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Erik Lindberg 1 - Schlafe tief (Neubearbeitung von "Remexan: Der Mann ohne Schlaf")
Verfasser: Thomas Kowa (31)
Verlag: Digital Publishers (137)
VÖ: 10. Mai 2016
Genre: Thriller (5580)
Seiten: 664 (Taschenbuch-Version), 596 (Taschenbuch-Version Nr. 2), 412 (Kindle-Version)
Themen: Kommissare (1422), Medikamente (63), Mord (4707), Pharmaindustrie (44), Schlaf (111)
Reihe: Erik Lindberg (4)
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Der Pharmakonzern GENEKNOV bringt mit „Remexan“ ein Medikament auf den Markt, das den täglichen Schlafbedarf auf eine einzige Stunde verkürzt. Inmitten einer sich unter dem Diktat der Effizienz rasant verändernden Welt versucht Kommissar Erik Lindberg, den brutalen Mord an einem ehemaligen GENEKNOV-CEO aufzuklären.

Verzweifelt über seine im Koma liegende Freundin und vom Bundespolizeichef unter Druck gesetzt, beginnt Lindberg selbst Remexan zu nehmen. Bald erkennt er, dass wichtige Forschungsergebnisse über das Medikament geheim gehalten werden ...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Thomas Kowa für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Thomas Kowa gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

1


Noch war Leben in ihr. Still lag sie da, ihre Augen geschlossen, ihr Körper regungslos, nur der Brustkorb senkte und hob sich mechanisch.
     Doch sie schlief nicht.
     Erik Lindberg beugte sich über sie, ging ganz nah an ihre Lippen heran, aber er spürte ihren Atem nicht.
     Mechanisches Surren erfüllte den Raum. Lindberg hasste dieses Geräusch. Obwohl die Ärzte sagten, dass die Apparate, die es verursachten, lebensnotwendig waren. Dabei konservierten sie das Leben nur, bis es gleich dem Sterben war.
     Im Karton, den er mitgebracht hatte, maunzte es. Lindberg sprach ein paar beruhigende Worte und schob ein Leckerli hinein.
     Paula hatte ihm immer gesagt, dass sie lieber tot wäre, als an einer Maschine angeschlossen.
     Doch das sagte sich leicht, wenn man jung und gesund war. Moralisieren war immer einfach, wenn es um Fragen ging, die einen gar nicht betrafen.
     Er hatte Paula sogar versprechen müssen, nie zuzulassen, dass ihr Leben an Geräten hing. Auch für ihn war das damals nur eine hypothetische Frage gewesen.
     Bis es wirklich geschehen war. Bis der Arzt ihm nur mit seinem Blick mehr über die Diagnose gesagt hatte, als mit allen Worten, die folgten.
     Dieser verzweifelte Blick, den kannte Lindberg gut genug. Wenn er vor den Angehörigen stehen und ihnen die bittere Nachricht überbringen musste. Er hatte geglaubt, er wüsste, wie es sich auf der anderen Seite anfühlte.
     Erik Lindberg strich sich durch das schwarze Haar. Er musste eine Entscheidung treffen. Hätte Paula eine Patientenverfügung gemacht, wäre ihm diese Last abgenommen worden. Doch sie hatte sich auf ihn verlassen wollen, nicht auf den Staat oder die Ärzte. Vielleicht hatte Paula aber auch der eigenen Entscheidung nicht getraut und sie daher ihm in die Hand gelegt.
     Zärtlich streichelte er Paulas Gesicht, jedenfalls soweit es diese verdammte Beatmungsmaske zuließ. Manchmal kam es ihm vor, als sauge dieses hässliche Ding aus Plastik alle Kraft aus ihr, so ausgemergelt wie Paula inzwischen dalag. Wie ein Parasit hatte die Maske sich ausgebreitet, bedeckte Nase wie Mund und hielt Wache, sodass er ihr nicht mal einen Kuss geben konnte.
     Nichts von dem war geblieben, was das Leben für sie lebenswert gemacht hatte.
     Alle Versuche, sie zurückzuholen, waren gescheitert. Die Blicke der Ärzte waren zwar routinierter geworden, aber nicht zuversichtlicher.
     In der Charité in Berlin hatte man ihr das Etikett austherapiert verpasst – nach nur vier Monaten.
     Also hatte er Paula in ihre alte Heimat nach Basel verlegen lassen, in der Hoffnung, dass es dort besser wurde.
     Doch es hatte sich nur die Klinik geändert und der Dialekt der Pflegerinnen.
     Die Ärzte hatten alles versucht. Und er ebenso. Jeden Tag eine andere Idee. Begonnen hatte er damals mit ihrem Lieblingssong, Enjoy the Silence von Depeche Mode, den er ihr mittels iPod auf Ohrhörern vorgespielt hatte, verschiedene Filme waren gefolgt, er hatte die Straße vor ihrem Haus aufgenommen, die Durchsage in dem Zug, mit dem sie immer gependelt war, vor einer Woche hatte er sogar einen Meister für chinesische Akupunktur ins Krankenhaus gebracht, doch Paula hatte jedes Mal dagelegen wie schon gestorben.
     Einmal hatte er in Berlin trotz des ausdrücklichen Verbots sogar versucht, Dr. Watson, Paulas Kater, in einer mit Löchern versehenen Kartonbox ins Krankenhaus zu schmuggeln.
     Natürlich war er erwischt worden, bevor er Paulas Zimmer überhaupt erreicht hatte.
     In der Basler Klinik waren Tiere auch verboten, doch er hatte dazugelernt und die Kartonbox mit dünner Seide umwickelt, als sei es ein Geschenk. Außerdem hatte es einige Übungseinheiten und noch mehr Leckerli gebraucht, bis Dr. Watson sich im Karton endlich still verhielt.
     Die Schwester sollte erst in einer halben Stunde wieder auf Visite in Paulas Zimmer kommen, also löste Lindberg das Seidentuch und lupfte den Kartondeckel, begleitet vom leisen Scharren Dr. Watsons.
     Der Kater steckte neugierig sein schwarzes Köpfchen aus dem Karton, sprang heraus, ignorierte das Leckerli in Lindbergs Hand, lief über die Bettdecke auf sein Frauchen zu und schleckte ihr die Backen ab.
     Paula reagierte nicht.
     Dr. Watson stupste sie am Ohr, blickte zu Lindberg, rieb sich an ihrem Kinn und stieg dann über Paula, um sich in ihre Armbeuge zu legen.
     Lindberg packte Paulas Hand und streichelte sie, eine Träne fiel auf ihren Oberarm. Er hatte Paula von Anfang an geliebt, abgöttisch, sie waren erst zwei Jahre zusammen gewesen, doch er hatte nie daran gezweifelt, dass sie heiraten würden, Kinder bekommen und irgendwann Enkel.
     Er war sich so sicher gewesen.
     Doch das Leben hielt sich nicht an Pläne. Jedenfalls nicht, wenn man Kriminalkommissar war. Der Mann, der ihr das angetan hatte, saß im Gefängnis, das wenigstens hatte Lindberg erreicht. Doch das klärte nicht die Schuldfrage, klärte nicht, wie es soweit hatte kommen können.
     Musste er seiner Freundin daher nicht wenigstens ihren letzten Wunsch erfüllen?
     Erik Lindberg hatte die Entscheidung immer weggedrückt, doch jetzt, während Dr. Watson neben seinem Frauchen lag, spürte Lindberg, dass er nicht länger warten durfte.
     Welches Recht nahm er sich heraus, ihren Willen zu ignorieren?
     Lindberg hörte vom Flur Schritte. Er flüsterte dem Kater zu, er solle zu ihm kommen, winkte mit dem Leckerli, doch der blieb einfach neben Paula liegen und schien sich mal wieder zu wundern, wie kompliziert die Menschen waren.
     Lindberg packte ihn, legte ihn in den Karton, das Leckerli dazu, doch Dr. Watson maunzte trotzdem.
     Die Schritte stoppten und schienen sich wieder zu entfernen.
     Lindberg kraulte den Kater noch ein wenig, dann schloss er den Karton und wickelte das Seidentuch darum.
     Vor Enttäuschung zitternd, strich er mit den Fingern über Paulas Maske und auf einmal wusste er, was sie wollte.
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