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Der Fluch der Unsterblichen 1 - Entfachte Glut
Verfasser: Raywen White (3)
Verlag: Forever (106)
VÖ: 15. Januar 2016
Genre: Fantasy (6342) und Romantische Literatur (10590)
Seiten: 621
Themen: Entführungen (989), Entscheidungen (979), Fassade (154), Fluch (318), Geheimnisse (2427), Studenten (512), Temperament (7), Unsterblichkeit (142), Wüste (162), Wut (55)
Reihe: Der Fluch der Unsterblichen (3)
Sonstiges: Dieses Buch überwachen
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Der erste Teil der packenden Romantasy-Saga!

Tanja Smith fällt es schwer, anderen zu vertrauen. Zu schmerzhaft sind die Narben aus ihrer Vergangenheit. Ihre Wunden verbirgt die junge Frau geschickt hinter der Fassade der fleißigen Studentin. Erst als sie den attraktiven Kane kennenlernt, kommt ihr feuriges Temperament zum Vorschein. Doch auch Kane hat ein dunkles Geheimnis. Eines Morgens wacht Tanja mitten in der Wüste auf. Kane hat sie entführt, um ein altes Versprechen einzulösen. Tanjas Wut kennt keine Grenzen. Dennoch fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu Kane hingezogen. Als sie schließlich von seiner wahren Natur erfährt, muss Tanja sich entscheiden. Ist ihre Liebe stark genug, um alle Grenzen zu überwinden?
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Raywen White für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Raywen White gibt es bei Facebook.

Geburt


Schreie hallten durch die verfallene Burg, als das alte Weib langsam die enge Wendeltreppe zum Turmzimmer hinaufstieg. Ihr angestrengtes Ächzen vermischte sich mit den durchdringenden Klagelauten zu einer unheimlichen Melodie. Nur ein paar wenige Fackeln spendeten ein schwaches Licht, so dass man die verwitterten Steinstufen nur schwer erkennen konnte. Es war dunkel, feucht, und in den Ecken huschten kleine, unheimliche Schatten vorbei.
     Kaum blieb das alte Weib keuchend und um Atem ringend stehen, stieß sie der Soldat, der sie die Treppe hoch begleitete, unsanft vorwärts. „Beeil dich, Hexe, sonst werden die nächsten Schreie deine sein.“
     Sie lachte nur leise. Ein altes, kratziges Lachen, bei dem der Soldat unsicher zusammenzuckte. „Meinst du, ich lasse mir von jemandem wie dir etwas sagen oder Angst einjagen? Aber wenn du meine Arbeit machen möchtest, dann tu, was du nicht lassen kannst.“
     Der Soldat schnaubte und sah sie mit hasserfülltem Blick an. Er stank nach Bier und Urin, wobei das bei dem Unrat in der verdreckten Burg nicht weiter auffiel. Seine schmutzige Hand zum Schlag erhoben wich er zurück, als ihnen jemand auf der engen Treppe entgegeneilte und ein weiterer gellender Schrei die Stille zerriss, welche über der Burg lastete.
     „Warum dauert das so lange? Lass das alte Weib in Ruhe und kümmere dich um deine Aufgaben“, herrschte ein Mann den verlotterten Soldaten an, welcher nicht gerade begeistert über diese Rüge war. Noch bevor er ging, raunte er ihr zu: „Ich werde auf dich warten, wenn du die Burg verlässt.“ Er schubste das Weib grob vorwärts, sodass es auf den glitschigen Stufen ausrutschte und stürzte.
     Der andere Mann war bei dem schwachen Licht nur undeutlich zu sehen, zumal ihn die Schatten halb verbargen. Man konnte erkennen, dass er groß und kräftig gebaut war. Seine Kleidung war die eines gewöhnlichen Kriegers. Dunkles Leder spannte sich über seine kräftige Körpermuskulatur, und ein Schwert hing an seiner linken Seite. Von ihm ging eine Stärke und Arroganz aus, die auf einen höheren Rang schließen ließ.
     Er wirkte vollkommen fehl am Platz in dieser von Abschaum bevölkerten Burg.
     Behutsam half er der alten Frau aufzustehen und nahm den großen Korb, den sie bei sich trug. An ihren Händen klebte der widerliche Schmutz der Treppe. Kurzerhand säuberte sie sie an ihrer Schürze und ächzte, als sie die Stufen wieder in Angriff nahm.
     „Es tut mir leid, dass Ihr so grob behandelt wurdet, es gibt in dieser Burg leider zu viel von diesem Gesinde.“ In der Entschuldigung, die er grollend vorbrachte, konnte sie deutlich unterdrückte Wut wahrnehmen. Seine Stimme war tief und voll, wie dazu gemacht, um Befehle über das Schlachtfeld zu brüllen und den Feind einzuschüchtern.
     Während sie die steilen und dunklen Stufen zum Turmzimmer weiter hinaufstiegen, stützte er ihren gebrechlichen und schwachen Körper. „Solange es so nette junge Männer wie Euch zum Ausgleich gibt, beschwere ich mich nicht.“ Ihr Kichern ähnelte mehr einem Krächzen.
     Ein Blitz zuckte über den Himmel und erleuchtete sein markantes Gesicht durch eine der Schießscharten. Er musste Anfang dreißig sein. Tiefschwarzes Haar fiel ihm wild ins Gesicht und verbarg zum Teil seine intelligenten, eisblauen Augen. Sie kicherte abermals, „Und wenn sie auch noch so gut aussehen wie Ihr, mein Junge, bin ich vollkommen zufrieden.“ Wieder hallten hohe Schmerzensschreie einer Frau durch das alte Gemäuer. Er zuckte kaum merklich zusammen, und seine Augenbrauen zogen sich unheildrohend zusammen.

