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Scriptum
Verfasser: Raymond Khoury (7)
Verlag: Piper (1821) und Rowohlt (1580)
VÖ: 2005
Genre: Thriller (6543)
Seiten: 576 (Taschenbuch-Version), 577 (Kindle-Version)
Themen: Archäologen (148), FBI (484), Filmvorlagen (524), Geheimnisse (4200), Kirche (163), Museen (98), New York City (1448), Tempelritter (57), Vatikan (93), Verschwörungen (501), Weltbestseller (84)
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Erklärung der Bewertungssysteme
In New York werden die kostbarsten Schätze des Vatikans ausgestellt - bis vier als Tempelritter gekleidete Reiter die Eröffnung der Ausstellung in einem Blutbad ertränken. Offenbar haben sie es auf ein unscheinbares Holzkästchen abgesehen...
Lesermeinungen (2)     Leserkanonen-Einblick
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Kurz nach der Jahrtausendwende gab es im Fahrwasser des damaligen Erfolges der Robert-Langdon-Thriller von Dan Brown eine Schwemme an Büchern, in denen es um Geheimgesellschaften, verschlüsselte Botschaften, den Vatikan & Co. ging, immer kombiniert mit Reisen an spektauläre Schauplätze, jeder Menge Action und einem hohen Tempo. Wir wollten uns einmal ansehen, wie gut die erfolgreichen Bücher von damals mit etwas Zeitabstand heute noch funktionieren und haben uns dazu stellvertretend ein Werk herausgepickt, das damals durchaus auch ganz schön erfolgreich war und sogar verfilmt wurde.

Anderthalb Jahrzehnte sind inzwischen vergangen, seitdem Raymond Khourys Thriller »Scriptum« erschienen ist, welcher sich der vermutlich allergrößten Klischeegruppierung dieses Buchgenres widmete, nämlich den Tempelrittern und einem von ihnen hinterlassenen Geheimnis. Das Buch erschien im Dezember 2005 beim Rowohlt Verlag, die aktuellste Ausgabe hat inzwischen auch schon wieder ein halbes Jahrzehnt auf dem Buckel und stammt aus dem Hause Piper. Die Printversionen scheinen weitgehend vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich zu sein, eine Digitalausgabe des umgerechnet 577 Seiten langen Werks ist jedoch nach wie vor für 8,99 Euro zu bekommen. Zudem gibt es eine auf 6:27 Stunden gekürzte Hörbuchausgabe, die zwar in gewohnt professioneller Manier von Heikko Deutschmann eingelesen wurde, die man aber trotzdem tunlichst umschiffen sollte, denn durch die Kürzungen ist ein solches Flickwerk herausgekommen, dass man der Story - insbesondere im Mittelteil - nicht sinnvoll folgen kann.

»Scriptum« beginnt mit der Eröffnung einer Ausstellung mitten in New York, die mit jeder Menge Brimborium inszeniert wird. Gerade als es losgehen soll, tauchen vier als Tempelritter verkleidete Reiter auf, lassen einen Kopf im wahrsten Sinne des Wortes rollen, reiten in das Museum ein und entwenden einige Artefakte. Eine junge Archäologin namens Tess befindet sich zufälligerweise gerade im Gebäude und wird Zeugin, wie einer der berittenen Diebe ein ganz spezielles Ausstellungsstück gezielt einsackt. Ihre Recherchen, was es damit auf sich haben könnte, führt Tess tief hinein in die Geschichte des Templerordens, und gemeinsam mit einem FBI-Agenten, der auf den Fall angesetzt wird, begibt sie sich auf die Suche nach einem sagenumwobenen Schatz.

Dass das Templer-Thema schon zum damaligen Zeitpunkt ein wenig ausgelutscht war, schien Khoury selbst gewusst zu haben, denn an einer Stelle des Buchs können nur drei Wissenschaftler als Spezialisten für den Orden benannt werden, weil sich die übrige Forscherelite des Themas gar nicht mehr annimmt, da man sich dadurch seinen Ruf ruinieren würde. Das Ärgerliche ist, dass der Templerorden nicht das einzige Klischee bleibt, das Khoury in seinem Werk malträtiert hat. Das fängt bei einem Bösewicht an, der selbstverständlich aufgrund eines persönlichen Verlustes seinen Groll gegenüber einer großen Institution entwickelt hat und beinhaltet unter anderem eine furchtbar krampfhaft eingeflochtene Liebesgeschichte, bei der man an jeder Ecke merkt, dass sie auf Biegen und Brechen in die Story hineingezwungen wurde, weil man der Ansicht war, ohne einen solchen Nebenplot würde es nicht gehen. Und natürlich hat sich der Autor nicht bei kleinen Fischen aufgehalten, hier geht es [Spoilerbeginn] um nicht weniger als die Zerstörung der Kirche als Ganzes und um die echten Worte von Jesus Christus. [Spoilerende]

Davon einmal abgesehen hat die Story durchaus ihre Qualitäten. Insbesondere was die Eröffnungssegmente rund um den spektakulären Einbruch in das Museum und die unmittelbaren Folgen daraus angeht, kann man sich der Sogwirkung nicht entziehen. Sobald dann aber der Vatikan ins Spiel kommt und die eigentliche Jagd nach dem großen Geheimnis einsetzt, wird man von der Kombination aus den vielen großen und kleinen Klischees auf der einen Seite sowie der Tatsache, dass man solche Storys inzwischen schon zu Hauf gelesen hat, mehr und mehr abgeschreckt. Schade, aber so ist das dann wohl: »Scriptum« mag damals den Zahn der Zeit getroffen haben, inzwischen ist das eigene Leseinteresse jedoch weitergezogen und kann nicht mehr die Begeisterung entwickeln, die man damals verspürt hätte (oder hatte).
– geschrieben am 13. September 2020 (2.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz