Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
42.582 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »elly76«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
BROSCHIERT
 
Unsere Hälfte des Himmels
Verfasser: Clarissa Linden (2)
Verlag: Knaur (1396)
VÖ: 6. Januar 2017
Genre: Historischer Roman (3806)
Seiten: 448
Themen: Dreißiger Jahre (172), Fassade (321), Fliegen (53), Frankfurt (228), Frauen (657), Kassel (6), Nationalsozialismus (254), Piloten (123), Sehnsüchte (437), Siebziger Jahre (127), Verrat (920)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,00 (100%)
auf Basis von einem Blogger
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Eine Durchschnittsnote wird erst angezeigt, wenn 10 Stimmen abgegeben wurden.
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Wer spannende Familiengeheimnisse vor historischer Kulisse mag, wird diese Buch lieben! Die Erzählstränge verlaufen parallel 1935 und 1971. Erzählt wird die Geschichte von Amelie und Liselotte – Mutter und Tochter, die einander so fremd sind. Sie ist extrem spannend und mitreißend, man fiebert dem nächsten aufzudeckenden Geheimnis geradezu entgegen. Und so ganz nebenbei hat die Autorin spannende Fakten zum Thema „fliegende Frauen“ eingebaut.
Lesermeinungen (4)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 23. März 2017 um 13:12 Uhr:
» Frauen und ihr Kampf ums Glück

Die Story: In den 1930ern kämpfen zwei junge Frauen dafür, ihren Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Was heute niemanden mehr überraschen würde, war damals fast unmöglich, doch Johanna und Amelie, die nahezu unzertrennliche Freundinnen sind, erkämpfen sich einen Ausbildungsplatz als Fliegerinnen von Motorfliegern. Amelie verliebt sich in Felix und Johanna kann damit nicht umgehen, denn sie will niemanden zwischen sich und Amelie lassen. Das Drama nimmt seinen Lauf.

1971 reist Amelies Tochter Lieselotte nach Frankfurt. Nach einem Unfall liegt ihre Mutter im Koma. Lieselotte weiß nicht viel über die Vergangenheit ihrer Mutter und noch weniger, wer ihr leiblicher Vater ist. Das Mutter-Tochter-Verhältnis war nicht sehr innig. Lieselotte macht sich mit Amelies Nachbarin auf Spurensuche und entdeckt eine ganz andere Amelie, als die, die sie ihr Leben lang kannte …

Das Buch ist in beiden Zeitebenen sehr interessant, zeigt es doch die Probleme, die beide Frauen (Mutter und Tochter) in ihrer eigenen Zeit haben und hatten. So unterschiedlich sie sind, so ähnlich sind ihre Kämpfe, Träume und Wünsche, ihre Leiden und Sehnsüchte. Doch obwohl sie sich so sehr gleichen, konnten sie nicht miteinander darüber sprechen.

Der Stil von Clarissa Linden liest sich sehr gut und flüssig. Nichts wird überspannt oder überzogen dargestellt. Alle Situationen sind glaubwürdig und schlüssig dargestellt. Das Thema ist natürlich kein leichtes, sodass man hin und wieder doch eine kleine Auszeit braucht, um es zu verarbeiten.

Romane, die auf zwei Zeitebenen spielen, sind momentan sehr angesagt und ich mag sie auch wirklich gern. Die Vergangenheit hat immer Auswirkungen auf unsere Gegenwart und es ist faszinierend, das so klar und fokussiert in einem Roman ebenfalls zu erleben.

Die Zeit des Nationalsozialismus ist immer ein schwieriges Thema. Ich gebe zu, es belastet mich, Schicksale der Menschen damals bewegen mich sehr und ich dosiere solche Bücher für mich sehr sparsam. Ich möchte diese Zeit nicht verdrängen, doch bin ich sehr froh, dass sie Vergangenheit sind. Es ist jedoch wichtig, dass künftige Generationen wissen, wie abgrundtief schlecht viele damals waren und wie leicht sie zu Verrätern wurden. Schon allein deshalb brauchen wir Romane wie diesen.

