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Love Letters to the Dead
Verfasser: Ava Dellaira (1)
Verlag: cbt (413)
VÖ: 23. Februar 2015
Genre: Jugendliteratur (5330)
Seiten: 416
Themen: Briefe (412), Sänger (282), Schule (695), Schwestern (844), Tod (898)
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Nach dem Tod ihrer Schwester bricht für Laurel eine Welt zusammen. Ihre Mutter zieht nach Kalifornien und Laurel lebt abwechselnd bei ihrem Vater und ihrer Tante. In der neuen Schule weiß zum Glück niemand über das Unglück bescheid. Und das ist auch gut so, denn Laurel möchte nicht für "das Mädchen mit der toten Schwester" gehalten werden. Als Laurel eines Tages im Englischunterricht einen Brief an eine bereits verstorbene Persönlichkeit schreiben soll, fühlt sie sich um ersten Mal verstanden. So beginnt sie mehrere Briefe an verschiedene Persönlichkeiten zu schreiben und verarbeitet somit den Verlust ihrer Schwester.
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Lesermeinungen (2)     Blogger (3)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 7. Januar 2019 um 13:16 Uhr (Schulnote 2):
» Vollständige Rezension unter: https://derbuecherwald.blogspot.com/2019/01/rezension-love-letters-to-dead-ava.html
Besonders gefallen hat mir an diesem Buch, dass es in Form von Briefen erzählt wird. Hier entspricht jeder einzelne Brief einem Kapitel, so habe ich mir das zumindest gedacht. Dies finde ich eine neue und besonders außergewöhnliche Idee, die mich sehr begeistert hat. Definitiv ein Punkt, der das Buch an und für sich schon besonders macht und von anderen Büchern unterscheidet. Die Briefe gehen dabei an unterschiedliche Personen, wie etwa Kurt Cobain, Janis Joplin, River Phoenix oder Amy Winehouse. Dadurch lernt man viele neue Persönlichkeiten kennen, welche in den Briefen auch so gut beschrieben werden, dass man nicht extra recherchieren muss, falls man mal eine der dieser Personen nicht kennen sollte.
Das Buch hat eine sehr tiefgreifende Thematik und ist sehr emotional und berührend geschrieben, sodass man sich als Leser das ein oder andere Mal durchaus traurig fühlen kann. Das lässt das Buch in meinen Augen sehr authentisch wirken.
Die Charaktere wurden hier sehr gut und mit viel Tiefgang dargestellt. Besonders über Laurel erfährt man natürlich Einiges, da sie die einzelnen Briefe schreibt und natürlich ihre Gedanken und Gefühle dabei mit einfließen lässt. Aber auch ihre Schwester May wurde als Charakter sehr gut und vor allem eingehend beschrieben, allerdings nur so, wie Laurel sie sieht. Somit wird das Bild von May anfangs ziemlich verherrlicht, und perfektioniert dargestellt, im Laufe des Buches wandelt sich dieses Bild jedoch. Diese Verwandlung des Bildes der geliebten Schwester zeigt auch wie sehr sich Laurel im Laufe des Buches verändert, wie sie sich entwickelt, langsam immer erwachsener und reifer wird und schlussendlich den Tod ihrer Schwester verarbeitet und akzeptieren kann.
Dennoch muss ich sagen, dass die anderen Charaktere neben Laurel und May nicht unbedingt Nahe an mich herankommen konnten, hier herrschte das gesamte Buch über leider eine ziemliche Distanz, die auch nicht überbrückt werden konnte. Meine Vermutung ist, dass das ein negativer Aspekt der Briefschreibweise ist.
Es gab in diesem Buch jedoch auch einen Charaktere, der für mich sehr unverständlich und undurchschaubar war. Dabei handelt es sich um Laurels Mutter, die den Tod ihrer Tochter May nicht verkraften konnte und schließlich die Familie verließ. Dadurch verließ sie auch Laurel, der somit die Unterstützung ihrer Mutter in diesem Moment verwehrt wurde, in dem sie sie mehr als alles andere hätte gebrauchen können. Für mich ist es einfach nur schwer nachvollziehbar. Natürlich hat auch Laurels Mutter ihre Probleme mit dem Tod der eigenen Tochter und es ist sicherlich nicht leicht dies zu verarbeiten, aber deshalb die verbliebene Tochter und den eigenen Mann zu verlassen und diese in ihrer Trauer allein zu lassen, nur um sich selbst regenerieren zu können, finde ich etwas unverständlich.
Wie oben schon gesagt handelt es sich hier um ein sehr emotionales Buch, das sich viel mit dem Thema Trauer und Tod beschäftigt und genau dies wird am Ende des Buches noch einmal schön aufgegriffen. Achtung Spoiler! Der letzte Brief ist an die verstorbene Schwester May gerichtet und zeigt noch einmal ganz deutlich wie sehr Laurel um sie trauert und wie sehr sie ihr fehlt. Mit diesem Brief zeigt sie, dass sie den Tod ihrer Schwester nun so weit verarbeitet hat, dass sie nun endlich darüber reden und ihren Emotionen freien Lauf lassen kann. Damit wurde für mich ein sehr berührendes Ende geschaffen, das die Entwicklung, die Laurel durchlaufen hat noch einmal zusammenfasst und das gesamte Buch schön abrundet. Ein besseres Ende hätte ich mir hier nicht vorstellen können.«
  17      1        – geschrieben von Der Bücherwald
Kommentar vom 31. Mai 2017 um 12:18 Uhr:
» Meine Meinung:

