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Herz über Board 1 - Mein Sommer mit Jonah
Verfasser: Sina Müller (18)
Verlag: Amrun (121)
VÖ: 9. Juni 2016
Genre: Jugendliteratur (8051) und Romantische Literatur (25643)
Seiten: 300
Themen: Bad Boys (554), Beziehungen (2284), Erste Liebe (239), Sardinien (26), Sommer (732), Vertrauen (1019)
Reihe: Herz über Board (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Kann ein Sommer dein Leben verändern?
Lin hofft genau das, als sie von ihrem Freund betrogen wird und deshalb nach Sardinien flüchtet. Als Animateurin will sie alles vergessen - vor allem Männer. Bis sie Jonah kennenlernt und sich in ihn verliebt. Während ihm sein Ruf als Aufreißer vorauseilt, lernt Lin eine ganz andere Seite an ihm kennen. Hin und hergerissen zwischen ihrer Angst, erneut verletzt zu werden und der Hoffnung auf den Sommer ihres Lebens, stellt sie sich die alles entscheidende Frage: Kann sie ihm tatsächlich vertrauen?
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Sina Müller für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Sina Müller gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Gebannt starre ich aus dem Fenster, um einen ersten Blick auf die Insel zu erhaschen, die die nächsten vier Monate mein Zuhause sein wird.
     »Jetzt wird es ernst«, seufzt Lola neben mir, als die Anschnallzeichen mit einem Pling erscheinen und der Kapitän den Sinkflug einleitet. »Und? Bereust du es schon, dass du vor David geflüchtet bist?«, fragt sie. Ich stöhne auf und spüre dieses unangenehme Ziehen in meiner Magengegend, das die Erinnerungen an jenen Abend für gewöhnlich in mir hervorrufen.
     »Gott, ich fühle mich immer noch mies, wenn ich nur an ihn denke.« Die Wunde ist noch zu frisch. Drei Wochen ist es nun her, dass ich ihn mit meiner besten Freundin im Bett erwischt habe. Seitdem verfolgen mich die Bilder, die sich in meinem Kopf eingebrannt haben, jede Nacht.
     »Verständlich. Aber deshalb gleich die Musical-Ausbildung hinzuschmeißen ... Für den Club wirst du eine Bereicherung sein, aber willst du ernsthaft wegen eines Kerls so eine Chance aufgeben?«
     »Ich hab die Ausbildung ja nicht sausen lassen. Nur verschoben. Und das mit David ... Soll er sich doch mit Yvi trösten.« Ich habe große Lust, mich aus dem Flieger zu stürzen, wenn ich nur an die beiden denke. »Ich glaube, die Ablenkung hier wird mir ganz gut tun«, sage ich zuversichtlicher, als ich tatsächlich bin. Ich habe mich für Flucht entschieden und damit für ein paar wundervolle Monate im Osten Sardiniens.
     »Lin, glaub mir, hier ist es eh viel schöner. Das wird der Sommer deines Lebens – so lange du dich an die Regeln hältst!«, erinnert mich Lola mindestens zum hundertsten Mal. Ich seufze innerlich. Die Drei Goldenen Regeln. Wie sollte ich die jemals wieder vergessen?

     - Sei immer und zu ausnahmslos jedem freundlich!
     - Kein Sex mit den Gästen! Das gibt nur Ärger.
     - Fange nichts mit Jo an. Niemals!

Lola und ich haben uns auf den Recruiting-Days von Easy Camp kennengelernt, wo ich mich kurzfristig um einen Animationsjob beworben habe. Ein Blick und uns war klar, dass wir Freunde werden würden. Nun saßen wir hier zusammen im Flieger und ich weiß zu gut, dass Lola alles in die Waagschale geworfen hat, damit ich mit ihr gemeinsam im Aquamarina lande – dem coolsten Ferien-Camping-Club auf Sardinien, wie sie sagt. Es ist ihre zweite Saison hier an der Ostküste und vermutlich nicht ihre letzte. Denn wenn man sich an die Regeln hält, kommt man immer wieder nach Sardinien. Behauptet zumindest Lola.
     Normalerweise mache ich mir gerne mein eigenes Bild, aber ich bin froh, dass sie an meiner Seite ist und mich um die tiefsten Fettnäpfchen herumlotsen kann, in die ich sonst mit Anlauf springen würde. Von der Energie, die sie aus jeder Pore ausstrahlt, kann ich momentan eine gute Portion vertragen. Die Sache mit David hat mich ziemlich ausgelaugt.
     Das Flugzeug setzt mit einem leichten Ruckeln auf und Lola ist kaum noch auf dem Sitz zu halten. Amüsiert beobachte ich, wie sie die Anzeige hypnotisiert, bereit, den Gurt zu lösen und aufzuspringen, um ... ja, um was eigentlich? Weiter zu warten, bis sich die Türen öffnen?
     Ich bleibe sitzen und schaue durch die winzige, völlig verkratzte Luke neben meinem Sitz, versuche einen Blick auf die Landschaft zu erhaschen, doch ein großes Betongebäude versperrt meine Sicht. Ein leichtes Drücken breitet sich in meinem Magen aus. Zu gut weiß ich, dass ich mich hinter einer Ausrede verstecke. Dass mein Weggang aus Hamburg und das Verlassen von David einer Flucht an einen Ort gleichen, an dem mich niemand vermuten wird. Alles, was ich mir erhoffe, ist, endlich wieder ich selbst zu sein. Vier Monate habe ich, bis mein Musical-Studium starten würde. Genug Zeit, um zu mir selbst zu finden. Genug Zeit, um den Anblick zu vergessen, der mein Leben auf den Kopf gestellt hat.
     Endlich wird Lola erlöst, als das Zeichen zum Abschnallen erscheint. Bewegung kommt in die Menschen, die eilig ihre Sachen aus den Gepäckablagen hieven, um möglichst schnell den ersten Schritt auf die Insel zu setzen.
     Die Sonne blendet mich, als ich aus dem Flugzeug steige und die steile Treppe hinunterlaufe. Hitze schlägt mir entgegen und als ich die wenigen Meter zum Bus, der uns zum Flughafengebäude bringen wird, hinter mich bringe, weiß ich: Es liegt nicht allein an den Turbinen. Es ist erst Anfang Mai, aber hier auf Sardinien scheint der Sommer bereits in vollem Gange zu sein.
     Noch immer versperren mir die asphaltierte Landebahn und das große Flughafengebäude den Blick auf die Natur, die hier so einzigartig schön sein soll. Sardinien, die zweitgrößte Mittelmeerinsel, gehört zu den schönsten und somit auch beliebtesten Ferieninseln deutscher Urlauber. Noch ist der Ferienflieger – und damit der Shuttlebus – vergleichsweise leer. Die Saison startet erst in ein paar Tagen.
     »Oh mein Gott, wie sehr ich diese verdammte Insel vermisst habe.« Lola hüpft aufgeregt auf und ab, ein breites Lächeln auf dem Gesicht, das vom deutschen Frühling noch blass ist. »Wer uns wohl abholen wird? Peter? Oder vielleicht Jo?« Ihre Augen blitzen bei der Erwähnung von Jos Namen merklich auf. Fast ist es, als würde sie ihre große Liebe gleich wiedersehen. Sie umarmt mich überschwänglich und lacht ihr einnehmendes Lachen, das mir bereits in Frankfurt so gut gefallen hat.
     Der Bus hält nach einer kurzen Fahrt mit einem lauten Quietschen vor dem eckigen Gebäude und entlässt uns zum Check-out in die klimatisierte Halle. Eine unbestimmte Unruhe brodelt in mir. Was habe ich mir nur dabei gedacht? Was erwarte ich von dem Sommer? Dass er unvergesslich wird? Vielleicht. Und dass ich Spaß haben werde. Egal, was kommt, ich habe mir vorgenommen, all die trüben Gedanken abzuschütteln, die mich in Deutschland gelähmt haben. Die mir das Atmen fast unmöglich gemacht und das Lachen geraubt haben. Ich bin hier, um Abstand zu gewinnen. Um abzuschließen und ein neues Leben zu beginnen. Ein Leben, in dem Kerle wie David keinen Platz haben.
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