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Die Scherben der Wahrheit
Verfasser: Mark Billingham (18)
Verlag: Atrium (38)
VÖ: 17. September 2015
Genre: Kriminalroman (6914)
Seiten: 480
Themen: London (1517), Verdacht (620), Verkehrsunfälle (468), Wahrheit (397)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Paul Hopwood kommt scheinbar zufällig bei einem Autounfall ums Leben, der Teil eines Initiationsritus einer Jugendgang gewesen sein dürfte. Pauls hochschwangere Frau Helen glaubt dies jedoch nicht ...
Lesermeinungen (1)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 13. Oktober 2015 um 19:23 Uhr (Schulnote 3):
» Nachdem der Polizist Paul bei einem Autounfall stirbt, kann seine hochschwangere Freundin Helen, ebenfalls Polizistin, nicht glauben, dass Pauls Tod rein durch Zufall verursacht wurde. Sie macht sich auf die Suche nach den Hintergründen des Unfalls.



Die Geschichte setzt sich aus zwei Handlungssträngen zusammen, zum einen Helens Suche nach den Ursachen von Pauls Tod, zum anderen das Gang-Leben von Theo. Dabei nimmt der auktoriale Erzähler nicht nur die Sichtweisen von Helen und Theo ein, sondern wechselt die Perspektive häufig zwischen verschiedenen Personen hin und her. Der oberflächliche Zusammenhang zwischen den beiden Handlungssträngen wird schnell klar, doch ebenso klar ist (nicht nur für Helen, sondern auch für den Hörer), dass da noch mehr dahinter stecken muss.



Das Erzähltempo von „Die Scherben der Wahrheit“ ist sehr geruhsam. Ein Grossteil der Geschichte besteht darin, Helen zu beobachten, wie sie mit einer endlosen Anzahl von Leuten spricht und die Beerdigung Pauls vorbereitet. Auch Theo begleiten wir in erster Linie in seinem Alltag, bei der Betreuung seines Babys oder beim Billardspielen mit Freunden. Die Spannung bewegt sich daher, dem Erzähltempo angepasst, eher auf einem tiefen Niveau, was aber nicht heissen soll, dass die Geschichte langweilig ist. Der Autor Mark Billingham lässt einfach der komplexen Handlung viel Raum, um sich zu entwickeln. Dabei nutzt er eine eher simple, stellenweise ziemlich hölzern wirkende Sprache.



Die vielen Charaktere sind detailliert gezeichnet, jeder hat seinen eigenen, persönlichen Hintergrund. Durch die schiere Anzahl hatte ich jedoch teilweise Probleme, sie auseinanderzuhalten und merkte oft erst nach einigen Sätzen, um wen es eigentlich ging. Die deutlich beleuchteten Figuren haben aber auch den Nachteil, dass jede auch ihre ausgeprägten negativen Seiten hat, sodass ich schlussendlich niemanden wirklich mochte oder mich sogar mit ihm identifizieren konnte.



Die Sprecherin Katja Danowski macht ihre Sache gut und bringt die richtigen Emotionen in die Geschichte. Bei Dialogen sind aber teilweise die einzelnen Beteiligten nur schlecht auseinanderzuhalten.



Mein Fazit

Millieustudie mit Krimi-Aspekten. Wer es eher geruhsam mag und beim Lesen gerne mitdenkt, kann sich mit diesem Buch durchaus gut unterhalten.«
  8      0        – geschrieben von Aglaya
 
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