen Haare zu sehen. Knochensplitter ragten wie kleine Eisbergspitzen aus ihrem Schädel.“ (S. 7)

Das Buch beginnt mit dem brutalen Mord an Erics Mutter. Es war kein Überfall, sondern eine gezielt inszenierte Nachstellung eines Gemäldes, eines sogenannten Tableau vivant. Und so glaubt Eric zu wissen, wer der Täter ist. Denn dieser ist ihm nahe, ein alter Freund mit schrecklichen Geheimnissen.

Durch verschiedene Rückblicke in die Jahre `88 und `95 skizziert der Autor das Kennenlernen und vertiefen dieser Freundschaft.
Eric, damals 11 Jahre, lebte mit seiner Mutter und ihrem Lebensgefährten zusammen. Mit dieser Situation war Eric unglücklich, denn Jörg ließ seinen Frust grundlegend an ihm aus und er hatte niemandem mit dem er darüber reden konnte, der ihm helfen konnte.
Buck, damals Anfang 20, hatte eine schreckliche Kindheit, mit welcher die Leser im Verlauf des Buches konfrontiert werden. Doch dies ist nicht sein einziges finsteres Geheimnis und als er bemerkt in welcher Situation sein neuer Freund Eric ist, weiht er diesen darin ein.
26 Jahre später müssen sich die beiden diesem und weiteren Geheimnissen stellen.

Von Beginn an war ich mitten in der Geschichte und diese hat mich gefesselt! Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit erzeugt einen guten Spannungsbogen und ließ mich immer wieder zum Buch greifen. Ein grauenhaftes und schreckliches Bild gestaltet der Autor, bei dem zunächst viele Fragen entstehen. Immer wieder werden Andeutungen gemacht, ohne das daraus der wahre Täter hätte entdeckt werden können.

Marco Monetha ist es gelungen verschiedene Ebenen in der Geschichte miteinander zu verweben. Von makabrem Humor, über Erotik-Szenen, welche sich unter anderem zu einem Akt der Gewalt steigern, bis hin zur detaillierten Beschreibungen von Folterung und Tötung. Und doch schafft es der Autor, diese ungewöhnliche Freundschaft auf einer Ebene einzubauen die nicht nur brutal ist, sondern leise mit tiefer Verbundenheit einher geht.

Die Kapitel wechseln zwischen mehreren Protagonisten, wobei der Fokus auf Eric und Buck liegt. Ich fand es sehr passend Eric in den Gegenwarts-Abschnitten als einzigen Protagonisten in der Ich-Perspektive zu begleiten. Auch Buck hat seinen individuellen Platz innerhalb der Geschichte gefunden, denn durch die kleinen Anmerkungen zu seinem Keller wird ein Spannungsbogen aufgebaut, welcher sich bis zu den letzten zwei Seiten des Buches hält.

Ein gelungenes Thriller-Debüt und ein Buch das dazu verführt mit Protagonisten zu sympathisieren, denen ich im wirklichen Leben nicht begegnen möchte. Ich freue mich nun auf das nächste Buch des Autors (Titel: „JONAS“), welches voraussichtlich im Sommer erscheinen soll.«
  13      0        – geschrieben von Janna [KeJas-BlogBuch]
 
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