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Die Scheune
Verfasser: Marion Schreiner (15)
Verlag: Eigenverlag (10464) und Pro Business (7)
VÖ: 9. Dezember 2010
Genre: Thriller (4827)
Seiten: 435 (Broschierte Version), 430 (Broschierte Version Nr. 2), 408 (Taschenbuch-Version), 366 (Kindle-Version)
Themen: Flucht (1240), Jungen (567), Kalifornien (164), Kansas (20), Missbrauch (57), Rache (1272)
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Düster und brutal ist das Leben von Dane Gelton aus Kansas.
Bereits als Vierjähriger ist er dem Missbrauch und der Gewalt auf der Farm seiner Eltern hilflos ausgesetzt. Unter großer Not erträgt er über viele Jahre seinen Peiniger, der sich nicht unter Kontrolle bekommt. Sein einziger Halt ist seine Mutter, die hilflos wegsieht. Dane verliert den Kontakt zu seinen Gefühlen und seiner Seele.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Marion Schreiner für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Marion Schreiner gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Vorwort:

     Dies ist die Geschichte von Dane Gelton, wie sie in ihrer Art wahrscheinlich einmalig bleiben wird. Sie taucht ein in den Ursprung einer Vereinsamung, in die daraus resultierende Verworrenheit eines unglaublichen Denksystems und endet letztendlich mit einem vollkommen gestörten Verhalten.

     Dane war fünfzehn Jahre lang mein bester Freund. Dann kam der Tag, an dem sich alles zwischen uns veränderte. Ich erfuhr plötzlich Dinge, die ich einfach nicht glauben wollte. Die plötzliche und schockierende Wahrheit über ihn verursachten in mir ein so starkes Chaos, ... ja Fassungslosigkeit, aber auch Faszination, so dass ich begann, seine Geschichte aufzuschreiben. Sie existiert durch Gespräche, die wir führten, Briefe, die ich zu lesen bekam, und meinen eigenen Beobachtungen, die ich machte. Aber auch von Hypothesen und Studien, die ich nach Aufarbeitung seiner Erkrankung mit verschiedenen Fachärzten der Neurobiologie, Psychologie sowie Psychiatrie guten Gewissens einbringen kann.

     Mein Name ist Jim. Eigentlich heiße ich James Richard Clark, aber Freunde nennen mich einfach nur Jim. Ich bin Chirurg, 44 Jahre alt und war viele Jahre im Cedars Sinai Medical Center in Los Angeles auf der Unfallstation tätig. Dort lernte ich 1978 Dane Galloway kennen. Er war neu in der Stadt, ungefähr in meinem Alter und hatte sich sein rechtes Bein gebrochen. Damit war er in meine Behandlung gekommen, und wir verstanden uns auf Anhieb so gut, dass wir enge Freunde wurden. Da ich nichts von seiner Vergangenheit wusste, auch nie danach gefragt hatte, bekam unsere Freundschaft eine Art Makellosigkeit, etwas Unkompliziertes. Wir waren einander unvoreingenommen und zweifelten keinen Tag an unserer gegenseitigen Aufrichtigkeit. Bei ihm war Fröhlichkeit stets an der Tagesordnung. Das machte ihn so beliebt bei mir und den anderen. In diesem Zusammenhang muss ich direkt Johnathan Gepart vorstellen. Er ist der Dritte in unserem Bunde und gute zwanzig Jahre älter als Dane. Er war der Freund meines verstorbenen Vaters und wir haben nach dessen Tod einfach weiter Kontakt gehalten. Johnathan ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse, der ständig von einem eigenen Lokal träumte. Wir hatten uns oft darüber unterhalten, aber nie hatte er den Mut besessen, seinen Traum wahr werden zu lassen. Das änderte sich, als er Dane durch mich kennenlernte. Dane suchte Arbeit und strahlte eine Energie aus, die uns beeindruckte. So nahmen die Dinge ihren Lauf. Dane und Johnathan verstanden sich auf Anhieb so gut, dass sie gemeinsam ein altes Gebäude mitten in Glendale kauften. Fünfzehn Jahre lang führten sie dort ein erfolgreiches Lokal, das sie Running Horse nannten.
     Es waren die besten fünfzehn Jahre in unserem Leben.

