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TASCHENBUCH
 
Deadly Sin Saga 1 - Exordium
Verfasser: Lana Rotaru (13)
Verlag: Books on Demand (3195)
VÖ: 3. Februar 2017
Genre: Fantasy (12230), Jugendliteratur (7081) und Romantische Literatur (21257)
Seiten: 272
Themen: Prüfungen (105), Spiele (124), Sünden (93), Verträge (62)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ein Vertrag.
Zwei Seiten.
Drei Personen.
Sieben Todsünden.
Acht Prüfungen.

Himmel oder Hölle?
Leben oder Tod?

»Ich freue mich auf das Spiel, Avery …«
Lesermeinungen (4)     Leseprobe     Blogger (7)     Tags (1)     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lana Rotaru für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lana Rotaru gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Eins


Die Worte »Du wirst an deinem achtzehnten Geburtstag sterben« versauten einem den Tag. Daher war ich, im Nachhinein betrachtet, froh darüber, dass ich am Montagvormittag noch nichts von meinem Schicksal wusste. Ein solcher Wochenstart wäre echt das Letzte gewesen ...
     »Ms. Harper!« Mrs. Fitzpatrick – meine Englischlehrerin – baute sich vor mir auf und stemmte ihre geballten Fäuste in die Seite. Trotz ihrer ein Meter fünfundsechzig Körpergröße – und geschätzt gleichen Breite – schaffte es die ältere Dame, mich einzuschüchtern. Mit ihren blond gefärbten Haaren, die einen fiesen Gelbstich besaßen, dem strengen Dutt, den viel zu grell geschminkten pinken Lippen und der schwarzen Hornbrille blickte sie funkelnd auf mich herab. »Wie oft soll ich Sie eigentlich noch verwarnen? Sie kennen die Regeln! Hausaufgaben dienen einem gewissen Lernzweck, den Sie jedoch außer Kraft setzen, wenn Sie Mr. Hill abschreiben lassen!«
     Ich öffnete den Mund, um mich zu verteidigen – immerhin war das eine haltlose Unterstellung –, als ein leises Lachen neben mir erklang. Ungewollt begannen meine Mundwinkel zu zucken, aber ich versuchte mit aller Macht ein Grinsen zu unterdrücken. Immerhin sollte mich der alte Drache nicht gleich wieder zum Nachsitzen verdonnern. Das hatte Mrs. Fitzpatrick nämlich bereits letzte Woche getan, weil ich – angeblich – einen angebissenen Apfel nach ihr geworfen hatte. Dabei aß ich nicht einmal gerne Äpfel. Oder überhaupt Obst. Der einzige angebissene Apfel, den ich in meiner Nähe duldete, war das Firmenlogo auf meinem Notebook.
     Doch natürlich waren Mrs. Fitzpatrick meine Unschuldsbeteuerungen völlig egal und sie schickte mich zum Direktor, der mir eine Strafpredigt hielt, ehe ich zur Strafstunde schlich. Doch das Glück war mir hold, denn genau an diesem Nachmittag gab es eine Feueralarmübung und wir durften anschließend nach Hause gehen. Als ich am nächsten Tag wieder im Englischunterricht saß, hatte meine Lehrerin ihre Strafe vergessen und ich kam ungeschoren – und immer noch unschuldig – davon.
     Ein glücklicher Zufall? Vielleicht. Allerdings glaubte ich nicht an Zufälle. Zumindest nicht mehr. Das lag hauptsächlich an Adam, meinem besten Freund. Ich wusste zwar nicht, wie er es geschafft hatte, aber der Probealarm ging auf seine Kappe, da war ich mir sicher. Und da Adam regelmäßig für die wunderlichsten Dinge verantwortlich war, hatte ich nach zwölf Jahren inniger Freundschaft aufgehört, mich über solche Merkwürdigkeiten zu wundern. Auf mein Nachfragen hin erhielt ich sowieso nie eine Antwort. Adam hütete seine Geheimnisse wie der Drache Smaug seinen Schatz.
