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BLOGGERNOTE DES BUCHS |
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noch nicht bewertet
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Kommentar vom 9. September 2023 um 14:29 Uhr: |
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Handlung Westpreußen 1918 Gerda von Westkamm hat das Paradies vor der Haustür. Sie wächst auf Gut Lapienen auf, ist dort tagtäglich umgeben von der Weite und Schönheit der Natur. Und ganz in der Nähe wohnt Thomas, ihr bester Freund. Als Kinder haben sie ihre Leidenschaft für Märchen und Geschichten geteilt, als Jugendliche haben sie gemerkt, dass Gefühle füreinander vorhanden sind. Eine mögliche Verbindung wird von Gretas Eltern verboten, die Standesunterschiede, aber auch die politische Gesinnung spielen eine zu große Rolle. Um all dem zu entfliehen, reist Gerda nach Danzig, findet Arbeit und doch lässt sie ihre Vergangenheit mit Thomas nicht los...
Meinung Auch dieses Buch ist mir in der Verlagsvorschau aufgefallen und ich finde, dass die Inhaltsangabe echt gut klingt. Ich hatte mit einer spannenden, gut recherchierten Geschichte gerechnet und mal wieder richtig viel Lust auf einen Roman, der in Preußen spielt, tolle Landschaftsbeschreibungen beherbergt und ein offenes Bild zeichnet. Daher habe ich mich sehr über das Rezensionsexemplar gefreut, ein herzliches Dankeschön geht an das Bloggerportal!
Die ersten Seiten waren ein bisschen gewöhnungsbedürftig und ich brauchte einiges an Zeit, um mich auf die Geschichte einzulassen. Sowohl die Sprache mit all ihren Umschreibungen, als auch die Ausgangssituation der Handlung und die Protagonisten waren nicht so einfach zu verarbeiten und ich musste sehr aufmerksam lesen, um alles mitzubekommen und damit meine Gedanken nicht abschweifen. Und dieser sehr eigene, recht schwere Schreibstil hat sich durchgesetzt. Durchweg bin ich eher schleppend vorangekommen und war nie mit viel Eifer und Interesse dabei. Mir war es ehrlich gesagt zu viel. Ich konnte mich anfangs nur schwer auf die Handlung einlassen, ab Seite 50 wurde es ein bisschen besser, da fand ich die Geschichte interessanter und war voller Hoffnung, dass es von nun an stetig bergauf geht. Das ist dann auch wieder verpufft und ab Seite 200 habe ich ganz vieles überflogen und überblättert. Mein Auge ist höchstens mal an einer wörtlichen Rede oder einem Brief hängengeblieben, die ausführlichen Beschreibungen von Situationen und Orten habe ich mir geschenkt. Ich hätte mich nur unnötig lange mit der Lektüre beschäftigt, hätte keine Freude am Lesen gehabt und durch das Überfliegen habe ich ja trotzdem grob mitbekommen, was alles passiert ist.
An vielen Stellen im Text gibt es Erwähnungen an das Märchen 'Die Schneekönigin'. Anfangs war es verwirrend, später ganz nett und am Ende hat's mich nur noch genervt. Es war zwar ganz passend, dass sich das Märchen wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht, aber war halt auch sehr eigen und ich finde, die Stimmung wurde dadurch ziemlich eisig und abweisend.
Bei den Protagonisten habe ich mir mehr erwartet. Sie sind weder lebendig, noch greifbar gezeichnet und ich hatte nicht damit gerechnet, dass vor allem Greta durchweg ziemlich kindisch und unreif auftritt, bei ihr kaum eine Entwicklung vom jungen Mädchen bis hin zu einer jungen Frau erkennbar ist. Sie agiert kaum anders, ist mir zu sprunghaft und während ich sie als kleines Mädel noch ganz gern mochte, sie durchaus eine niedliche Seite an sich hatte, ging mir Greta irgendwann nur noch auf die Nerven. Da war Thomas schon besser gezeichnet, wenngleich auch er durchweg sehr distanziert und abweisend auftritt. Und das erstreckt sich leider auch auf die restlichen Charaktere...
Fazit Ich hatte echt viel Bock auf das Buch. Und auch der recht schwere Start hat meinem Interesse an dem Buch keinen Abbruch getan. Ich habe frohen Mutes weitergelesen und irgendwann dann doch aufgegeben... Nach knapp 150 Seiten habe ich gemerkt, dass ich viele Seiten einfach nur überflogen habe, ab Seite 200 habe ich ganz viel überblättert. Ganz ganz lose bin ich noch der Handlung gefolgt, habe aller paar Seiten mal einige Worte gelesen, um noch einen leichten Überblick zu haben. Aber mein Interesse war einfach weg. Ich bin mit der Geschichte, der Sprache und vor allem den Protagonisten nicht warmgeworden, ich hatte einfach was anderes erwartet...« |
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Kommentar vom 27. Juli 2023 um 13:18 Uhr (Schulnote 1): |
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Eine große Liebe in schweren Zeiten Das Cover: Ein Cover, das mich sehr angesprochen hat, weil es für mich durch die Farbgebung und dunklen Wolken am Himmel sehr ausdrucksstark ist. Das junge Paar in der Natur, im Hintergrund das Gut, vervollständigen das Bild und laden zusammen mit dem Klappentext ein, das Buch lesen zu wollen.
Die Geschichte:
1918: Gerda und ihr Freund Thomas träumen sich in Westpreußen (2018) in eine Welt vom Märchen und aus der Kinderfreundschaft wird eines Tages eine deutsch-polnische Liebe. Doch der unterschiedliche Stand und die komplizierten Verhältnisse in Gerdas Familie, sowie Thomas polnische Abstammung verhindern eine Heirat. Als sie einen anderen Mann heiraten soll, um das Gut der Eltern zu retten, flüchtet sie nach Danzig. Sie hat Glück und findet eine Arbeitsstelle als Schreibkraft in einer Reederei. Politische Wirren, Liebe, Sehnsucht, der Zweite Weltkrieg und die Flucht ändern danach alles in Gerdas Leben. Meine Meinung: Eine Geschichte, die ich von der ersten Seite an genossen habe. Wunderbar ausgearbeitete Protagonisten, die mich emotional in ihr Leben gelassen haben. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt. Die Autorin schreibt in einer leicht lesbaren und bildhaft starken Sprache. Die Zeitgeschichte ist brillant mit der Erzählung verwoben, sodass es gleichzeitig die von Menschen gelebte Zeitgeschichte auf wunderbare Art vermittelt. Die Schauplätze sind intensiv beschrieben. Der Spannungsbogen ist bis zum Ende sehr hoch. Mein Fazit: Eine beeindruckende Liebesgeschichte in unglaublich schweren Zeiten. Dazwischen immer wieder kleine Passagen der Schneekönigin, und bittere Wahrheiten als Post in Märchen verpackt. Insgesamt gefühlvolle und spannende Lesestunden. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung. Heidelinde von Friederickes Bücherblog.« |
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