Wunderschön und sehr informativ finde ich auch das angehängte „Nachwort und Hintergrund“. Es zeigt, dass sich die Autorin intensiv mit den Themen Frauenbewegung, Kommunikation und der Aufarbeitung des Nationalsozialismus beschäftigt hat und sehr gut recherchiert hat. So wird die Story dichter und zeigt ein zwar fiktives, doch aber realitätsnahes Stück Zeitgeschichte. Von mir bekommt „Unsere Hälfte des Himmels“ vier Sterne.«
  9      0        – geschrieben von Wortschätzchen
Kommentar vom 7. Februar 2017 um 12:18 Uhr (Schulnote 1):
» Dieser Roman reizte mich vor allem wegen seinem Klappentext. Dieses Thema hatte ich in Zusammenhang mit der Zeit des Nationalsozialismus noch gar nicht betrachtet.
Das Buch begann für mich zunächst verwirrend. Ich brauchte ein paar Seiten, um den Faden aufzunehmen. Im Nachhinein betrachtet war dieser Einstieg aber sehr gut gewählt.
Die Autorin hat hier sehr ausdrucksstarke Charaktere geschaffen, wobei jeder Einzelne mich auf seine ganz eigene Weise faszinierte. Bleiben wir zunächst in der Vergangenheit hier haben wir Amelie und Johanna. Johanna ist mir am unsympathischsten gewesen, denn sie ist wirklich der Egoismus in Person. Die Welt sollte sich am besten nur um sie drehen und der Verlauf der Geschichte enthüllt zu was sie wirklich fähig ist, nur um ihren Willen zu bekommen. Es ist wirklich erschreckend welchen Weg sie hier wählt. Amelie in jungen Jahren hingegen war mir sehr sympathisch. Sie war ein Mädchen, welches seine Träume hat und diese mit den ihr möglichen Mitteln verfolgt. Sie hat ein einfühlsames Wesen und die Menschen, die ihr nahe stehen, sind ihr sehr wichtig und sie würde alles für sie tun. Ich konnte mit ihr fühlen, leiden und dank des wunderbaren Schreibstils der Autorin auch ihre Entwicklung über die Jahre sehr gut nachvollziehen.
In der Gegenwart begleiten wir Lieselotte auf ihrem Weg der "Erkenntnis". Lieselotte war mir zu Beginn noch etwas unsympathisch. Sie könnte man zu Beginn schlicht als graue Maus bezeichnen. Sie ist eine folgsame Ehefrau, die jedoch beginnt nach und nach ihr Leben in frage zu stellen. Diesen Weg, den sie für sich wählt und welche geschichtlichen Entdeckungen sie dabei macht haben mich wirklich gefesselt und begeistert.
Die Autorin hat hier eine Geschichte um einen historischen Hintergrund erschaffen, die mich immer mehr mitgerissen hat je weiter die Handlung voran schritt. Durch die zwei Handlungsstränge in den zwei Zeitebenen hat das Buch eine ganz eigene Dynamik. Man begibt sich mit Lotte auf eine geschichtliche Entdeckungsreise. Immer wieder kommt ein Puzzleteil hinzu und die Geschichte gewinnt an Umfang. Gleichzeitig erfahren wir durch den Handlungsstrang 1935 mehr zu den von Lotte recherchierten Ereignissen und erleben die Welt aus Amelies Sicht. Ich fand das äußerst spannend.
Das Thema Fliegen und Frauen zur Zeit des Nationalsozialismus war mir vor diesem Buch gar nicht bewusst. Aber hier hat Clarissa Linden wirklich ausführlich recherchiert und an den Leser ihr Wissen weitergegeben, dabei wirkt es in keinster Weise wie ein Sachbuch oder eine wissenschaftliche Arbeit. Es ist wunderbar gefühlvoll und die Schrecken dieser Zeit werden sehr bildlich dargestellt. Es wird aber auch auf die Schwierigkeiten für die Frauen im Jahr 1971 aufmerksam gemacht. Und mir als Leserin wird wieder einmal bewusst, dass wir Frauen in der heutigen Zeit unsere Freiheiten gar nicht zu schätzen wissen oder sie als solche gar nicht wahrnehmen, weil sie für uns selbstverständlich sind.
Dieser Roman hat wirklich alles für ein aufregendes Leseerlebnis. Dem Leser werden historische Fakten in einer emotional starken Schilderung nahe gebracht und für das Herz der Frau gibt es auch eine Portion Liebe. Ich war wirklich bewegt und das ein oder andere Tränchen ist auch gekullert. Wirklich ein sehr starker Roman, den man auf jeden Fall gelesen haben sollte.«
  13      0        – geschrieben von Nici´s Buchecke
 
Kommentar vom 19. Januar 2017 um 11:37 Uhr (Schulnote 1):
» In ihrem Roman "Unsere Hälfte des Himmels" nimmt und die Autorin Clarissa Linden mit auf eine abenteurliche und aufregende Reise in die Vergangenheit.

