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Das Vermächtnis der Wölfe 2 - Zorn
Verfasser: Farina de Waard (7)
Verlag: Fanowa (5) und Knaur (1365)
VÖ: 15. Juli 2015
Genre: Fantasy (9973)
Seiten: 805 (Broschierte Version), 836 (Kindle-Version)
Themen: Flucht (1490), Könige (918), Kopfgeldjäger (76), Magie (1970), Reisen (1778), Zauberer (860)
Reihe: Das Vermächtnis der Wölfe (3)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Zenays Schicksal geht in die nächste Runde! Erfahrt im zweiten Teil der Fantasy-Reihe, wie es der jungen Magierin ergeht, nachdem sie den Schutz ihrer neugewonnen Heimat Ornanung verlassen muss. Die Königin Zayda, ihre Schergen und schwarzmagische Ungeheuer machen Jagd auf die Rebellin-wider-Willen und lassen nicht locker!
Lesermeinungen (5)     Leserkanonen-Rezension     Blogger (3)
OFFIZIELLE LESERKANONEN-REZENSION
Selten hat Zorn so viel Freude bereitet
 
Beinahe zwei Jahre sind vergangen, seitdem Farina de Waard mit »Zähmung« den ersten Teil ihrer Buchreihe »Das Vermächtnis der Wölfe« vorlegte - ein Debütroman, der sich gewaschen hatte. Das für einen in Eigenregie enorm professionell produzierte Werk begeisterte nicht nur uns, als wir unsere hauseigene Rezension schrieben, es fand auch darüber hinaus große Beachtung. Getoppt wurde das Ganze durch den Gewinn des Indie-Autoren-Preises der Leipziger Buchmesse. Im Juli erschien nun mit »Zorn« der Nachfolgeband von »Zähmung«. Seitdem schlummerte er rezensionsbereit auf dem Schreibtisch unserer Mitarbeiterin Ramona Mädel, doch da sich 800 Seiten nicht mal eben zwischendurch lesen lassen, musste er eine ganze Weile warten. Nun können wir euch präsentieren, was Ramona von dem Buch hält - und so viel sei schon mal verraten: Inzwischen ärgert sie sich, dass sie mit dem Lesen so lange gewartet hat.

Im Gegensatz zu ihrem Erstlingswerk erschien »Zorn« nicht ausschließlich unter Farina de Waards eigenem Verlagsbanner »Fanowa«, sondern in Zusammenarbeit mit dem Knaur-Verlag. Dieser sicherte sich die E-Book-Rechte, während das Taschenbuch von der Autorin selbst produziert wurde. Aus Verlagssicht dürfte dies optimal sein, da der Aufwand überschaubar geblieben sein dürfte und man nun eine preisgekrönte und äußerst vielversprechende Autorin in den eigenen Reihen hat. Aus Autorensicht wäre es vermutlich umgekehrt etwas besser gewesen, denn als großer Verlag hat man sicherlich umfangreichere Möglichkeiten, Printversionen im stationären Buchhandel unterzubekommen. ;) Aus Lesersicht macht es keinen großen Unterschied, denn die von Farina de Waard produzierten Taschenbücher stehen den Veröffentlichungen großer Verlage in Sachen Professionalität in keiner Weise etwas nach - allein das Coverrelief ist schon etwas fürs Auge. Der einzige Nachteil für die Leserschaft ist der im Vergleich zum ersten Teil etwas höhere Preis des E-Books, der nun bei 6,99 Euro liegt, während die Printversion erneut 13,90 Euro kostet. Angesichts der riesigen Masse an Seiten, die wohlgemerkt nicht durch eine große Schriftart oder dergleichen, sondern durch das schiere Ausmaß der Geschichte zustandekommt, ist trotzdem beides ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Knaur-Verlag möge es mir nachsehen, dass ich dennoch zum Kauf der Variante aus Papier rate, denn wenn Autoren im Alleingang etwas auf dem Level zustandebringen, dann kann ich einfach nicht unparteiisch sein. ;) Und davon abgesehen: Sollten sich jetzt mehr Leser für das Taschenbuch als für das E-Book entscheiden, muss sich der Verlag nicht grämen, denn wenn Farina de Waard das Niveau ihrer ersten beiden Romane auch in Zukunft halten sollte, hat man hier einen Rohdiamanten an der Angel, an dem man noch viel Freude haben wird. Dann vielleicht nicht nur in digitaler Form. ;)

Zum Verkaufsstart des neuen Buchs hatte Farina de Waard ein wenig Pech, da man es bei Amazon wochenlang nicht auf die Reihe bekam, das Buchcover korrekt anzuzeigen, was für den Verkauf natürlich tödlich ist. Ob es für sie schwerwiegende Auswirkungen hatte, kann man von außen natürlich nicht beurteilen, aber hilfreich war es sicherlich nicht, zumal es bei Buchreihen, deren Teile aufeinander aufbauen, alle Folgebände in der Regel sowieso viel schwerer haben als der erste Teil. Falls einer von euch kurz nach dem Verkaufsstart bei Amazon vorbeigeschaut haben sollte und durch das fehlende Bild den Eindruck bekommen haben sollte, das Buch wäre nicht erschienen, und den Roman anschließend aus den Augen verloren hat, kann jedenfalls beruhigt sein: Das war ein vorübergehendes Problem, und es ist schon seit geraumer Zeit behoben.

Wie eben erwähnt baut »Zorn« auf »Zähmung« auf, und man sollte den ersten Band auch wirklich schon gelesen haben, um sich nicht selbst eine große Portion Lesespaß zu rauben. Wer den ersten Teil also noch nicht gelesen haben sollte, der möge bitte das Studieren dieser Rezension an dieser Stelle sofort abbrechen, um sich nicht zu spoilern, stattdessen den ersten Teil bestellen, sich ein paar Tage frei nehmen und sich auf seinen Lesesessel zurückziehen. Ein paar schöne Tage sind garantiert!