Kane war wütend. So wütend, dass er sich nur sehr mühsam zusammenreißen konnte. Wieder durchstieß ein Schrei die unheimliche Stille, die über der Burg lag. Wieder wurde er durch das gequälte Echo an sein Versagen erinnert.
     Am oberen Treppenabsatz angekommen, musste er den Korb abstellen. Laut protestierend quietschte das rostige Schloss, als er die schwere Eichentür öffnete. Mit einem kurzen Wink bedeutete er dem alten Weib, ihm in den winzigen Raum zu folgen. Es gab kein wärmendes Feuer, nur eine kleine, heruntergebrannte Kerze spendete ein wenig Licht. Flackernd kämpfte sie gegen das Verlöschen in dem heulenden Sturm, welchen die zwei Fenster ohne Läden, Scheiben oder Ähnliches nicht abwehren konnten.
     Man sah das ganze trostlose Tal, als grelle Blitze wieder den Himmel erleuchteten. Die wenigen Möbelstücke im Raum waren schon halb verfallen und wurden wahrscheinlich nur noch von den Holzwürmern zusammengehalten.
     Mitten im Raum stand ein Bett, aus dessen Richtung ein schwaches Stöhnen kam, welches immer wieder durch einen schmerzerfüllten Schrei unterbrochen wurde. Vor unterdrückter Wut knirschte Kane mit den Zähnen. Diese Gefühlsregung war ein Ausrutscher in der stoischen Selbstkontrolle, die ihn für gewöhnlich auszeichnete.
     Ein weiterer Blitz erleuchtete kurz die schreckliche Szenerie, und die Alte zog hörbar die Luft ein. Eine Frau lag auf einer dreckigen Matratze, halb bedeckt von mottenzerfressenen Laken. Ihr Haar wirkte dunkel, fettig und klebte an ihrer vor Schweiß glänzenden Stirn. Ihre Augen waren glasig, und sie schien kaum mehr bei Bewusstsein zu sein. Trotz des schmerzverzerrten Gesichts konnte man erkennen, dass es eine sehr schöne junge Frau war, die zusammengekrümmt dalag. Sie war so klein und wirkte zierlich und zerbrechlich. Dieser Eindruck wurde noch durch den beachtlichen Bauch verstärkt, in dem ein neues Leben heranwuchs.
     Kane schluckte die bittere Galle hinunter. Er war sich nicht sicher, ob die Alte ihr und dem ungeborenen Kind überhaupt noch helfen konnte. Als Krieger hatte er schon oft den Tod gesehen, aber in diesem Fall erschien er ihm so sinnlos. Belastete ihn das Gefühl der Schuld.
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