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Das Grauen im Wald (Neubearbeitung von "Im finsteren Wald")
Verfasser: Heiko Grießbach (80)
Verlag: Eigenverlag (12349)
VÖ: 3. November 2012
Genre: Thriller (5409)
Seiten: 131
Themen: Deutschland (606), Thüringen (29), Urlaub (631), Wälder (537), Wandern (89), Warnung (32)
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Lesermeinungen (1)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 12. Januar 2019 um 16:29 Uhr (Schulnote 2):
» Höhlenfrauen

Klappentext:
Endlich Urlaub! Mit der Familie! Für die Karibik oder Mallorca hat es nicht gereicht, aber ein Wanderurlaub in Deutschlands Mitte, in Thüringen, Im Hainich, das verspricht doch Ruhe, gute Luft, Entspannung pur.
Aber manchmal werden Versprechen gebrochen. Und was bedeutet die Warnung des Einheimischen? „Geht nicht in den Wald! Im Wald herrscht das Böse …“

Rezension:
Die 90er Jahre. Zu Tinas Endtäuschung fahren ihre Eltern mit ihr im Urlaub nur nach Thüringen, an den Rand eines Waldes, der sich Hainich nennt. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Ein paar Satellitenschüsseln sind das einzige, woran man hier die Wende erkennen kann. Die Einheimischen wollen ihre Gäste überzeugen, auf keinen Fall den Wald zu betreten. Als Tinas Familie dies trotzdem tut, nimmt das Unheil seinen Lauf. Auch ein junger Journalist, der im Hainich auf eine gute Story hofft, verschwindet plötzlich. Den Einheimischen ist ohnehin klar, dass es im Wald nicht mit rechten Dingen zugeht.
Horror steht eigentlich weniger auf meinem üblichen ‚Speiseplan‘. Wenn die Handlung jedoch in der näheren Nachbarschaft, in diesem Fall im Hainich, angesiedelt ist, werde ich dann doch neugierig. In dieser Hinsicht wurde ich leider enttäuscht. Obwohl das Geschehen im Hainich spielt, die Familie beziehungsweise der Journalist in Kammerforst und Craula übernachten und auch sonst konkrete Örtlichkeiten genannt werden, kommt kein Lokalkolorit auf. Dazu kommt, dass der lokale Dialekt nicht annähernd getroffen wird. Teilweise benutzen die Dörfler typisch bayrische Ausdrücke. Dass Tina ständig auf ihrem Kindle liest, obwohl der erst Ende 2007 vorgestellt und sogar erst ab 2009 in Deutschland verkauft wurde, fällt ebenfalls negativ auf. Da hätte der Autor wohl etwas besser recherchieren sollen.
Ansonsten liefert Heiko Grießbach, was ich von ihm gewohnt bin, nämlich gut lesbare Unterhaltung ohne allzu viel Tiefgang; das Popcornkino der Literatur, um es so auszudrücken. Das soll keinesfalls negativ verstanden sein. Der Leser wird gut unterhalten, ohne zu sehr mitdenken zu müssen. Horror in der Tradition der ‚Groschenromane‘ eben. Die Gedanken und Gefühle der Betroffenen werden durchaus nachvollziehbar dargestellt, was in diesem Genre nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Fazit:
Dieses Soft-Grusel-Abenteuer wird gut erzählt. Eine gründlichere Recherche wäre allerdings wünschenswert.

Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog
Dem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.«
  15      0        – geschrieben von Frank1
 
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