In »Zorn« führt uns Farina de Waard erneut in die magische Parallelwelt »Tyarul«, in die Sina alias Zenay zu Beginn des ersten Buchs verschleppt worden war. Nach einem kurzen Prolog befindet man sich dann auch sogleich wieder mitten in der Geschichte, sie knüpft nahtlos an der Stelle wieder an, an der wir nach dem Lesen von »Zähmung« zurückgelassen worden waren. Trotz des großen Umfangs an Informationen, die damals auf den Leser eingeprasselt waren, braucht es keine große Eingewöhnungszeit. Dies gelingt der Autorin, indem sie den Lesern gar nicht erst Zeit zum Atemholen oder langsamen Neuorientieren gibt, sondern es geht gleich schwungvoll wieder los. Und so soll es dann auch 800 Seiten lang bleiben: De Waard leistet sich auf all den vielen Seiten keinen Durchhänger, und der Leser kommt kaum zum Durchschnaufen. Ebenso wenig wie Zenay selbst, die das Dorf Ornanung Hals über Kopf verlassen muss, nachdem sich der - und so gesehen passt der Titel bereits an dieser Stelle - Zorn der übriggeblieben Dorfbewohner gegen sie richtet. Für Zenay bildet die Flucht den Startschuss für eine abenteuerliche Reise durch die Wildnis von Tyarul, die schon von sich aus viele Gefahren birgt, und natürlich ist die tyrannische Königin Zayda alles andere als untätig, um ihr das Leben noch mehr zur Hölle zu machen. Zenay steht also erneut ein wilder Ritt bevor, und der Leser ist ganz nah an ihrer Seite, hält keuchend Schritt und kann bewundern, wie spektakulär das alles umgesetzt wurde.

Es ist schwierig, eine vernünftige Rezension zu einem Fortsetzungsband zu verfassen, ohne sich dabei selbst zu wiederholen. Ganz besonders schwer ist dies dann, wenn die Autorin des zweiten Teils restlos alle Qualitäten, die sie bereits im ersten Band auf ihre Leser abgefeuert hat, noch einmal auf dem absolut gleichen Niveau abliefert. Da ist eine Autorin aus dem Nichts gekommen, die nicht erst einmal ein paar Bücher Zeit braucht, um ihren Stil zu finden oder sich langsam »reinzuschreiben«, sondern ein Talent, das von Anbeginn alles auf dem Kasten hatte, was es zu einer guten Autorin braucht, und das aus dem eigenen Repertoire wieder voll geschöpft hat. »Zorn« ist nicht besser als »Zähmung« und auch keinen Deut schlechter, sondern beide Bücher sind wie aus einem Guss, wie zwei leckere Stücke Kuchen, die auf die gleiche Weise und aus den gleichen Zutaten gebacken sind, und die trotzdem bei jedem Bissen ein bombastisches neues Geschmackserlebnis auslösen. Farina de Waards Ideen sind überragend fantasievoll, schreiberisch steckt sie viele alte Hasen locker in die Tasche (oder steckt man Hasen eher in Zylinder?), die Welt, die sie geschaffen hat, ist umfangreich ausgestaltet wie ein Wimmelbild, ihre Figuren sind tiefgehend und entwickeln sich, oder um es in wenigen Worten kurz zusammenzufassen, ehe diese Rezension zu einem peinlichen Schleimklumpen verkommt: An dem Buch stimmt einfach alles. Kauft es, lest es, und dann lest es noch einmal.

Um vielleicht am Ende doch noch ein Haar in der Suppe zu finden - oder besser gesagt: Um am Ende noch ein Haar in die Suppe zu werfen, sei vielleicht noch vorsichtig angemerkt, dass das gesamte Projekt »Vermächtnis der Wölfe« schon ein ziemliches Risiko für die Autorin sein dürfte. Hinter mit liegen nach den beiden Büchern 1.600 tolle Seiten Fantasy, doch damit bin ich erst ein Drittel des Weges gegangen. Wenn sich nichts geändert haben sollte oder ich nicht vollkommen neben der Spur bin, ist die Reihe auf sechs Teile ausgelegt, was bedeutet, dass noch Jahre vergehen werden, bis das Projekt abgeschlossen sein wird, und aller Qualität zum Trotz ist bei solchen Romanreihen immer zu befürchten, dass die Leserzahl von Buch zu Buch abnimmt. Wenn man Teile vollkommen isoliert voneinander lesen kann, sind Buchreihen meiner Einschätzung nach - und auch der unser übrigen Teammitglieder - förderlich, da die interessierten Leser dann quereinsteigen können und vorherige Bände nachkaufen. Bei fortgesetzten Geschichten kann man hingegen schwerlich mittendrin einsteigen, und die Neigung, erst einmal einen Schritt zurück zu gehen und von vorne einzusteigen, dürfte begrenzt sein. Besonders dann, wenn zwischen den einzelnen Ausgaben viel Zeit ins Land geht. Falls Farina de Waard ihre Klasse auch während des Rests der Buchreihe halten wird - und davon gehe ich aus -, bleibt zu hoffen, dass es ihr nicht so gehen wird, dass die späteren Bände dann kaum noch Beachtung finden. Oder dass erst viel, viel später eine breite Öffentlichkeit bemerkt, was für ein fabelhaftes Mammutwerk sie da produziert hat. Deswegen: Falls euch Farina de Waards Bücher gefallen, dann haltet ihr die Treue und vergesst die Buchreihe nicht, auch wenn es eine Weile dauern sollte, ehe der nächste Teil erscheint.
– geschrieben am 11. November 2015
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