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Julia und Jeremy 1 - Bis du wieder atmen kannst
Verfasser: Jessica Winter (8)
Verlag: Belle Epoque (124) und Eigenverlag (16022)
VÖ: 1. August 2015
Genre: Romantische Literatur (19738)
Seiten: 340 (Gebundene Version), 412 (Taschenbuch-Version), 414 (Kindle-Version)
Themen: Fassade (355), Geheimnisse (4013), Vertrauen (898), Zeugen (324)
Reihe: Julia und Jeremy (3)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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Errechnet auf Basis von 103 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Würdest du einen Blick über fremde Mauern werfen, wenn du weißt, dass sich dahinter der Abgrund befindet? Auf den ersten Blick scheint es, als könnten die Lebensumstände von Jeremy und Julia nicht unterschiedlicher sein. Abgesehen von frechen Neckereien teilen sie nichts miteinander. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als Jeremy durch einen unglücklichen Zufall Zeuge eines schrecklichen Geheimnisses wird, welches Julia seit Jahren zu hüten versucht. Zum ersten Mal in seinem Leben muss Jeremy für etwas kämpfen und langsam aber sicher ihr Vertrauen gewinnen, um ihr helfen zu können. Doch je näher er ihr kommt, desto mehr begreift er, dass es nicht nur Julias Fassade ist, die zu bröckeln begonnen hat...
Lesermeinungen (3)     Leseprobe     Trailer     Blogger (5)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Jessica Winter für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Jessica Winter gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

PROLOG
Julia


Es heißt, es gäbe mehrere Stadien der Trauer, die man durchlaufen müsse, nachdem man einen geliebten Menschen verloren hat. Diese Phasen seien normal und erforderten unterschiedlich viel Zeit. Es existieren verschiedene Theorien darüber, wie viele Stadien es tatsächlich sind, doch Experten schwanken zwischen vier und sieben solcher Phasen.
     Hier sind meine fünf: Schock, Wut, Depression, Regression und Anpassung.
     Du glaubst gar nicht, wie oft sie mir sagten, dass du tot wärst, mir ihr Beileid aussprachen, damit ich deinen Tod endlich akzeptieren würde. Dabei war ich doch selbst anwesend. Ich sah dein Gesicht. Ich wusste, dass es wahr sein musste, trotzdem konnte ich es einfach nicht glauben, denn die Realität schien nicht durchdringen zu können. Je öfter ich es aussprach, desto unwirklicher erschien es mir. Manchmal wache ich noch heute auf, in der festen Annahme, der Erwartung, der Hoffnung, dich neben mir zu finden, sobald ich mich umdrehe. Als wäre all das hier nur ein langer, grausamer Traum, aus dem ich doch irgendwann endlich aufwachen müsste. Doch alles, was ich vorfinde, wenn ich neben mich greife, ist die Leere.
     Dann übermannte mich die Wut. Oh Gott, wie wütend ich war. Auf mich selbst, weil ich nichts tun konnte.
     Auf dich, weil du aufhörtest zu kämpfen.
     Auf Gott, weil er uns kein Wunder schenkte.
     Auf die Schuldgefühle, die ich hatte, weil ich so wütend war.
     Schließlich begann die volle Wucht des Schmerzes und der Verzweiflung auf meinen Körper einzuwirken. Er geriet aus dem Gleichgewicht. Ich konnte nicht schlafen, nicht aufstehen, nicht essen. Alles erschien so unendlich sinnlos, und meine Gedanken kreisten ständig darum, was wir nie mehr gemeinsam erleben werden. Ich fühlte mich wie unter einer Glaskuppel, abgeschnitten von dem Rest der Welt.
     Obwohl ich mir so dringend Hilfe wünschte, verhielt ich mich gleichzeitig unglaublich abweisend. Hohe Emotionalität, Aggressivität, Hilflosigkeit wechselten einander immer wieder ab. Ich war nie sicher, ob ich schon bereit war, wieder zu den Lebenden zu gehören oder weiterhin versuchen sollte, an der Vergangenheit festzuhalten.
     Die letzte Phase ist die Rückkehr ins Leben. Die Trauerarbeit ist beendet und die Trauer verarbeitet. Man findet sein Herz wieder und fühlt sich trotz vergangener Verluste bereit dazu, es eines Tages erneut verschenken zu können.
     Diese letzte Phase habe ich noch nicht vollständig erreicht und bin auch nicht sicher, ob ich sie je erreichen werde. Ich muss täglich mit mir ringen, kämpfen, mache oft Fortschritte und ebenso oft Rückschritte.
     Denn die Wahrheit ist: Jeden Tag, an dem du nicht bei mir bist, sterbe ich ein Stück mit dir.