Der Überfall

1978. Glendale / Kalifornien. Dane, 23 Jahre.
     Dane rannte die Straße entlang. Es regnete abscheulich und machte die Nacht dunkler als sie war. Seine Schuhe traten in Pfützen und aufspritzendes Wasser verschmutzte seine Hosenbeine. Oh, wie er das hasste! Während er rannte, wühlte seine rechte Hand bereits in der Jackentasche nach dem Schlüssel der Haustür. Als er davorstand, begann er frierend und durchnässt das Schlüsselloch zu suchen. Genau in diesem Moment peitschte ein Schuss durch die Nacht, unmittelbar an seinem rechten Ohr vorbei. Zeitgleich ertönte der Einschlag der Kugel in das schwere Holz der Eingangstür des Running Horse. Das ließ ihn panisch zusammenzucken und eine duckende Haltung einnehmen. Wer zum Teufel schoss auf ihn? Dane drehte sich geschwind um und sein Blick erfasste eine große Gestalt in der Dunkelheit auf der anderen Seite der Straße. Der dichte Regen machte einen Blickkontakt unmöglich, aber Dane erkannte den großen Mann sofort. Es gibt Dinge, die man selbst nach zwanzig Jahren nicht vergisst, die man nie im Leben mehr vergisst.
     Dane stand wie gelähmt vor der verschlossenen Tür und sah, wie sein einstiger Peiniger fortrannte. Er war fassungslos! Jetzt lebte er bereits seit sechs Monaten in Glendale und fühlte sich im Kreise seiner neuen Freunde wirklich wohl. Endlich hatte alles seine Ordnung: seine Tage und seine Nächte. Und es funktionierte. Er war zum ersten Mal in seinem Leben richtig glücklich.
     Dane Galloway blickte traumatisiert auf das Einschussloch, während der Regen unablässig auf seine Schultern weiter niederprasselte. Die Kugel war direkt in seiner Kopfhöhe eingeschlagen. Er stand dort und starrte nur noch auf dieses Loch, ein Loch, in das er mit all seinen Gefühlen hineinstrudelte.

1993. Fünfzehn Jahre später. Glendale / Kalifornien. Dane, 38 Jahre.
     Die Geschichte, die hier 1978 mit einem einzigen Schuss begann, war der Beginn einer unerbittlichen Jagd zwischen Dane und seinem einstigen Peiniger. Wir hatten von der Jagd all die Jahre nichts mitbekommen. Sie war wie ein unsichtbarer Film neben uns abgelaufen. Erst als sie in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1993 für Dane ein bitteres Ende nahm, kam sie für uns ans Tageslicht. Leider war es nicht das wirkliche Ende. Es war nur der Anfang vom Ende. Aber es war das Ende unserer großartigen Freundschaft.

     2. Mai 1993 – die besagte Nacht. Es war schon ziemlich warm in Glendale, wie immer um diese Jahreszeit. Ruhe lag über der Stadt und immer mehr die Lichter in den Häusern verloschen. Nur aus dem Running Horse an der Ecke Roderick Place/ Weldon Avenue drang noch lautes Gelächter auf die Straße hinaus. Seit Stunden lachte, sang und erzählte man sich lautstark Geschichten, was die Scheiben vernebelte und das Öffnen der Lokaltür unumgänglich machte. Das war höchst selten, denn das Lokal galt als ruhig und unauffällig. Fünfzehn Jahre waren es schon her, seitdem Dane und Johnathan dieses Lokal in der Stadt eröffnet hatten. Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern erst gewesen. Sie hatten monatelang renoviert und das Running Horse schließlich im Juni 1978 eröffnet. Beide waren so stolz gewesen, besonders Johnathan. Endlich war sein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Das Lokal schlug wie eine Bombe ein. Johnathans Erfahrungen in der Gastronomie und Danes Organisationstalent, neben seiner immer fortwährenden, temperamentvollen Fröhlichkeit, lockte unzählige Gäste an. Wir waren jeden Tag aufs Neue fasziniert, wenn wir Dane im Lokal beobachteten. Er hatte zweifellos ein Talent im Umgang mit Gästen. Sie fühlten sich willkommen und entspannt, wenn sie das Lokal betraten.
     Johnathan war schnell klar, dass die Entscheidung, mit Dane dieses Gebäude zu kaufen, die beste seines Lebens war. Als zweigeschossiges Gebäude nutzten sie unten den Platz für das Lokal, wogegen sie oben zwei großzügige Apartments bewohnten. Dorzt fand jeder einen Ort für sein Privatleben. Für Dane eine äußerst wichtige Angelegenheit, die wir alle in der Zeit unserer Freundschaft nicht ermessen konnten. Wir wussten nicht, was sich in seinen vier Wänden alles abspielte, ich meine, was sich in seinem Kopf abspielte. Oder was er so trieb. Vor uns erschien er immer fröhlich und wir beneideten seine Kunst, sich aus jedem Stress eine Freude zu machen. Johnathan war ein unkomplizierter Freund für ihn. Dadurch ließ er wahrscheinlich auch eine Art Vater-Sohn-Beziehung zu. John jedenfalls genoss diesen jungen Kerl wie einen Sohn. Manchmal wussten beide nicht, wie sie eigentlich aneinander gebunden waren, privat oder geschäftlich. Sie verbanden es eben auf eine beeindruckende Art und Weise.
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