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Klipp Klapp - Und du bist tot
Verfasser: Mari März (4)
Verlag: Eigenverlag (11145) und Redrum Books (32)
VÖ: 7. Dezember 2014
Genre: Gesellschaftsroman (230) und Kriminalroman (5298)
Seiten: 364 (Taschenbuch-Version), 423 (Taschenbuch-Version Nr. 2), 327 (Kindle-Version)
Themen: Berlin (785), Brandenburg (31), Bürgermeister (54), Familiengeheimnisse (292), Gier (115), Hass (185), Kommissare (1143), Leichen (1376), Provinz (304), Verzweiflung (141)
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Unglücklich aus ihrer Heimatstadt Berlin in die Brandenburger Einöde versetzt, beginnt für Kriminalkommissarin Elisabeth Schwintowsky ein neues Leben. Ihre Schussverletzung war verheilt. Die Narben blieben. Ihre Seele wurde in Stücke gerissen … damals, bei ihrem letzten Einsatz. Ein Jahr war es her. Es gab Zeiten, in denen sie alles hinschmeißen wollte. Doch Lisbeth liebt ihren Beruf und arbeitet gern bei der „Müllabfuhr der Gesellschaft“.

Kurz nach ihrer Ankunft in der neuen Dienststelle wird die Leiche einer jungen Frau im Mühlbach entdeckt. Bald stößt Lisbeth auf einen zwielichtigen Bürgermeister, die verhaltensgestörte Sandra und ein trauriges Familiengeheimnis. Klipp klapp, das Mühlrad dreht sich, und es bleibt nicht bei einem Opfer. Dabei wollte Lisbeth alles ganz ruhig angehen …

Der neue Regionalkrimi von Mari März konserviert den alten Berliner Charme, amüsiert sich über Trends der neuen Hauptstadt, deckt Missstände und differenzierte Denkweisen bei Polizei, Rechtsmedizin und Gesellschaft auf, besinnt sich, erinnert ... und beschreibt nicht zuletzt, wie ein Mensch zum Mörder wird. Es geht um Hass, Gier, Verzweiflung, Liebe, Freundschaft … um das richtige Leben also und um ein Stückchen DDR.
Lesermeinungen (7)     Leseprobe     Blogger (3)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Mari März für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Mari März gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog: Montag, 23. Oktober 2000


Nur noch einmal schlafen, dann ist es soweit, dachte Darleen glücklich, als sie ihre Handtasche von der Anrichte nahm und darin behutsam einen Strauß Rosen verstaute. Sie konnte ihr Glück kaum fassen. Zufrieden schaute sie sich in dem kleinen Blumengeschäft um. Ein stolzes Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie all die kleinen und großen Dinge betrachtete, die sie mit viel Mühe in den letzten Monaten herbeigeschafft und an genau den richtigen Platz gestellt hatte. Dieser Laden war ihr Leben, die Erfüllung eines lang gehegten Traums. Sie schloss die Augen und sog den Duft ihres Erfolgs tief in sich ein. Es roch nach Blüten, Erde und geöltem Holz.
     Zehn Jahre hatte sie geschuftet und jeden Cent gespart, bis sie sich dieses winzige Geschäft leisten konnte. Ihre Freundinnen waren tanzen gegangen, hatten sich mit Jungs amüsiert, während sie nebenbei für ihr Studium büffelte. Aber es war die Mühe wert. Mit dem nötigen Know-how, einem grünen Daumen und zwei geschickten Händen hatte sie sich ein kleines Paradies inmitten der anonymen Discounter und seelenlosen Großmärkte geschaffen. Die Kundschaft schätzte das und kam zahlreich.
     Liebevoll strich sie über die Plastikfolie, die sie sich jetzt über den Arm legte. Weißer Taft schimmerte seidig durch den milchigen Kunststoff. Ihr Herz schlug höher, als sie den Brautstrauß auf dem Tisch stehen sah. Am Nachmittag hatte sie ihn fertiggestellt - nicht für eine Kundin oder Freundin, sondern für sich selbst: Darleen Kutscher. Morgen würde ihre Hochzeit sein. Alles, wovon sie als kleines Mädchen geträumt hatte, sollte mit dem morgigen Tag wahr werden. Sie verschloss die Ladentür und trat freudig erregt in die Spätnachmittagssonne. Frau Schneider vom Gemüsegeschäft gegenüber grüßte sie freundlich. Darleen blieb stehen und zupfte eine weiße Rose aus dem Strauß in ihrer Tasche. „Hier, Frau Schneider. Die ist für Sie. Wünschen Sie mir Glück für morgen!“
     Lächelnd nahm die Gemüsehändlerin die Blume entgegen und hielt sie sich genüsslich unter die Nase. Dann winkte sie der jungen Frau hinterher, die singend die Straße hinunterlief. Das blonde Haar wehte im Wind, als sich Darleen Kutscher umdrehte und der Welt ihr strahlendes Gesicht zeigte. Es war das letzte Mal, dass man sie lebend sah. Niemand wusste, dass ihr Körper nur wenige Stunden später im Mühlbach liegen würde ... tot, in einem zerrissenen Brautkleid, eine verblühte weiße Rose in der Hand. Niemand wusste es. Selbst ihr Mörder hatte zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung ...


