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Vollendet 1 - Die Flucht
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Erklärung der Bewertungssysteme
Connor, Risa und Lev sind ständig auf der Flucht - vor einem Staat, in dem Eltern ihre jugendlichen Kinder "umwandeln" lassen können: Jeder Teil ihres Körpers würde als gespendetes Organ in einem anderen Organismus weiterleben ...
Lesermeinungen (2)     Blogger (4)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 4. März 2019 um 20:04 Uhr:
» Inhalt/Meinung
„Vollendet“ stand eigentlich nie auf meinem Leseradar. Nachdem ich aber den zweiten Teil als Rezensionsexemplar bekommen hatte, dachte ich mir, es wäre vielleicht ganz hilfreich, mit dem Ersten anzufangen. Im Nachhinein betrachtet war das eine wirklich sehr gute Idee.

Die Geschichte spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft. Die Abtreibungsbefürworter und die Gegner haben einen zweiten Bürgerkrieg ausgelöst, der erst mit dem Inkrafttreten der “Charta des Lebens“ beendet werden konnte. Nun haben Eltern die Möglichkeit, ihr Kind zwischen dem 13. Und 18. Lebensjahr rückwirkend umwandeln zu lassen. Davor ist das Kindswohl geschützt. Was im ersten Moment wirklich gut klingt, (denn wer lässt sein eigenes Kind mit 13 Jahren „wegmachen“?), breitet seine ganze grauenvolle Realität erst nach und nach aus.

Den die Möglichkeit Ungehobelte oder schultechnisch schlechte Kinder „umwandeln“ zu lassen wird durchaus von vielen in Anspruch genommen. Die Thematik klingt dramatisch, wird aber durch einen sehr flüssigen und fast schon abgeklärten Schreibstil so verdammt glaubhaft dargestellt, dass ich zwischendurch nur entsetzt den Kopf schütteln konnte.

Ich wusste vor dem Lesen nicht, was mich erwartet und war danach sogar noch mehr geschockt. Was als seichter Jugendroman beginnt, hinterfragt das Recht jedes einzelnen auf seine Daseinsberechtigung. Einerseits wird die Abtreibung rigoros Unterbunden, andererseits kann ein 13jähriges Kind einfach so „verschwinden“.

Und was dann mit den Kindern passiert, ist noch schlimmer, denn „streng genommen“ sterben sie nicht. Die Umwandlung zerlegt sie in ihre Einzelteile, dabei sind sie bei vollem Bewusstsein. Die Einzelteile werden dann gespendet. Organspende in einem ganz anderen Stil, wobei sich immer wieder die Frage stellt, wie die Organisatoren das mit ihrem Gewissen und ihrer Moral vereinbaren können. Als Leser muss man sich mit dem pro und Contra dieser und vielen anderen Fragen auseinander setzen, während man die Hautprotagonisten Conner, Risa und Lev auf ihrer Reise begleitet.

Die Story ist in meinen Augen nichts für schwache Nerven und ich bin mir nicht sicher, ob „Jugendroman“ hier passt. Die zarte Liebesgeschichte läuft eher nebenher und drängt sich nicht in den Vordergrund, wodurch die Kernaussauge der Geschichte aber nur umso schrecklicher erscheint.

Conner ist 16 Jahre alt und soll umgewandelt werden. Er fällt von einer Schlägerei in die nächste, meistens ungewollt oder um sich zu verteidigen. Bei seiner spektakulären Flucht legt er die Weichen für viele Gerüchte und zieht so die Aufmerksamkeit aller Wandler auf sich. Kommt er zuerst einfach als rebellischer Teenager rüber, so vollzieht er während den ganzen Erlebnissen eine Wandlung, deren Ausmaß erst am Ende gänzlich ersichtlich ist. Conner ist nicht der, der er zu sein scheint und wenn er schon sterben soll, dann wenigstens so wie er will.

Risa ist ein Mündel des Staates. Sie kennt ihre Eltern nicht, wurde „gestorcht“ und ist in einem Heim gelandet. Sie hat Talent, aber nachdem sie bei einem Klavierkonzert gepatzt hat, wird sie mit anderen Mündeln in einen Bus geladen um zu einem sogenannten „Ernte-Camp“ gebracht zu werden. Bei der ersten Gelegenheit flieht sie vor der drohenden Umwandlung.

Lev ist ein „Zehntopfer“. Seine Familie ist strenggläubig und gibt von allem den zehnten Teil an. Und Lev ist ihr zehntes Kind. Sein ganzes Leben lang wurde er auf die Umwandlung vorbereitet. Er wird ausschließlich mit Samthandschuhen angefasst, darf alles, bekommt alles und lernt während seiner Zeit mir Conner und Risa, dass das Umwandeln nicht das ist, was die Regierung den Menschen weiß machen will. Allerdings ist der Glaube an die Umwandlung tief in ihm verwurzelt.
Die Entwicklung, die er während der Geschichte zurücklegt, ist wohl die Härteste der ganzen Geschichte.

Neal Shusterman sorgt mit seinem Roman „Vollendet“ für eine sehr ausweitende Diskussionsgrundlage. Gesellschaftskritisch und schonungslos ehrlich führt er dem Leser eine Möglichkeit vor Augen, wie die Welt aussehen könnte wenn der Weg der Menschheit, genau diese Richtung einschlägt, die er hier beleuchtet. Natürlich ist alles nur Fiktion, aber während des Lesens konnte ich es nicht als reine Fiktion ansehen, denn auch wenn die Protagonisten zwischen 13 und 16 sind, sind sie reifer als manch ein Erwachsener im Buch.

Fazit
Neal Shusterman zeichnet eine Zivilisation auf, deren Schrecken nicht bei den blutigen Zombies oder einem Serienkiller liegt. Es sind die Menschen selbst, die den Schrecken verbreiten und ihre Menschlichkeit hinter die Entscheidung anderer stellen.

Wenn eine Person von ganz oben sagt, dass alles gut ist, so wie ist es, warum sollten Eltern das dann infrage stellen? „Vollendet“ ist eine Dystopie, die mehr Wahrheiten beinhaltet, als gut für sie ist. Der Leser hat lange an der Thematik zu knabbern und sie ist alles andere als leicht verdaulich.«
  18      0        – geschrieben von Tilly Jones
 
Kommentar vom 10. Januar 2015 um 12:43 Uhr (Schulnote 2):
» Große Empfehlung für Fans von Dystopien! Die Figuren sind vollends überzeugend, man ist an die Story geradezu gefasselt, so spannend ist sie, und das Setting ist sehr individuell und interessant.«
  0      0        – geschrieben von Schlaflose
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