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Die Sehnsucht des Vorlesers
Verfasser: Jean-Paul Didierlaurent (3)
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1559)
VÖ: 22. September 2015
Genre: Gegenwartsliteratur (3906)
Seiten: 224 (Taschenbuch-Version), 320 (Taschenbuch-Version Nr. 2)
Themen: Bücher (732), Frauen (1138), Literatur (120), Suche (1499), Tagebücher (534), Zug (202)
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Erklärung der Bewertungssysteme
An jedem Morgen liest Bücherliebhaber Guylain Vignolles im Regionalzug ein paar Seiten vor, die er am Tag zuvor bei seinem Job als Papierverwerter aus dem Schredder gerettet hat. Eines Tages entdeckt er im Zug einen USB-Stick mit dem Tagebuch einer jungen Frau - und liest fortan nur noch ihre Geschichten vor. Und sein Leben wird von Grund auf geändert ...
Lesermeinungen (1)     Blogger (4)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 22. Oktober 2015 um 21:23 Uhr (Schulnote 3):
» Der Titel des Buches sprach mich direkt an. Und dann las ich den Klappentext und wusste einfach, diesen Roman muss ich lesen. Ich lese selbst gerne mal spannende Stellen oder Kindern Bücher vor und musste daher mehr über Guylain erfahren.
Guylain ist zuerst ein schwieriger Charakter gewesen, still, zurückgezogen und in seinem Alter wirkt er schon etwas merkwürdig. Er hat diesen Job in dieser Papierverwertungsfabrik und man kann seinen Widerwillen nachvollziehen. Schön fand ich wie er sich für die Seiten, die er retten will einsetzt. Das Vorlesen wurde dem Leser sehr schön vermittelt und warum es Guylain so wichtig ist. Er erschien mir manches mal ein wenig steif und unnatürlich, aber große Emotionen sind bei ihm wohl nur der Schreddermaschine und den Büchern vorbehalten.
Wer nun aber die große Romanze erwartet, weil er die Frau finden will, ist hier jedoch an der falschen Stelle. Der Autor schrieb hier eher nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel.".
Die Charaktere und ihre Eigenheiten wurden dem Leser sehr gut vermittelt, manchmal fand ich sie aber auch zu eigenartig. Irgendwie scheint es in der Umgebung von Guylain kein einzigen "normalen" Menschen zu geben. Es passt in diese Geschichte, keine Frage, aber manchmal ist weniger eben auch mehr.
Der Schreibstil des Autors ist für mich schwer einzuordnen. Er ist weder geschwollen noch zu umgangssprachlich und passt auf seine Art und Weise zu dieser außergewöhnlichen Geschichte mit französischem Charme.
Dieses Büchlein umfasst 223 Seiten und diese halten für den Leser einige Überraschungen bereit. Die Schrift ist relativ groß gewählt und zentral gesetzt. Die Seiten fliegen also nur so vorbei. Besonders schön fand ich die unterschiedlich gewählten Seitenfarben und Seitenformatierungen für die unterschiedlichen Dokumente. Dokumente, die der Schreddermaschine entrissen wurden, sehen anders aus als die Tagebuchseiten.
Dieses Buch ist wirklich liebevoll durchdacht, geschrieben und gestaltet. Mich konnte die Story leider nicht so fesseln und überzeugen wie gedacht, denn viele Fragen blieben einfach für mich offen. Und vielleicht hatte ich auch einfach mehr erwartet.«
  8      0        – geschrieben von Nici´s Buchecke
 
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