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Erklärung der Bewertungssysteme
Nemo, zwanzig Jahre alt, lebt in einem schwarzen Leuchtturm. Der war nicht immer schwarz. Erst seit jenem Tag. Seit dem Autounfall. Der Unfall, durch den Nemo sein Augenlicht und seine Freundin Merle ihre Stimme verlor. Ein zu heißer Tag, ein zu müder Kopf, ein zu großer Baum. Nemo saß am Steuer. Seitdem versucht er zu vergessen und verschanzt sich in seinem Leuchtturm an der Küste. Doch einige wenige Menschen lässt er noch in sein Refugium. Da ist natürlich die stumme Merle, immer in seiner Nähe, da sind Darius und dessen Freundin Luna sowie Emma, eine Zufallsbekanntschaft. Und dann ist Luna plötzlich verschwunden und die Polizei steht vor der Tür …
Lesermeinungen (1)     Leserkanonen-Rezension
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 10. November 2015 um 19:22 Uhr (Schulnote 1):
» Nemo lebt mit Merle in einem schwarzen Leuchtturm. Allein das ist schon nicht alltäglich - wer hat schon einmal nicht davon geträumt, wenigstens im Sommer in einem solchen zu wohnen? Doch Nemos Leuchtturm ist schwarz, so dunkel wie seine Seele, denn Nemo leidet und empfindet Hass - in sich, für andere, und die Qual, der er jeden Tag ausgesetzt ist, ist nicht süß, sondern schmerzlich. Bedeutet sie doch, nicht zu wissen, ob er leben will oder doch gar sterben? Mit Blindheit seit einem schrecklichen Unfall geschlagen, vegetiert er mit Merle, seiner Freundin, die durch das Ereignis stumm ist, vor sich hin. Einzig Casper, der Kater, scheint den Leuchtturm mit Leben zu füllen. Ab und an kommen Besucher, von denen man nicht sagen kann, ob sie mehr wissen als Nemo lieb ist.
Zwischen Selbstvorwürfen, Schweigen und Rückblenden in die Vergangenheit wird das ganze Ausmaß klar, warum Nemo sich so malträtiert, denn das Spiel zwischen Schein und Sein verwischt immer mehr die Grenzen. Wahn oder Wirklichkeit? Was geschah an dem besagten Tag, der alles veränderte?

"Mnemobhobia" ist ein Begriff, der schon Einiges über die Geschichte verrät, ohne allzuviel Preis zu geben. Diese Phobie ist die irrational und übermäßige Angst vor Erinnerungen.
Nemos Zerrissenheit, seine Gedankengänge und Emotionen waren für eine so kurze Geschichte mehr als intensiv und greifbar. Oft gelingt es dickeren Büchern nicht so nachhaltig, die Hauptfigur in all ihrem Denken und Fühlen so einzufangen. Man spürt auf jeder Seite, was in seinem Inneren passiert, wie seine Zwiespältigkeit und Schuld ihn in die Knie zwingt, ohne dass er wirklich etwas dagegen unternehmen kann oder will. Es ist einfach so, und Nemo nimmt es hin.
Dabei fragt man sich ständig, was bei dem Unfall passierte, denn viel wird angedeutet, nichts vollständig erzählt, bis zum wendungsreichen Ende, das für einen Thriller spannend erzählt und innovativ ist.

Besonders die poetische Sprache hat es mir angetan, die einmal mehr Bilder malt, die jeder Mensch schon einmal gesehen und in sich gefühlt hat.

„Mir wurde wieder klar, warum ich Erinnerungen so sehr hasste, sie gar fürchtete. Die schrecklichen bringen durch bloße Bilder Schmerz, die schönen sind noch viel schrecklicher, denn sie zeigen ein Glück, dessen man sich völlig sicher glaubte, bis es plötzlich zerstört wurde. Einfach so. Und man weiß, dass es nie wiederkehren wird.“

Man wird Teil von der Geschichte, denn der Schreibstil ist einnehmend und wortgewaltig, und das Buch hat eine seelische Tiefe, die man in manch anderen Wälzern vermisst. Hier wird auch mit dem Leser gespielt, denn man weiß selbst nicht, was man glauben soll.
Besonders gefielen mir auch die Bezüge zu Filmen, wie "Harry Potter", "Herr der Ringe", "Findet Nemo" oder "I am Legend", die jeweilig zu der Situation passten.
Das Ende war passend und verlor nichts in der Wirkung, denn wenn ich es anfangs auch nicht merkte, genau so hatte ich es mir vorgestellt.

Tragisch, raffiniert, überraschend.«
  10      0        – geschrieben von Legeia
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