KAPITEL 1
Jeremy


     Müde betrete ich die Küche, lasse meinen Rucksack geräuschvoll neben die Türe fallen und gähne laut, damit Dad, der mit dem Rücken zu mir sitzt, weiß, dass ich endlich wach bin. Morgens bin ich, wie wahrscheinlich jeder Teenager auf der Welt, nicht gerade gesprächig. Deswegen nervt es mich jedes Mal aufs Neue, wenn Dad anfängt, mit mir über - seiner Meinung nach - wesentliche Dinge zu sprechen, die für mich, vor allem um diese Uhrzeit, absolut unwichtig sind.
     „Die Scouts sind gerade unterwegs an euren Highschools - wusstest du das?“, fragt er mich, während er mit der einen Hand seine Kaffeetasse zum Mund führt und mit der anderen in der Zeitung blättert. Mann, wie ich es liebe, wenn er etwas immer direkt auf den Punkt bringt, ohne ein „Guten Morgen“ oder „Wie geht’s dir heute?“. Ich muss aber zugeben, dass er sich die letzte Frage sowieso sparen könnte, weil die Antwort an Schultagen nicht allzu originell wäre. Die Einzigen, die in diesem Haus wirklich viel und gerne reden, sind die Haushälterin, die dreimal die Woche kommt, und natürlich Claire. Claire scheint es oft auch egal zu sein, uns zehn Minuten lang etwas zu erzählen, ohne dass zwischendurch einer von uns dazu Stellung nimmt oder ein „Wirklich?“ oder „Aha!“ äußert. Alles, was sie braucht, ist zustimmendes Nicken mit hin und wieder dazu passenden Lauten - dann redet sie endlos. Morgens ist das ganz angenehm, weil ich so, meist ohne auch nur ein Wort zu sagen, am Frühstückstisch sitzen und mich auf meinen Kaffee konzentrieren kann. Kaum ist sie nicht da, glaubt Dad wohl, ihren Part übernehmen zu müssen.
     Wo ist sie überhaupt?
     Ich stütze mich an der Mittelinsel in unserer Küche ab und beuge mich dann langsam hinunter, um meine Arme zu strecken. Dabei gähne ich noch mal. Diesmal tue ich es, um Dad zu zeigen, wie interessant ich seine Themenwahl finde. Wir haben bestimmt schon hundertmal darüber gesprochen. Ausatmend drehe ich mich um, um mir auch einen Kaffee zu machen, als ich plötzlich entsetzt ins Leere starre.
     „Wo ist mein Energielieferant?“, frage ich gereizt und meine damit die Kaffeemaschine. So nennen wir sie liebevoll, weil unsere Familie aus lauter Junkies besteht, die ohne ihre tägliche Dosis Kaffeebohnen nicht überleben könnten. Umso mehr nervt es, jetzt überhaupt nach ihr fragen zu müssen.
     Dad beißt gemächlich von seinem Toast ab, bevor er antwortet. „Claire bringt die Maschine gerade zur Reparatur, nachdem sie heute Morgen eine ganze Bohne in ihrer Tasse vorfand.“
     Mit offenem Mund stiere ich immer noch auf die verwaiste Stelle neben der Mikrowelle. „Und wie soll ich dann bitte jetzt zur Schule fahren?“
     Dad blättert erneut um. „Du bist siebzehn, du solltest sowieso noch nicht so viel von dem Zeug trinken. Das ist ungesund.“ Er könnte mir genauso gut gerade erklärt haben, dass ich ab jetzt auf Essen verzichten soll. Ohne Koffein bin ich morgens zu nichts zu gebrauchen.
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