Laurel hat kürzlich ihre Schwester May verloren. Sie kommt damit noch nicht klar. Erst als sie in der Schule die Aufgabe erhält, einen Brief an einen Toten zu schreiben, nutzt sie diese Gelegenheit um May’s Tod nach und nach zu verarbeiten. Laurel hat Schwierigkeiten ihren Alltag zu bezwingen. Ständig vergleicht sie sich mit May oder kleidet sich sogar wie sie. Sie hat Probleme damit ohne ihre Schwester klar zu kommen. Die Briefe an verschiedene verstorbene Persönlichkeiten helfen ihr dabei ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Das gesamte Buch ist deshalb in Briefform geschrieben. Das verleiht der Geschichte etwas von einem Tagebuch. Dadurch ist sie sehr ehrlich und tiefgründig. Allerdings hatte ich auch das Gefühl eben nur Etappen aus Laurel’s Leben mitzuerleben und mir hat besonders anfangs irgendwie der Faden gefehlt. Ich habe zwar verschiedene Erlebnisse von Laurel miterleben dürfen, aber irgendwie keine Entwicklung in der Geschichte gesehen. Es war auch nicht zu erkennen, wo das Buch mich hinführen würde. Nach mehreren Anläufen habe ich mich dann doch dazu durchgerungen das Buch weiterzulesen und bin sehr froh darüber. Alles läuft darauf hinaus heraus zu finden, was tatsächlich mit May geschehen ist. Erst danach kann Laurel ihr Leben in den Griff bekommen. Als dies immer deutlicher wurde, konnte ich mich auch endlich in die Geschichte hinein finden. Dadurch wurde auch eine emotionale Dramatik hinein gebracht, die sich immer mehr zugespitzt hat.

Der Schreibstil ist jugendlich und verständlich. Laurel’s Briefe sind sehr nachdenklich und tiefgründig. Nur anfangs habe ich mich mit dem Schreibstil in Briefform schwer getan, da er mir dadurch irgendwie zu abgehackt gewirkt hat.


Cover:

Das Cover fängt gut die Stimmung ein. Es ist sehr nachdenklich, hat mich aber sofort angesprochen.


Fazit:

Eine bewegende Geschichte mit der ich aber einige Anlaufschwierigkeiten hatte.«
  9      0        – geschrieben von Yvi's kleine Wunderwelt
 
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