Wir befinden uns im Deutschland der 30er Jahre. Hier lernen wir Johanna und Amelie, zwei unzertrennliche Freundinnen, kennen. Die beiden haben einen großen gemeinsamen Traum. Sie wollen den Himmel erobern und Pilotinnen werden. Doch es scheint unmöglich, diese Sehnsucht im Deutschland der Narzizeit, zu verwirklichen. Aber trotzdem halten Amelie und Johanna an ihrem Traum fest. Doch dann verliebt sich Amelie in Johannas Fluglehrer - eine Liebe, die in einem folgenschweren Verrat gipfelt.
Dann machen wir einen Zeitsprung: Wir befinden uns in Deutschland 40 Jahre später. Amelie hat einen schwern Unfall. Ihre Tochter Lieselotte, zu der sie keine besonders enge Beziehung pflegt, eilt an ihr Krankenbett. Und plötzllich wird Lieselotte mit Amelies Vergangenheit konfrontiert. Und sie versteht langsam, welcher Mensch Amelie wirklich ist und wahr. Und das Schicksal ihrer Mutter nimmt Einfluss ihr weiteres Leben.

Ich bin von Anfang bis zum Ende total begeistert von der Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist einfach spitzenmäßig. Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich in den 30er Jahren. Sehe Amelie vor mir. Ihr wird nicht alles in den Schoß gelegt, sie muss sich vielen erkämpfen und erarbeiten. Und dann Johanna, die auf mich etwas egoistisch wirkt und immer ihren Kopf durchsetzen will. Begeistert bin ich von ihrem Willen, diesen Traum vom Fliegen zu leben. Ich sehr Amelie wie sie mit einem Segelflugzeug die Kreise zieht. Frei wie ein Vogel. Doch leider sind in dieser Zeit Frauen selten Pilotinnen. Es war eine schwierige Zeit und dann schlägt ja auch noch das Schicksal grausam zu. Und dann bin ich in Deutschland im Jahr 1971 in Frankfurt. Der tragische Unfall von Amelie, der einen großen Einfluss auf das zukünftige Leben ihrer Tochter Lieselotte hat. Ich sehe Lieselotte mit ihrem Ehemann Eduard, dem ich gern mal die Meinung gesagt hätte - aber das war ja zu damaligen Zeit eher selten - solche triste Abende. Und dann dieser Kommandeton von Eduard. Einfach schrecklich. Aber wer diese Zeit erlebt hat, kennt vielleicht solche Begebenheiten. Die Autorin hat ja alles so wunderbar beschrieben, dass ich die Bilder von meinem inneren Auge habe. Ich bewundere auch Lieselotte für ihren Mut, sich auf diese Reise in Vergangenheit zu begeben. Toll fand ich auch die Verändung von Lieselotte.

Eine wunderbare Geschichte. Für mich ein Lesehighlight, mit dem ich abenteurliche, unterhaltsame und spannende Lesestunden verbracht habe.
Das tolle Cover passt wunderbar. Begeistert war ich auch von der Personenbeschreibung zu Beginn des Buches und von den interessanten Informationen am Ende. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne.«
  13      0        – geschrieben von zauberblume
 
Kommentar vom 6. Januar 2017 um 15:44 Uhr (Schulnote 1):
» Gemeinsam stürmen wir den Himmel

Kassel 1971: Liselotte ist einsam in ihrer lieblosen Ehe – ihrem Mann im wahrsten Sinne des Wortes in allem Untertan. Da sie sich bereits von ihrer Mutter nicht angenommen fühlte, kennt sie es nicht anders und glaubt, es nicht besser verdient zu haben. Sie hat vor allem Angst, auch vor dem Alleinsein, also bleibt sie lieber verheiratet „Bin ich nur einen Ehemann entfernt von der Einsamkeit?“ S. 146 – Nichts kann ihre Trost- und Hoffnungslosigkeit besser beschreiben als dieser Satz.
Als ihre Mutter Amelie nach einem Unfall im Koma liegt, muss Lieselotte allein nach Frankfurt fahren – für sie in der damalige Zeit kaum vorstellbar. Um ihre Mutter im Koma zu erreichen, soll Liselotte ihr Dinge aus der Vergangenheit erzählen. Da sie so gut wie nichts darüber weiß, nicht einmal den Namen ihres Vaters kennt, beginnt sie in Amelies Sachen zu suchen und lernt eine völlig neue Seite ihrer Mutter kennen.

Frankfurt 1935: Eine Gruppe junger Frauen hat eine gemeinsame Leidenschaft – das Segelfliegen. Und obwohl es eigentlich unmöglich ist, hoffen sie, Berufspilotinnen zu werden. Vor allem die extrem willensstarke Johanna und ihr „Schatten“, ihr „Albatros“ Amelie kämpfen für diesen Traum. Doch dann verliebt sich Amelie in Johannas Fluglehrer und muss sich entscheiden – „Luft (Fliegen) oder Liebe?!“. „Das ist das Schwierige mit Entscheidungen. ... Man weiß nie, ob man mit der Alternative nicht glücklicher geworden wäre.“ S. 249
Als das Schicksal ihr die Entscheidung abnimmt, sinnt Johanna auf Rache. Sie kann nicht verstehen, dass Amelie aus ihrem Schatten getreten ist, in dem sie all die Jahre – im Leben und auf Fotos – gestanden hat!

Ich bin mit Liselotte und Amelie nicht gleich warm geworden, hätte sie ab und an gern schütteln mögen. Sie erschienen mir als Frauen ohne Rückgrat, die anscheinend immer den leichteren Weg wählen. Amelie ordnet sich ihrer herrischen Freundin, der strahlenden Anführerin Johanna, in allem unter, lässt sich von ihr moralisch unter Druck setzen und gibt deren Launen immer wieder nach. Erst die Liebe zwingt sie irgendwann zur Abnabelung und Eigenständigkeit.
Ihre Tochter Liselotte ist zu Beginn regelrecht abgestumpft. Sie fühlt sich in ihrer Ehe überhaupt nicht wohl, will das aber auch nicht ändern - denn diese bietet ihr wenigstens Sicherheit. Dass sie mit der Ehe die Kontrolle über ihr Leben komplett an ihren Ehemann abgetreten hat, hat mich echt schockiert. Er durfte ja wirklich alles für sie entscheiden – das ist für mich unvorstellbar! Ich bin in der DDR geboren und aufgewachsen. Bei uns war es normal, dass auch die Frauen arbeiten gingen, eigenes Geld verdienten und eigene Konten hatten. Im Gegenteil, bei uns war es eine Seltenheit, dass eine Frau „nur Hausfrau“ war. Ich kann mich nicht erinnern, dass es sowas in meiner Umgebung überhaupt gab.
Aber je tiefer man in die Geschichte eindringt, desto besser versteht man ihre Beweggründe und empfindet tiefes Mitleid für sie. Die Protagnistinnen fangen an sich zu fragen, was sie sich im Leben eigentlich erträumt oder erhofft hatten und ob es dafür wirklich schon zu spät ist. „Nicht einmal der Himmel ist mir geblieben.“ S. 404

Das Frauenbild im beginnenden Nationalsozialismus und der BRD in den 70er Jahren zeigt erschreckende Parallelen: für die meisten Männer gehörten Frauen anscheinend barfuß und schwanger an den Herd! Zum Glück gab es immer wieder Frauen, die sich diesen Vorstellungen nicht unterordnen wollten, sondern für ihre Freiheit und Ideale kämpften.

Die Erzählstränge verlaufen parallel 1935 und 1971. Erzählt wird die Geschichte von Amelie und Liselotte – Mutter und Tochter, die einander so fremd sind. Sie ist extrem spannend und mitreißend, man fiebert dem nächsten aufzudeckenden Geheimnis geradezu entgegen. Und so ganz nebenbei hat die Autorin spannende Fakten zum Thema „fliegende Frauen“ eingebaut.

Wer spannende Familiengeheimnisse vor historischer Kulisse mag, wird „Unsere Hälfte des Himmels“ lieben. 5 Sterne und meine unbedingte Leseempfehlung.«
  17      0        – geschrieben von hasirasi2
 
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2019)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz