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Weißes Gold - Im Sog der Gier
Verfasser: Ute Bareiss (3)
Verlag: Kieselsteiner (2)
VÖ: 8. November 2016
Genre: Thriller (4203)
Seiten: 580 (Taschenbuch-Version), 523 (Kindle-Version)
Themen: Elfenbein (6), Entdeckung (184), Gier (90), Organisiertes Verbrechen (44), Schmuggel (51), Thailand (37)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Ute Bareiss für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Ute Bareiss gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.

Wenn du erkennst, dass es dir an nichts fehlt,
gehört dir die ganze Welt.
(Laotse)


Prolog


Langsam tauchte er aus seinem Inneren auf. Durch das geöffnete Fenster strich kühlende Luft über seinen nackten Leib. Am Fensterrahmen klimperte leise ein Windspiel, der Duft von Lotusblüten zog durch den Raum. Er atmete tief durch. Dann löste er seine verschränkten Finger und wuchtete sich aus dem Schneidersitz auf. Seine Chakren waren gereinigt.
     Das Zellophan knisterte verheißungsvoll, als er den Hànfú aus der Verpackung nahm. Liebevoll strich er über die Seidenrobe, fühlte den glatten Stoff unter seinen Handflächen. Neu und unberührt.
     Das Gewand schmiegte sich an seinen massigen Körper. Schon das korrekte Anlegen des traditionellen Kleidungsstücks war ein Ritual. Mit der rechten Hand schloss er ihn, kein leichtes Unterfangen bei der gewaltigen Leibesfülle. Zufrieden lächelte er. Nie mehr würde er Not leiden.
     Unwillkürlich glitt seine Hand zu seiner Wange. Die sternförmige Narbe, die eine an ihm nagende Ratte hinterlassen hatte, würde er nicht entfernen lassen, sie diente ihm zur mahnenden Erinnerung an seine Kindheit im Schmutz.
     Die Marmorfliesen unter seinen bloßen Füßen strahlten eine angenehme Kühle aus, kein Geräusch in diesem riesigen Haus störte seine Harmonie. Auf dem Esstisch stand eine große Schale, es dampfte, als er den Deckel abhob. Bedächtig löffelte er die Suppe mit Tigerpenis und zerstoßenem Rhinozerushorn, die sein Yang, seine Manneskraft, stärken würde.
     Er schloss die Augen, atmete bewusst, um die Ungeduld zu bezwingen, und sog den Duft der Räucherstäbchen ein.

Jetzt durfte er sich keine Schwäche leisten – nur die Schwachen konnten sich nicht in Geduld üben.
     Gemäßigten Schrittes ging er durch den Garten. Der Duft der Magnolien, die in voller Blüte standen, hüllte ihn ein. Im Inneren der Pagode herrschte Stille. Sein Reich empfing ihn und unverzüglich wuchs die Erregung, als er an den Regalen entlangschritt und sich der Pracht seiner Schätze erfreute. Er strich über das glatte Material. Elfenbein – das weiße Gold, das reinste aller Materialien. Die Gabe Buddhas, die dazu bestimmt gewesen war, ihm sein Glück zu schenken. Er nahm sich einen Moment, die Wärme in sich auszukosten, bevor er sich voller Zufriedenheit aufmachte.
     Es war an der Zeit für seinen neuen Schatz.

Sie lag auf den Schrein gebettet und lächelte mit geschlossenen Augen. Er hatte dafür sorgen lassen, dass sie sich glücklich fühlte. Ihr lackschwarzes Haar glänzte im Schein der Kerzen. Sie war in ein rotes Gewand mit goldenen Ornamenten gehüllt – ein Geschenk, das er auspacken durfte. Rot brachte Glück, Gold zeugte von Wohlstand. Er löste das Band um ihre Taille, schob den Seidenstoff beiseite. Ihr Körper schimmerte elfenbeinfarben. Rein und unberührt. Ehrfurcht ergriff ihn.
     Als er seine Hand ganz vorsichtig über ihre samtweiche Haut gleiten ließ, öffnete sie die Augen. Ihr Blick war verschleiert. Sie blinzelte, hob verklärt die Mundwinkel.
     Er lächelte ebenfalls. Es war seine Bestimmung, sie glücklich zu machen, dafür zu sorgen, dass sie von keinem Unreinen entweiht wurde.
     Respektvoll ergriff er den elfenbeinernen Phallus.

*


Das eigentliche Mysterium der Welt ist
das Sichtbare, nicht das Unsichtbare
(Oscar Wilde)


Kapitel 1


Der Handkantenschlag in Richtung seiner Kehle kam ohne Vorwarnung. Nur ein kurzes Zucken der linken Augenbraue seines Gegners, bevor die Hand auf ihn zuschoss. In letzter Sekunde konnte Alex sich ducken, da zielte schon ein Sidekick auf seine Nieren. Mit einem Schritt brachte er sich in Sicherheit und versuchte seinerseits, einen Tritt in Richtung des Knies seines Gegners anzubringen, der dem mühelos auswich. Alex blendete die Schreie und Kampfgeräusche um sich herum aus und konzentrierte sich nur auf sein Gegenüber.
     Der um einen knappen Kopf kleinere Thai war ihm in den Kampftechniken haushoch überlegen. Obwohl er kräftig gebaut war, waren seine Bewegungen von einer geschmeidigen Eleganz. Unwillkürlich musste Alex beim Spiel der Muskeln an einen Panther denken. Er tänzelte auf der Stelle und auch der Sprungkick kam ohne Vorwarnung. Reflexartig wich Alex aus. Der Fuß streifte ihn nur, doch kaum war er wieder aufgekommen, da raste schon eine Faust auf Alex zu. Er blockte mit seiner Elle und ging seinerseits in die Offensive mit einem angetäuschten Schlag, dem er einen Drehkick folgen ließ.
     In kurzer Reihfolge prasselten Schlag um Schlag, Kicks und Tritte aufeinander, begleitet von lautem Keuchen.
     Abermals konnte Alex nur haarscharf einem Sprungkick ausweichen. Ein Stechen jagte durch seinen Rücken. Der Schweiß rann ihm trotz des Stirnbands in die Augen, er blinzelte. Sein Gegner nutzte die kurze Zeit der Unaufmerksamkeit sofort aus und brachte Alex mit einem Fußfeger zu Fall. Geistesgegenwärtig konnte er ihn im Sturz am Arm packen und mit sich ziehen. Sofort warf sich Alex auf ihn und drückte ihm den Unterarm an die Kehle.

„Gibst du dich geschlagen?“ Keuchend rang er nach Luft.
     Jaidee lachte auf und schob Alex von sich herunter. „Im Ernstfall hättest du gegen mich keine Chance, mein Freund. Doch dein Stil hat sich bedeutend gebessert, man merkt dir an, dass wir öfter trainieren. So langsam muss ich aufpassen.“
     Ebenfalls lachend erhob sich Alex. Wieder jagte ein Stechen durch seinen Rücken und er verzog das Gesicht.
     „Was ist, habe ich dir wehgetan?“ In Jaidees Miene kämpfte Spott gegen Sorge.
     „Das würde dir so gefallen! Nein, ich habe mir heute Mittag beim Ausladen der Tauchflaschen wohl einen Muskel gezerrt.“
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