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Die Regenwildnis-Chroniken 1 - Wächter der Drachen (Neubearbeitung von "Regenwildnis-Saga 1 - Drachenhüter")
Verfasser: Robin Hobb (22)
Verlag: Heyne (3113) und Penhaligon (128)
VÖ: 12. März 2012
Genre: Fantasy (14260)
Seiten: 704 (Broschierte Version), 608 (Broschierte Version Nr. 2), 609 (Kindle-Version)
Original: Dragon Keeper
Themen: Drachen (1038), Reisen (2476), Wildnis (224)
Reihe: Die Regenwildnis-Chroniken (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (0)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Vor einigen Tagen thematisierten wir hier auf unserer Seite im Rahmen unserer Reihe »Projekt 10« die ersten Abschnitte von Robin Hobbs Roman »Wächter der Drachen«, der im Penhaglion Verlag erschienen ist und den Auftakt zur Reihe über die »Regenwildnis-Chroniken« bildet. Was bisher noch ausstand, war unsere Meinung zum kompletten Roman, und diese wollen wir nun nachreichen. »Wächter der Drachen« ist Ende August erschienen, hat eigentlich aber schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel: Unter dem Titel »Drachenhüter« war es einst von einem anderen Verlag herausgegeben worden. Die neue Version ist 608 Seiten lang und kann für sechzehn Euro erworben werden. Für drei Euro weniger gibt es das gute Stück als E-Book, außerdem gibt es eine von Matthias Lühn eingelesene Hörbuchausgabe. Diese ist 21:36 Stunden lang.

Ein paar Dinge sollten vorab erwähnt sein: Auch wenn »Wächter der Drachen« den Auftakt zu einer neuen Fantasyreihe markiert, sollte man die chronologisch davor spielenden Bücher aus Robin Hobbs »Realm of the Elderlings« schon gelesen haben. Man macht sich einfach unfassbar viel kaputt, wenn man nicht auf diese Weise vorgeht. Die »Regenwildnis-Chroniken« knüpfen an die Reihe um die »Zauberschiffe« bzw. »Seelenschiffe« an und spoilern deren Ausgang, und die Reihe ist dermaßen gut, dass es einfach ein Frevel wäre, sich selbst daraus etwas vorwegzunehmen.

Zweitens handelt es sich bei »Wächter der Drachen« um das erste von vier Büchern, und die darin geschilderte Geschichte wird nicht auserzählt. Wenn man das Buch liest, muss man auch unweigerlich die (noch nicht erschienenen) Folgeromane lesen. Wohlgemerkt endet der Band nicht mit einem Cliffhanger oder dergleichen, die Story reißt einfach erstmal ab. Es ist noch nicht einmal so, dass dem Ende des Bandes ein besonderer Höhepunkt vorausgegangen wäre - sicher, ein bedeutungsvolles Ereignis gibt es da schon, aber nichts, auf das hunderte Seiten lang hingearbeitet worden wäre. Das Buch ist also eher als ein Part eines größeren Ganzen zu verstehen.

Inhaltlich knüpft das Buch an dem Punkt an, an dem zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Drachen aus den Kokons brechen, die man aus den »Seelenschiff«-Romanen kennt. Da die Drachen in ihrer Seeschlangen-Stufe jedoch viel zu lange unterwegs gewesen waren und nun nur kurz in den Kokons gesteckt hatten, weisen die meisten von ihnen schwere Verkrüppelungen auf. Und sie können sich nur schwer an das erinnern, was ihre Gattung ausmacht. Ein Gedanke fräst sich ihnen jedoch ins Hirn: Irgendwo auf der Welt gibt es die Stadt »Kelsingra«, die einst das Zentrum des Drachenreiches gebildet hatte. Dorthin wollen sie nun zurückgehen. Dabei werden ihnen diverse junge Menschen an die Seite gestellt, die in ihrem Leben nichts mehr (oder von Geburt an nichts) zu verlieren haben.

Hat man die »Regenwildnis-Chroniken« gelesen, dann wird man sich rasch wieder heimelig fühlen, wenn man ein paar Seiten des Buchs gelesen hat. Nicht nur, dass man an Orte zurückgelangt, die man aus der vorausgegangenen Serie kennen- und schätzengelernt hat, die Atmosphäre ist die gleiche, und es kommt sogar zu ein paar Gastauftritten einiger »prominenter« Figuren, die einst auf den Seelenschiffen gereist waren. Auch die neuen Figuren funktionieren sehr gut. Das Ganze konzentriert sich insbesondere auf eine Frau aus einer Händlerfamilie, die ihr Leben dem Studium von Drachen gewidmet hat, und auf ein jugendliches Mädchen, das von Geburt an missgestaltet ist. Tatsächlich passiert im Verlauf der sechshundert Seiten eigentlich gar nicht allzu viel, es gibt bis hierhin keine großen Bedrohungen, sondern in erster Linie ausgedehntes Character-Building, aber dieses fällt so gut aus, dass man trotzdem die ganze Zeit unterhalten ist.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es: Robin Hobb schreibt dann am mitreißendsten, wenn sie mehrere Erzählstränge parallel schildert, von einem Ort ihrer erstaunlichen Buchwelt zum nächsten springt und jede Menge Abwechslung schafft. Konzentriert sie sich hingegen auf einen einzelnen Erzählstrang, dann ist das Ganze zwar immer noch gut, aber kommt bisweilen ins Stocken. Deswegen mögen wir teamintern ihrer »Seelenschiff«-Romane weit mehr als die Geschichten um Fitz, den Weitseher, und seinen Narren. Letztere kleben an ihrer Hauptfigur und verlassen sie nur selten, und dies wirkt auf Dauer schwerfällig, während die »Seelenschiffe«, in denen es hin und hergeht, ein erzählerisches Feuerwerk sind. In der ersten Hälfteder »Wächter der Drachen« geht Robin Hobb wie bei ihren »Seelenschiffen« vor, lässt die Figuren dann allerdings zusammentreffen und verharrt dann bei der sich bildenden Gruppe. Es bleibt unterhaltsam, aber dennoch droht die Autorin bisweilen in den Rhythmus der Weitseher-Romane zu verfallen. Das ist aber natürlich eh Geschmackssache, die Abenteuer von Fitz sind entgegen unserer Meinung ja die erfolgreicheren Werke.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wer die »Seelenschiffe« und/oder den kompletten »Realm of the Elderlings« mag, der kann hier unbesorgt zugreifen. Vermutlich kann es aber nicht schaden, das Buch und seine Fortsetzungen erst einmal zu horten, bis alle erschienen sind, und dann »Binge-Reading« zu betreiben, damit man dann gleich die volle Geschichte genießen kann.
– geschrieben am 18. September 2021 (4.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz