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Eva Sturm ermittelt 06 - Schiffbruch

Verfasser: Moa Graven (130)
Verlag: cri.ki (120)
VÖ: 22. Mai 2016
Genre: Kriminalroman (12544)
Seiten: 222 (Taschenbuch-Version), 141 (Kindle-Version)
Themen: Boot (53), Inseln (3059), Mord (9472), Ostfriesland (986)
Reihe: Eva Sturm ermittelt (30)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Es ist Sommer und Eva will endlich einmal ein paar Tage ausspannen. Sie sitzt praktisch auf gepackten Koffern und selbst Jürgen von der Touristinfo wird sie nach Esens begleiten. Doch ihr Plan wird von einem Segelboot durchkreuzt, das gestrandet vor Langeoog liegt und von einem Touristen entdeckt wird. Er schlägt sofort Alarm, denn unter Deck bietet sich ihm ein Bild des Grauens. Eine junge Familie, darunter zwei kleine Kinder, wurde offensichtlich brutal ermordet und ausgelöscht. Eva wird sofort alarmiert. Sie begräbt ihre Urlaubspläne und jagt den Täter, den sie schon bald im direkten Umfeld der Opfer vermutet.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Moa Graven für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Moa Graven gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Langeooger Sonne

Es standen ein paar freie Tage vor der Tür. Da musste man sich doch eigentlich freuen? Und doch war Eva Sturm hin und her gerissen an diesem Morgen. Es galt, noch ein paar Sachen zu erledigen. Vertretung organisieren und für den Notfall erreichbar zu sein. Und dabei würden es ja nur zehn Tage sein, die sie nicht auf der Insel war. Was sollte da schon passieren? Sie kochte sich einen Kaffee und saß auf ihrer kleinen Veranda. Seit vier Wochen hatte sie eine neue Wohnung. Nachdem bei dem letzten Fall ein Fremder in ihr Haus gedrungen war, hatte sie sich dort nicht mehr wohlgefühlt. Hinter jeder Tür vermutete sie ihn, obwohl er doch eigentlich festgenommen worden war. Sie hatten ihn im Mai auf Borkum zur Strecke gebracht. Den Mann, der sie und zwei weitere Ermittlerinnen aus Ostfriesland in Angst und Schrecken versetzt hatte. Vielleicht würden sie auch noch bei Lisa Berthold in Aurich vorbeifahren, dachte Eva, wenn sie auf dem Festland waren. Tja, sie hatte doch tatsächlich nachgegeben und Jürgen würde mitfahren nach Esens. Das habe er sich redlich verdient, hatte er gemault, als sie vor zwei Wochen beim Italiener saßen.
     Eva wollte auch Klara in Esens besuchen. Das war eigentlich ihr Hauptanliegen. Sie war nun schon seit einigen Monaten im Altenpflegeheim und würde da sicher auch nicht wieder herauskommen. Ein schrecklicher Gedanke, dachte Eva und stützte ihr Gesicht auf ihren Handballen. Klaras Tochter hatte sie doch tatsächlich vor einigen Wochen angerufen und ihr praktisch Klaras Wohnung in Esens geschenkt. Sie wohne in der Großstadt, hatte die Tochter erklärt, und wisse eigentlich gar nicht, wie sie sich auch noch darum kümmern solle. Und schließlich sei Eva ja wohl die beste, wenn nicht sogar einzige Freundin von Klara gewesen. Es sei Klaras größter Wunsch, wenn Eva ihre Wohnung übernähme. Konnte man so einen praktisch letzten Wunsch einer alten Dame ausschlagen? Eva jedenfalls konnte es nicht. Und so hatte sie neben Klaras altem Opel jetzt auch ihre Wohnung in ihren Besitz genommen. Sie und Jürgen würden dort also ab morgen gemeinsam auf dem Sofa sitzen. Vermutlich an alte Zeiten denken. Und gerade deshalb würde es keine schöne Zeit sein in Esens. Eva wusste nicht, wie sie jetzt aus dem Stimmungstief wieder herauskommen sollte. Vielleicht half es ja, wenn sie sich ein wenig die Beine am Strand vertrat und in der Dienststelle vorbeisah. Es war komisch, dachte sie, als sie sich im Bad zurechtmachte. Es war Sommer, die Insel voller Touristen, und doch war bisher alles friedlich geblieben. Langeoog würde sicher gut ohne sie zurechtkommen.

