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Die Regenwildnis-Chroniken 1 - Wächter der Drachen (Neubearbeitung von "Regenwildnis-Saga 1 - Drachenhüter")
Verfasser: Robin Hobb (22)
Verlag: Heyne (3100) und Penhaligon (127)
VÖ: 12. März 2012
Genre: Fantasy (14105)
Seiten: 704 (Broschierte Version), 608 (Broschierte Version Nr. 2), 609 (Kindle-Version)
Original: Dragon Keeper
Themen: Drachen (1028), Reisen (2453), Wildnis (222)
Reihe: Die Regenwildnis-Chroniken (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Regenwildnis-Chroniken 1 - Wächter der Drachen (Neubearbeitung von "Regenwildnis-Saga 1 - Drachenhüter")« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (0)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
In Robin Hobbs Buchwelt der Uralten bzw. Altvorderen herrscht in der deutschen Übersetzung eine Unordnung wie in einem Gemischtwarenladen, durch den ein Sturm gefegt ist: Einige der Originalbücher wurden in deutschen Ausgaben zu zwei Büchern gemacht, dann wurde aus zwei Büchern wieder eines gemacht, gleiche Bücher erschienen in unterschiedlichen Verlagen unter unterschiedlichen Titeln, Teilreihen wurden nur zur Hälfte auf Deutsch herausgegeben und dann später nochmal von vorne aufs Neue herausgegeben, und die Chonologie wurde auch nicht eingehalten. Nicht zuletzt wurden einige Begriffe und Orte mal übersetzt, mal nicht, mal anders - Stichwort Bingtown/Bingstadt -, was beim Lesen der einzelnen Teilreihen bisweilen Fragen aufwirft. Ist Piratenvolk A nun das gleiche wie Piratenvolk B aus der anderen Teilreihe, nur mit anderem Namen, oder ist es ein neues?

Eines bleibt aber trotz dieses Tohuwabohus unabänderlich: Was Robin Hobb da erschaffen hat, ist einfach meisterlich. Und so haben sich drei Mitarbeiter unserer Seite entschlossen, die ersten Seiten der neuesten Veröffentlichung für unser »Projekt 10« unter die Lupe zu nehmen. Wir haben uns also die ersten Seiten des neuen Buchs angesehen, um anschließend zu entscheiden, ob diese bereits so mitreißend sind, dass man unweigerlich Lust auf den Rest des Romans bekommt.

Das Buch

»Wächter der Drachen« erschien Ende August im Penhaglion Verlag und markiert den Auftakt zur Reihe »Die Regenwildnis-Chroniken«. Vor neun Jahren hatte der Heyne Verlag das Buch schon mal unter dem Titel »Drachenhüter« herausgegeben. Während der Heyne Verlag nicht die kompletten Chroniken ins Deutsche gebracht hatte, soll nun die komplette Reihe nacheinander erscheinen. Eigenartigerweise hat der Penhaglion Verlag die Trilogie, die den »Regenwildnis-Chroniken« inhaltlich folgt (»Das Kind des Weitsehers«) schon vor zwei Jahren herausgegeben. Diese enthält zahlreiche Spoiler zu den nun erscheinenden Büchern, weswegen man mit der damaligen Lektüre warten sollte, sofern man sie noch nicht gelesen hat. Einen Überblick über das Chaos findet ihr an dieser Stelle.

»Wächter der Drachen« hat einen Umfang von 608 Seiten und kostet sechzehn Euro, die Digitalversion ist drei Euro günstiger. Zudem gibt es eine Hörbuchausgabe mit einer Spielzeit von 21:36 Stunden, für die Matthias Lühn im stimmlichen Einsatz war.

Zum Inhalt: Am Ende der Reihe über die »Zauberschiffe« bzw. »Seelenschiff-Händler« hatten die Menschen der riesigen Drachin Tintaglia versprochen, die Nachkommen des geflügelten Volkes zu beschützen. Die jungen Drachen haben sich inzwischen als schwach und verkrüppelt erwiesen, weswegen das Interesse der Menschen an ihnen spürbar nachgelassen hat. In den Fabelwesen keimen Erinnerungen an ihre verlorene Heimatstadt in der tiefsten Regenwildnis auf, und sie wollen dorthin zurückkehren. Eine beschwerliche Reise steht also an ... dabei weiß man noch nicht einmal, ob »Kelsingra« überhaupt noch existiert, wo es sich befindet und ob es überhaupt möglich ist, die Reise dorthin zu überstehen.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Das Buch beginnt mit einem kurzen Schriftwechsel zweier »Vogelwarte«, wie hier die Zuständigen für Brieftauben genannt werden. Die beiden Schreiben dienen der Erinnerung an die Übereinkunft, die zwischen Tintaglia und den Menschen geschlossen wurde, und daran, dass Bingstadt nach wie vor unter Überfällen leidet. Im anschließenden Prolog steht eine Seeschlange im Mittelpunkt, die den Namen Sisarqua trägt. Hier wird daran erinnert, wie sie inmitten eines Knäuels an Schlangen unterwegs gewesen und durchs Meer geschwommen war, und dass ihre Reise zu dem Ort, an dem sie sich in einen Kokon verpuppen würde, um dort zu einem Drachen heranzureifen, zu einer schier unendlich langen Irrfahrt verkommen war. Leser, bei denen schon viele Jahre verstrichen sind, seitdem sie die Bücher über die Seelenschiffe gelesen haben, werden hier noch einmal daran erinnert, welch komplexes Modell der Drachenwerdung sich Robin Hobb einst ausgedacht hatte, welche Schritte notwendig sind, welche Rolle Erinnerungen an die vergangenen Drachengenerationen dabei spielen, wie die Kokons von den Menschen missbraucht wurden, und welche zahlreichen weiteren Probleme es in den vergangenen Jahren gegeben hat. Der Prolog endet damit, dass Sisarqua unter Aufsicht von Tintaglia in ihren Kokon aufgeht.

Fazit

Welche Wirkung der Prolog auf den Leser hat, steht und fällt hier mit der Frage, ob es sich bei ihm um einen Quereinsteiger ins Reich der Altvorderen bzw. Uralten handelt, oder ob er zumindest schon die Seelenschiff-Reihe gelesen hat (die Fitz-Romane sind zum Verständnis des Prologs nicht nötig). Wir fürchten, dass die Quereinsteiger, die das Buch als Auftakt einer ganz neuen Fantasyreihe betrachten und nichts von den vorausgegangenen Reihen wissen, schnell irritiert abbrechen werden. Die Eindrücke Sisarquas sind genauso verwunderlich und in einer genauso seltsamen Sprache verfasst, wie es die Gedanken der Seeschlangen in den Seelenschiff-Romanen waren, und wer nicht von vorneherein weiß, was sich zwischen Fülle und Leere abspielt, für den dürfte dies alles ein großes Rätsel sein, so dass er mutmaßlich nicht sehr lange weiterlesen würde.

Tatsächlich waren unsere drei Testleser einst allesamt durch die »Seelenschiffe« ins Reich der Altvorderen geraten, auch wenn es gar nicht die chronologisch erste Reihe gewesen war. Die »Seelenschiffe« gehört unserer Meinung nach zur Speerspitze des Fantasygenres. Die Romane über den Weitseher Fitz, die erfolgreicher und landläufig beliebter sein dürften, konnten unserer Meinung nach nicht mithalten, da sie ein viel trägeres Pacing haben und zu sehr an einem einzelnen Handlungsstrang kleben, anstatt mit vielen Szenenwechseln & Co. zu arbeiten. Die ersten Seiten von »Wächter der Drachen« klingen nun dermaßen stark nach den »Seelenschiffen« und nicht nach den Weitseher-Romanen, dass sich sofort ein wohliger nostalgischer Schauer beim Lesen einstellt. Nur wenige Seiten verstreichen, schon fühlt man sich wieder in die damalige Szenerie zurückversetzt und hofft, liebgewonnenen Figuren von einst womöglich wiederbegegnen zu können, die ganze Atmosphäre ist schon jetzt wieder fantastisch.

Daher: Der Einstieg ist unglücklich gewählt, um neue Leser zu gewinnen, für »alten Hasen« ist dies hier hingegen genau der richtige Appetitmacher, um so schnell wie möglich den Rest des Romans lesen zu wollen. In unserem Fall bedeutet dies, dass sich unsere drei Testleser Katrin Felzmann, Markus Kogel und Patrick Wolff allesamt entschieden haben, das komplette Buch zu lesen, so dass wir schon bald eine Rezension zum kompletten Werk parat haben werden.
– geschrieben am 12. September 2021
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