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Villa to be - Liebe, Kunst und Chaos
Verfasser: Asta Müller (3)
Verlag: Eigenverlag (12648)
VÖ: 25. August 2015
Genre: Jugendliteratur (5618) und Romantische Literatur (16231)
Seiten: 233
Themen: Bad Boys (345), Künstler (249), Mitbewohner (197), Stalking (176), Studenten (777), Villas (95), Wohngemeinschaft (205)
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„Aller Anfang ist schwer ...“

Lola stürzt sich nach ihrer ersten gescheiterten Beziehung nicht nur in ihr Design-Studium, sondern auch in eine für sie neue Art des Zusammenlebens. Sie zieht in eine Künstler-Villa, in der sieben gänzlich verschiedene Mitbewohner nach ihrem Platz im Leben suchen. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist die Kreativität.
Einer dieser Mitbewohner hat es Lola besonders angetan: Alex ist Aktmodell und wirkt auf Lola unbeschreiblich sexy, doch er hält sie auf Abstand. Obendrein entwickelt sich Lolas Ex, Felix, zum Stalker. Dann ist da noch Constantin, der immer für sie da zu sein scheint, doch Lola hat einen Hang zu „Bad Boys“.
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Asta Müller für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Asta Müller gibt es bei Twitter und bei Facebook.
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Kapitel 1

Hier stand ich nun, in einem hohen, lichtdurchfluteten Atelierraum mit mindestens dreißig anderen Kommilitonen, und starrte auf das männliche Aktmodell vor mir. Das heißt, nicht direkt vor mir; ich linste etwas an der Staffelei vorbei. In diesem Fall war die Staffelei so nützlich wie ein Schutzschild, um meine Unsicherheit dahinter zu verbergen.
     Seit diesem Semester war ich an der Hochschule in Hamburg eingeschrieben, Studienrichtung Kommunikations-Design. Nach einer kurzen Orientierungsphase, die ich hauptsächlich für den Auszug aus der Wohnung meines Ex-Freundes genutzt hatte, war dies erst das zweite Mal, dass ich den Kurs Aktzeichnen besuchte. Doch heute war zumindest das Model ansehnlich. Letzte Woche hatten wir einen arbeitslosen Schauspieler, der etwas in die Jahre gekommen war. Deshalb hatte er sich auch nicht ganz nackt präsentiert, sondern in einer Unterhose, die ihm fast bis zu den Knien reichte.
     Die Studentin, die direkt neben mir stand, kicherte leise. „Hey, der ist doch deutlich knackiger als der von letzter Woche. Hast du gesehen, dass der seine Schuheinlagen auf dem Tisch positioniert hatte, bevor er sich auf das Podest gestellt hat? Der dachte wohl, er kriegt vom langen Stehen Plattfüße.“
     „Stimmt, ich erinnere mich!“ Ich unterdrückte ein Lachen, hier im Atelier war es bis auf das Kratzen der Bleistifte beinahe totenstill.
     Die Professorin unterbrach unsere kurze Unterhaltung mit der allgemeinen Ankündigung: „Stellungswechsel in einer Minute!“
     Inzwischen wusste ich, was das bedeutet. In kurzer Zeit würde sich das blonde Model wieder in eine andere Position begeben, und wir würden erneut versuchen, seinen sehnigen Körper einigermaßen realistisch auf den Zeichenblock zu bannen.
     Ich runzelte die Stirn, als ich versuchte, mit letzten Strichen noch etwas aus dieser Haltung herauszuholen. Es war nicht nur verwirrend, fremde, nackte Menschen zu zeichnen, es schien mir auch unmöglich, den ganzen Körper auf einen Bogen DIN A 2 zu zwängen. Leider endete mein Papier etwas oberhalb seines markanten Kinns. Okay, es fallen selten Meister vom Himmel. Ich beschloss, lieber schnell umzublättern, bevor die Professorin mit ihrer Designer-Brille mich und meine Staffelei erreicht hatte.
     „Lassen Sie mal sehen!“
     Kein Zweifel, ich war gemeint. Mein Herzschlag beschleunigte sich, während ich wieder zurückblätterte. Dass mein Werk sie nicht zu Lobeshymnen hinreißen würde, war mir irgendwie klar.
     „Hm“, machte sie, „warum zeichnet ihr immer die Füße wie Kleiderbügel? Und warum hat der bedauernswerte junge Mann denn so entsetzlich lange Arme?“ Sie unterbrach sich und kreiste mit dem ausgestreckten Zeigefinger über die von mir nur schwach ausgearbeitete Körpermitte. „Was ist das?“
     „Ähm ... noch nichts ... das habe ich noch nicht geschafft“, stotterte ich.
     „Interessant – ein geschlechtsloses Wesen!“ Dann hob sie zu meiner grenzenlosen Begeisterung den Kopf und wandte sich an alle. „Meine Lieben, ihr seid noch neu hier. Ich weiß, dass es anfangs nicht leicht ist, den menschlichen Körper rein wissenschaftlich zu sehen. Aber das sollte euch bald gelingen, denn sonst wäre es vollkommen egal, ob wir nächstes Mal einen Mann oder eine Frau hier sitzen haben. Und unser Model findet es bestimmt nicht lustig, zeichnerisch entmannt zu werden.“
     Ein leises Gekicher erfüllte das Atelier.
     Mein Gesicht glühte. Und es wurde noch schlimmer, als der Adonis auf dem Modelpodest mich nun direkt anblickte. Verdammt. Aktzeichen war nicht so leicht, wie ich gedacht hatte.
     Inzwischen war Frau Professor Heidenreich weiter zu einem anderen Studenten hinter mir gezogen. Ich blickte zu meiner Nachbarin und setzte eine hilflose Miene auf.
     Meine Kommilitonin lächelte. „Heidi – so wird sie hier von den älteren Semestern genannt - hat eigentlich Humor und ist in Ordnung. Da gibt es noch ganz andere hier. Pst, es geht weiter. Lass uns nachher zusammen einen Kaffee trinken.“
     Tatsächlich, der blonde Adonis hatte seine Position geändert und inzwischen so eine Art Yogasitz eingenommen. Ich sah nur noch Muskeln. Der Typ hatte eindeutig zu viel Freizeit - und die verbrachte er garantiert beim Eisenbiegen.
     Ich warf einen neugierigen Blick über die Schulter der Studentin neben mir und musste feststellen, dass sie offensichtlich keinerlei Probleme hatte, den verknoteten Körper unseres Aktmodells auf das Papier zu bringen. Na fein, dann konnte sie mir bestimmt Tipps geben. Ich nagte verzweifelt an meinem Stift. Ich war nicht unbegabt, schließlich hatte ich die Eignungsprüfung bestanden, aber das Skizzieren eines lebensechten Körpers war nicht leicht für mich. Durch die drei Dimensionen hatte ich auf dem Papier mit Verkürzungen der Gliedmaßen zu kämpfen, die sich kontraproduktiv zum eigenen Verständnis des Körpers verhielten.
     Eine frustrierende Stunde später saß ich neben meiner neuen Freundin in der Mensa. „Ich bin übrigens Caro“, erklärte sie, während sie vier Löffel Zucker in ihren Kaffee versenkte. Probleme mit ihrer Figur hatte sie anscheinend nicht. „Meine ältere Schwester Hannah studiert hier, deshalb kenne ich einige Profs vom Hörensagen.“ Sie blickte mich neugierig an. „Du kennst hier niemanden, oder?“
     „Bis auf den Muskelprotz, Heidi und dich ... nee, noch nicht! Ich bin Lola. Klingt blöd, ist aber leider so. Noch schlimmer ist mein Nachname: Meyer. Damit kann man eigentlich nicht berühmt werden.“ Aus irgendeinem Grund fand ich das lustig.
     „Der Adonis ist öfter hier. Ein Webdesigner, aber eher so der Künstlertyp, also nicht aus der kommerziellen Ecke. Er heißt Alex und jobbt hier ab und an als Model. Er wohnt in der Villa.“
     „In welcher Villa?“
     „Eine Künstler-Villa. Dort leben und arbeiten einige Künstler in einer WG zusammen. Ist echt cool da. Die wird sogar von der Hamburger Kulturbehörde gefördert. Die Bewohner zahlen wenig Miete, bieten dafür aber alle möglichen Kunstkurse im Stadtteil an. Ich war da schon öfter mit meiner Schwester Hannah, sie wäre am liebsten sofort eingezogen.“ Caro pustete sanft in ihren Kaffee, während ich ihr wie gebannt zuhörte.
     „Wo wohnst du denn? Hier in der Nähe?“, fragte sie.
     „Ja, in einer winzigen Zweizimmerwohnung in der Bachstraße, aber auch erst seit ein paar Wochen. Ich bin vor kurzem bei meinem Freund ... äh, Ex ausgezogen.“
     „Oh, Ärger? Oder nur das unschöne Ende einer Liebe?“
     „Ein bisschen was von beidem. Er weiß noch nichts davon, da er erst demnächst aus einem längeren Urlaub zurückkommt ...“
     „Was, du bist einfach so ausgezogen, während der Urlaub macht?“ Jetzt starrte sie mich mit ihren riesigen Kugelaugen an. Dabei beugte sie sich gefährlich weit über den Tisch, sodass fast ihre langen roten Locken in die Kaffeetasse gefallen wären.
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