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Todesregion Deutschland 1 - Wahre Tote beißen nicht
Verfasser: S.K. Reyem (4)
Verlag: Books on Demand (1615)
VÖ: 31. August 2015
Genre: Horror (951)
Seiten: 316
Themen: Bedrohung (193), Deutschland (577), Katastrophen (27), Neuanfang (663), Überleben (122)
Reihe: Todesregion Deutschland (3)
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Eine Katastrophe, deren Ursprünge niemand kennt, mit deren Auswirkungen jedoch jeder zu kämpfen hat, bricht herein. Deutschland verwandelt sich in eine Todesregion. Die wenigen Überlebenden bilden Notgemeinschaften, denn nicht alle, die umkamen sind wirklich tot. Dabei offenbaren die Einen ihre dunklen Seelen, Andere wachsen über sich hinaus und wagen einen Neuanfang. Ständigen Bedrohungen ausgesetzt, begeben sich die Davongekommenen auf die lange Suche nach einer friedlichen und dauerhaften Bleibe, die ihnen das Überleben sichert.
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OFFIZIELLE LESERKANONEN-REZENSION
Die Zombies von nebenan
 
Ganze 87 Jahre sind nun schon vergangen, seitdem William Seabrook für sein Buch »Magic Island« den modernen Zombie zum Leben erweckt hat. Und ähnlich wie die possierlichen Exmenschen ist auch das zugehörige Literaturgenre seitdem nicht tot zu bekommen, immer wieder schießen neue Romane aus dem Boden. Einer davon, nämlich das im Spätsommer 2015 veröffentlichte Buch »Todesregion Deutschland« von S.K. Reyem, verfrachtete die Zombieproblematik in heimische Gefilde. Grund genug für uns, das Werk einmal etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

Der 1960 im Ruhrgebiet geborene S.K. Reyem ist eigentlich studierter Betriebswirt und arbeitet seit vielen Jahren als selbständiger Qualitätsmanager. Nach einem Sachbuch und einem Reisebuch landete er im Frühjahr 2015 in der Welt der Romane, als er seinen Thriller »Verhängnisvolle Post« veröffentlichte, in dem er einen kniffligen Fall präsentierte, der mit einer Ansichtskarte ihren Anfang nahm und einen Bogen von den Sicherheitsbehörden zu DDR-Zeiten zur Jetztzeit schlug. »Todesregion Deutschland - Wahre Tote beißen nicht« ist sein zweiter Roman und gleichzeitig Reyems erster Ausflug in die Welt des Horrors. Das Buch wurde von ihm via »Books on Demand« in Eigenregie veröffentlicht, erschien am 31. August des vergangenen Jahres und ist etwas mehr als 300 Seiten stark. Erhältlich ist es für 9,90 Euro als Taschenbuch, darüber hinaus gibt es eine E-Book-Version zum sehr fairen Schnäppchenpreis von 1,99 Euro.

In Reyems Roman wird Deutschland von einer Katastrophe heimgesucht, deren Ursachen niemand zu kennen scheint, deren Folgen jedoch trotzdem jeden treffen - denn wie der Name des Buchs schon verrät, verwandelt sich unser beschauliches Land in kurzer Zeit in eine Todesregion. Die meisten Menschen scheinen dem Unglück zum Opfer zu fallen - doch sind nicht alle so tot, wie es auf den ersten Blick scheint. Schon bald sind die wenigen Überlebenden mit einer neuen großen Gefahr und damit dem nun doch drohenden Tod konfrontiert, und es gilt, eine Zuflucht zu finden - was selbstverständlich einschließt, dass sie sich gemeinsam zusammenraufen müssen, um überhaupt eine Chance zu haben.