     »Und Sie, Mr. Hill!« Mrs. Fitzpatrick riss ihren Kopf ruckartig nach rechts zu meinem Sitznachbarn. »Für diesen wiederholten Täuschungsversuch sollte ich Sie beide nachsitzen lassen, und das mindestens für eine Woche!« Das Gesicht unserer Englischlehrerin nahm mit jedem Wort mehr und mehr die Farbe einer reifen Erdbeere an und ich versuchte mich an meinen letzten Erste-Hilfe-Kurs zu erinnern. Sicher war sicher.
     »Das könnten Sie tun, Mrs. Fitzpatrick, andererseits würden Sie uns – und sich – damit nur den Montag verderben. Und wenn Sie ehrlich zu sich selbst sind, wollen Sie das doch gar nicht, oder?« Adams Stimme klang hell und rein, wie ein Glockenspiel. Sie umschmeichelte einen wie ein feines Seidentuch, bis man unweigerlich vergaß, weshalb man sich eigentlich mit ihm stritt.
     Ich kannte diesen Trick und ich hasste ihn abgrundtief.
     Na gut, das stimmte so nicht. Ich hasste es nur, wenn Adam ihn gegen mich verwendete. Was er glücklicherweise nicht mehr tat, seitdem ich ihn einmal ordentlich zurechtgestutzt hatte. Da uns dieser Psychotrick – ich wusste nicht, wie ich es sonst nennen sollte – jedoch bereits mehrfach Ärger erspart hatte, beschwerte ich mich nicht, wenn Adam ihn gegenüber anderen einsetzte. Lieber nutzte ich die Energie und versuchte immer mal wieder, ihm die Erklärung dieses Geheimnisses aus den Rippen zu leiern. Doch egal, wie viel ich nörgelte, bettelte oder ihn zu bestechen versuchte, Adam grinste nur verschwörerisch, sagte so etwas wie: »Ein Magier verrät nie seine Tricks« und wechselte anschließend das Thema, bis ich keine Lust mehr hatte, mir noch länger über seine Geheimniskrämerei den Kopf zu zerbrechen.
     Die Gesichtsfarbe unserer Lehrerin normalisierte sich wieder und ihre verkniffene Mimik wich einem zarten Lächeln. Einsetzendes Gemurmel zeugte davon, dass der übrige Kurs sich wieder anderen Themen zuwandte.
     Mrs. Fitzpatrick strich sich über die Jacke ihres dunkelgrauen Nadelstreifen-Hosenanzugs. »Nun ja, da haben Sie wohl recht. Besonders da heute ein so schöner Tag ist, nicht wahr?« Mit glasigem Blick drehte sie sich zur Seite und sah aus dem Fenster.
     Als würde ich einem Reflex folgen, sah auch ich hinaus und betrachtete den strahlend blauen Himmel, der sich durch das große, schlecht geputzte Glas präsentierte. Der alte Besen hat recht. Heute war tatsächlich traumhaftes Wetter – was für San Francisco im Monat Mai jedoch keine große Besonderheit darstellte. Hier schien die Sonne dreihundertsechzig Tage im Jahr – selbst bei Regen.
     »Na, sehen Sie.« Adams Stimme riss mich aus meinen Gedanken und lenkte mich zurück in die Realität. »Und wenn ich mich nicht täusche, haben Sie heute Abend ein Date mit Mr. Miller, oder?« Er wackelte mit seinen Augenbrauen, was einerseits völlig unpassend und gleichzeitig megawitzig aussah. Mühsam verkniff ich mir ein Grinsen, obwohl Mrs. Fitzpatrick gar nicht zu uns rübersah. Ihr Blick war noch immer verträumt auf die wogende Wiese gerichtet. Wahrscheinlich stellte sie sich gerade vor, wie sie ihrem Date bei einem romantischen Picknick Weintrauben in den Mund schob.
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