Drei Wochen zuvor: Montag, 2. Oktober 2000


     „Elisabeth Schwintowsky?“ Ihr Herz rutschte in die Hose. Unsicher erhob sie sich von ihrem Stuhl und überlegte, warum es eigentlich hieß: ein Herz rutscht in die Hose. Es klopfte vielmehr laut in ihrer Brust. Mit ihrer Hose war soweit alles in Ordnung. Weshalb hatte sie auch auf ihre Schwester gehört. Emmi war es, die sie vor zwei Stunden zu dieser engen Bluse überredet hatte. Bei jedem Herzschlag drohte ein Knopf abzuplatzen.
     Ein bisschen Sex kann nicht schaden. Blödsinn!
     Porno ist Storno! Jedenfalls war das der Lieblingssatz eines erfahrenen Vertrieblers, der ihr auf irgendeiner Party erklärt hatte, dass die Damen, die aufgrund ihrer Bettgeschichten Karriere machten, eher die Ausnahme darstellten. Als wenn sie nicht wüsste, dass sie kein It-Girl war. Sie wollte auch keine von diesen aufgedonnerten Möchtegerndiven sein.
     Elisabeth Schwintowsky arbeitete bei der Kriminalpolizei. Der Mordkommission. Hier tickten die Uhren von jeher anders. Jedenfalls meistens.
     Zögerlich lächelte sie der Sekretärin zu und ging durch die Tür, die das Vorzimmer vom Chefbüro trennte. Ihre Hände wurden feucht. Gott, war sie aufgeregt, als sie Kriminalhauptkommissar Matthias Müller gegenübertrat.
     „Sie sind also die berühmte Elisabeth Schwintowsky?“ Hinter dem Schreibtisch stand ein großer Mann, der für seine Körperfülle erstaunlich sportlich wirkte.
     „Setzen Sie sich doch bitte!“ Er zeigte auf einen Stuhl und nahm Platz. Eine Akte lag vor ihm. Seine riesige Hand bedeckte zu einem großen Teil den Deckel. Sie wusste, dass es ihre war.
     „Man hat ja schon viel von Ihnen gehört.“, setzte der Mann hinter dem Schreibtisch erneut an.
     Sie wusste nicht genau, was sie von diesem Satz halten sollte. „Wie meinen Sie das?“, fragte sie unsicher.
     „Nun ja, Ihr Ruf eilt Ihnen voraus, wie man so schön sagt.“
     Ein Kloß steckte in ihrem Hals, der langsam abwärts wanderte und drohte, sich in einen Granitfelsen zu verwandeln. Irgendwo hatte sie einmal gelesen, dass die Körpersprache bei solchen Gesprächen entscheidend sei. Also setzte sie sich gerade hin, schlug die Beine übereinander und blickte dem Mann, der vor ihr saß, direkt in die Augen.
     „Ich würde mal sagen, Sie haben es den Kollegen in ihrer alten Dienststelle nicht gerade leicht gemacht. Was ich hier so in ihrer Personalakte lese ...“ Stirnrunzelnd öffnete er die Akte und strich mit dem Zeigefinger unter seiner Nase entlang. Theatralisch überflog er den Inhalt der Akte, den er bereits kannte. Nickte. Räusperte sich. Schüttelte den Kopf. Atmete tief ein und noch tiefer aus.
     Wie nervös konnte ein Mensch werden? Sie spürte ihren Herzschlag dumpf in ihren Ohren hämmern. Zweifel kamen auf. Lisbeth, jetzt reiß dich mal zusammen!
     „Strafversetzt also, ja?“, riss er sie aus ihren Gedanken. Sie zögerte einen Augenblick, bis sie erwiderte: „Eigentlich hieß es Versetzung auf eigenen Wunsch.“ Die Worte sollten resolut klingen, kamen aber irgendwie patzig über ihre Lippen. Verdammt!
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