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Erbarmen
Verfasser: Jussi Adler-Olsen (12)
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (944)
VÖ: 2009
Genre: Kriminalroman (5661) und Thriller (5328)
Seiten: 432 (Taschenbuch-Version), 422 (Kindle-Version)
Themen: 12. Jahrhundert (106), Bunker (32), Carl Mørck (7), Dänemark (71), Entführungen (1291), Filmvorlagen (483), Gefangenschaft (328), Sonderdezernat Q (7)
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Eine Frau verschwindet spurlos von einer Fähre. Alle vermuten, sie sei ertrunken, doch sie wird in einem betonierten Gefängnis gefangengehalten. Wer ist dafür verantwortlich, und was wollen die Täter von der Frau? Der erste Fall von Spezialermittler Carl Mørck.
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Lesermeinungen (9)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 22. Juni 2016 um 21:29 Uhr (Schulnote 2):
» Nachdem eine Ermittlung jemandem in seinem Team das Leben gekostet und einen anderen an den Rollstuhl gefesselt hat, wird der dänische Kriminalhauptkommissar Carl Mørck als Leiter in das neu gegründete Sonderdezernat Q versetzt, wo er „kalte Fälle“ erledigen soll, die schon seit Jahren ungelöst herumliegen. Ihm zur Seite steht der Syrer Assad, als Putzhilfe und auch als Hilfsermittler.

„Erbarmen“ ist der erste Thriller (so wird das Buch vom Verlag bezeichnet, in meinen Augen ist es aber eigentlich ein Krimi, der „Thrill“ war weitgehen nicht vorhanden) um Carl Mørck und das Sonderdezernat Q und auch meine erste Begegnung mit ihm. Besonders sympathisch war mir der Ermittler nicht, er erschien mir ziemlich überheblich, gelangweilt und unmotiviert, aber ich denke, dass Sympathie auch nicht unbedingt das Ziel des Autors Jussi Adler-Olsen war. Die Idee, einen missliebigen Kommissar mit ungelösten Fällen in den Keller zu stecken, weil man ihn sonst nicht los wird, ist nicht neu, aber um einen spannenden Kriminalroman zu schreiben müssen die zu lösenden Fälle ja nicht zwingend erst vor zwei Stunden passiert sein.

Der Schreibstil von Jussi Adler-Olsen lässt sich flüssig lesen, ist ziemlich nüchtern und kommt ohne grosse Beschreibungen aus. Wer ausschweifende Schilderungen der dänischen Landschaft sucht, ist hier also fehl am Platz. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, einerseits aus der Sicht des Ermittlers Carl Mørck und andererseits aus der Sicht der Politikerin Merete Lynggaard, wobei der zweite Strang rund 5 Jahre vor dem ersten beginnt und rückblickend erzählt wird. Der Handlungsstrang um Mørck konzentriert sich auf die Ermittlungen. Das Privatleben des Ermittlers wird zwar einige Male kurz angerissen, spielt aber keine wesentliche Rolle in der Geschichte. Ich bevorzuge meine Krimis auf diese Art, aber wer sich bei der Lektüre auch gerne in das Privatleben der Ermittler versetzt, wird hier wohl zu kurz kommen. Die Charakterzeichnung scheint nicht unbedingt das Talent des Autors zu sein, seine Figuren bleiben im Grunde blosse klischeehaft gezeichnete Namen ohne Hintergrund oder Entwicklung.

Der Kriminalfall selber ist nicht wirklich aussergewöhnlich und eigentlich auch recht unplausibel. Die Auflösung ist leider ziemlich vorhersehbar. Trotzdem hat mich „Erbarmen“ gut unterhalten, Überraschungen dürfen jedoch keine erwartet werden.


Fazit
Solide Krimi-Kost, die wenig Neues bringt, aber trotzdem gut unterhält (meine Wertung beschreibt wie immer den Unterhaltungsfaktor, nicht die Qualität des Inhalts). Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterhin verfolgen und empfehle „Erbarmen“ gerne an Krimi-Fans, die auch von Romanen ohne grosse Überraschungen nicht enttäuscht sind und mit klischeehaften Figuren zurechtkommen.«
  12      0        – geschrieben von Aglaya
 
Kommentar vom 7. Oktober 2013 um 18:33 Uhr (Schulnote 2):
» Definitiv ein ganz gutes Werk. Sobald man sich richtig reingelesen hat, will man es nicht mehr aus der Hand legen.«
  0      0        – geschrieben von miky
Kommentar vom 19. September 2012 um 17:54 Uhr (Schulnote 1):
» In meinen Augen ist Erbarmen ein herrlich geschriebener Roman. So furchteinflößend und spannend, aber auch so cool und so unterhaltsam von Seiten von Morck und so.«
  0      0        – geschrieben von wieland084
Kommentar vom 27. Mai 2012 um 18:41 Uhr (Schulnote 2):
» Ich kann es schon nachvollziehen. Die Story ist fesselnd und fantastisch. Vor allem aber überzeugt Adler-Olsen damit, wie er Carl Mörck und die anderen Leute aus dem Ermittlerteam ausgearbeitet hat.«
  0      0        – geschrieben von Ralf Jansen
Kommentar vom 24. März 2012 um 23:52 Uhr (Schulnote 3):
» Das ist in meinen Augen eins von den unbedeutenderen Büchern vom Jahre 2009. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wieso das plötzlich so ein Riesenerfolg geworden ist, da gibt es besseres.«
  0      0        – geschrieben von Claus-Dieter Kleine
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