Als Eva vor die Tür trat, hielt sie sich schnell die Hand schützend über die Augen. Die Sonne spielte mit dem Wasser und blendete sie. Es war angenehm warm, ein leichter Wind fuhr durch ihr Haar. Sie war in diesem Moment der glücklichste Mensch, dachte sie. Wenn nur jeder dazu in der Lage wäre, solche Glücksmomente bewusst wahrzunehmen, vielleicht gäbe es dann nicht mehr so viele Verbrechen. Sie hatte es mit ihrer neuen Wohnung wirklich gut getroffen. Sie brauchte nur ein paar Minuten zum Strand. Wer wohnte schon in so einem Paradies? Fast war sie versucht, die Schuhe auszuziehen und barfuß zu laufen, als sie in ihrer Ruhe von einem lauten Rufen gestört wurde. War da etwa ein Hund ausgebüxt? Oder suchte jemand sein Kind am Strand? Irgendwie hörte es sich panisch an. Eva hielt wieder schützend die Hand über die Augen, um etwas sehen zu können. Da lief ein Mann am Strand. Nein, er rannte. Und zwar in ihre Richtung.
     »Hilfe!«, hörte sie jetzt ganz deutlich. Da musste etwas passiert sein. Eva lief dem Mann entgegen.

»Kann ich etwas für Sie tun?«, fragte sie atemlos, als sie und der Mann aufeinandertrafen. »Ich bin die Inselpolizistin Eva Sturm. Was ist passiert?«
     »Gott sei Dank«, stammelte der Mann. Er bückte sich und legte seine Hände auf die Oberschenkel. Er war total erschöpft. Wie weit er wohl gerannt war? Und warum?
     »Bitte beruhigen Sie sich«, sagte Eva und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Der Mann atmete so schnell, dass sein ganzer Körper in Bewegung war. Hoffentlich brach er hier nicht auch noch zusammen.
     »Da hinten«, sagte er und richtete sich wieder auf. Er hatte einen hochroten Kopf. Er zeigte weiter weg in Richtung Strand, doch Eva konnte nichts Auffälliges erkennen. »Es ist so schrecklich, sie sind alle tot.« Er atmete hörbar aus.
     »Wer ist tot?« In Evas Stimme hatte sich routinemäßiges Erschrecken gelegt.
     »Alle«, sagte er und fing an zu weinen.
     Um Gottes willen, dachte Eva. Was hatte dieser Mann bloß gesehen, dass er so fertig war?
     »Sollen wir vielleicht in die Dienststelle gehen?«, bot Eva an. Sie hatte die Befürchtung, dass der Mann hier gleich vor ihren Augen am Strand zusammenklappen würde.
     »Nein«, sagte er matt und schnäuzte sich in ein Papiertaschentuch. »Entschuldigen Sie, dass ich so ... doch es war einfach zu schrecklich.«
     Da er sich ein wenig gefangen hatte, hakte Eva jetzt konkreter nach.
     »Bitte erzählen Sie in aller Ruhe, was Sie gesehen haben«, forderte sie ihn auf.
     »Da drüben«, er zeigte wieder in die Richtung, wo Eva immer noch nichts erkennen konnte. »Das Schiff ...«
     »Ein Schiff?« Eva kniff die Augen zusammen. Sie sah nur den Strand und den Horizont über dem Meer.
     »Ja. Ein Segelschiff. Es liegt da am Strand. Es war ganz offensichtlich, dass es gekentert war. Ich bin hin, weil ich helfen wollte und dann ...« Er stockte wieder und hielt sich die Hände vor die Augen.
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