Wie man es erwarten kann, begleitet man als Leser einige der Überlebenden auf ihrem Weg zu einem Ort, an dem ihr Fortbestehen dauerhaft gesichert ist. Dabei geraten sie von einer brenzligen Situation in die nächste, und routiniert lässt es Reyem jedes Mal aufs Neue sehr knapp werden. Für Spannung ist also gesorgt, das Buch weist keinerlei Längen auf. Dazu trägt vor allem bei, dass Reyem auf schnelle Szenen setzt: Wenn ich es richtig gezählt habe, bestand das Buch aus satten 78 Kapiteln. Wie man sich dadurch denken kann, wird die Story ordentlich vorangetrieben, und man wird als Leser immer auf Trab gehalten. Dabei ist das Buch jederzeit leicht zu lesen, Reyem schreibt klar und schnörkellos, an keiner Stelle verliert er sich in unnötigen Nebensächlichkeiten.

Eine kleine Merkwürdigkeit war in meinen Augen die Art und Weise, in der der Autor Details schilderte, da dies wiederholt sehr »technisch« daherkam. Wenn etwa erläutert wird, dass eine Festung auf einer Plattform 240 Meter über der Elbe thront, von vierzig Meter hohen Mauern umgeben ist, ein 1970 gebauter und 42 Personen und 4,5 Tonnen schwere Fahrzeuge tragender Aufzug zu ihr hoch führt und ein achtzehn Meter langer Tunnel zu dem Aufzug führt, dann klingt das einfach ... eigenartig versachlicht. Wäre es nicht viel eleganter, von trutzigen hohen Mauern, einem riesigen Aufzug und einem kurzen Stollen zu sprechen? Meines Erachtens kratzen solche Datenblattangaben an der Atmosphäre, ein besseres Bild vor dem inneren Auge ergibt sich dadurch nicht. Insgesamt kommt diese Auffälligkeit aber nicht so oft vor, dass sie ein sonderliches Problem darstellen würde. Dennoch habe ich immer wieder gestutzt, wenn ich an einer solchen Stelle anlangte.

Damit jedoch zu der eigentlichen Schwierigkeit, die ich mit dem Buch hatte, und die so ziemlich die gleiche Schwierigkeit ist, die ich (abgesehen von einigen abgedrehten Parodien) mit nahezu jedem Zombieroman habe: Das Genre tritt meines Erachtens ziemlich auf der Stelle und probiert sich nur sehr schwerfällig an neuen Ideen. Oder um es anders auszudrücken: Kennt man einen Zombieroman, kennt man alle. Zumindest fast. S.K. Reyem hat zumindest einen geografischen Schritt unternommen, der nur selten begangen wird, indem er seinen Roman nach Deutschland verlagert hat. Allerdings gab es das inzwischen auch schon einige Male, unter anderem auch in (für das Genre betrachtet relativ erfolgreichen) ganzen Buchreihen. Darüber hinaus bietet »Todesregion Deutschland« genau die gleiche solide Zombiekost, die es in schon vielen anderen Büchern gegeben hat. Auf jeden Fall aber bewegt sich das Ganze qualitativ klar und deutlich über dem Level von den Trash-Publikationen, die es in dem Genre in Hülle und Fülle gibt.

Womit sich für mich im Grunde genommen ein Resultat ergibt: Wenn man das Zombiegenre noch nicht über hat, oder wenn man bis dato noch gar keinen oder nur wenige Zombieromane gelesen hat, dann kann man bei S.K. Reyem beruhigt zugreifen. Man wird exakt das bekommen, was man erwartet, nämlich einen anständig geschriebenen und entsprechend zünftigen Horror-Roman, der all die gängigen Elemente des Genres auf gelungene Weise zusammenbringt. Als E-Book schlägt er die von Verlagen herausgegebenen Publikationen preislich deutlich. Hat man in der Vergangenheit hingegen schon viele Zombiebücher hinter sich gebracht, bietet das Buch nicht unbedingt viel Innovatives, das es aus dem breiten Angebot herausstechen lässt. Andererseits: Vielleicht ist das ja auch genau das, was sich Freunde des Zombiesegments von ihren Büchern wünschen?
– geschrieben am 14. Juni 2016
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