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 Bookdemon
 
 Internet: a-bookdemon.blogspot.de
 Facebook: Bookdemon-658582724203660
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 Datum: 25.10.2015
– Wer steckt hinter »Bookdemon«? Seit wann gibt es deinen Blog? Was hat dich damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Mein Name ist Annabel und zur Zeit studiere ich Germanistik und Geschichte und hoffe, irgendwann mal ins Verlagswesen einsteigen zu können.

»Bookdemon« gibt es schon seit Oktober 2012, wobei es früher »Red Roses For The Devil« hieß. Anfangs habe ich noch über alles Mögliche gebloggt, aber mit der Zeit spezialisierte ich mich immer mehr auf Bücher. Ausschlaggebend dafür war eine sehr freundliche Booktuberin, die mich damals sogar in einem ihrer Videos vorgestellt hat. (Mittlerweile existiert das allerdings leider nicht mehr.:D)

Ich könnte jetzt die Standartphrase schreiben, von wegen »Bücher haben mich schon immer fasziniert.«, aber so war das ganz und gar nicht. Als Kind war ich in diesem ominösen »Ponyclub«, von dem man jeden Monat unter anderem auch 2 Bücher geschickt bekam. Zu der Zeit war das Lesen für mich aber eher ein »Nebenhobby«. Zum exzessiven Lesen hat mich erst meine Mutter gebracht, als sie mich dazu überredete mit 12 Jahren »Eragon« zu lesen. Seitdem muss ich immer ein Buch bei mir haben.

– Wie viele Bücher liest bzw. rezensierst du im Schnitt? Liest du immer nur ein Buch, oder liest du mehrere Bücher parallel?

Mal so, mal so. Es gibt Bücher, die lese ich innerhalb von 1-2 Tagen, an anderen sitze ich aber dann auch wieder einen Monat. Das hat nichtmal unbedingt etwas mit der Qualität des Buches zu tun, sondern eher damit, dass ich wirklich nur lese, wenn ich Lust dazu habe. Ich finde, es verändert einfach ungemein das Lesegefühl, wenn man schon mit einer eher abgeneigten Einstellung rangeht.

Meist lese ich auch nur ein Buch, damit ich mich voll darauf konzentrieren und damit beschäftigen kann. Nur, wenn es zwei von grundauf verschiedene Bücher sind, lese ich sie auch parallel. Durchschnittlich gibt es pro Monat 4 Rezensionen. Quasi jede Woche eine, wenn man es hochrechnet. Das liegt aber vor allem daran, dass ich mich nicht stresse.

– Was macht für dich ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legst du beim Lesen und Bewerten dein Hauptaugenmerk und warum?

Ein gutes Buch muss für mich glaubwürdig sein. Damit meine ich nicht, dass es nicht um grün gestreifte Hippos gehen darf, sondern dass mich der Autor davon überzeugen kann, dass es eben diese grün gestreiften Hippos wirklich gibt. Meiner Meinung nach ist nichts schlimmer, als ein Buch, hinter dem sein Autor nicht zu 1000% steht.

Außerdem mag ich neue Ideen. Das Palaver von Dreiecksbeziehungen beispielsweise vertrage ich so ziemlich gar nicht mehr.

– Bist du auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt dir an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die du generell gar nicht liest?

Auf »Bookdemon« findet man vor allem Bücher aus dem Genre Fantasy. Sei es jetzt Dark Fantasy, High Fantasy oder etwas anderes in der Richtung. Dystopien und Endzeit-Romane rezensiere ich auch hin und wieder.

Mich reizen an diesen Büchern einfach die Welten. Ich bin selbst ein sehr kreativer Mensch und hole mir gerade in Büchern gern Inspirationen. In fremden, neu erfundenen Welten, gibt es einfach viel mehr zu erleben und zu entdecken. Außerdem kann ich mir beim Lesen alles selbst neu ausdenken und zurechtrücken.

Ich finde es einfach immer wieder sehr faszinierend, wozu der menschliche Verstand fähig ist. Und das zeigen eben am besten jene Bücher, die komplett neu ausgedachte Welten und Charaktere beherbergen.

– Liest du nur Verlagsproduktionen, oder besprichst du auch die Bücher von Selfpublishern? Was hältst du generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Ich habe mich bisher nie bewusst direkt für oder gegen ein Buch entschieden, weil es einen Verlag hat, oder eben nicht. Mittlerweile habe ich mir zwar vorgenommen, vor allem die Selfpublisher durch Rezensionen und Werbung etwas mehr zu unterstützen, sofern mir das möglich ist, aber ich kategorisiere da nicht wirklich.

Ich habe großen Respekt vor jenen Autoren und Autorinnen, die ihre Projekte vollkommen allein stemmen. Zwar habe ich keine Erfahrung mit dem Selfpublishing, aber es ist sicherlich so schwerer, sein Buch an den Mann zu bringen, denn Verlage haben meist große Werbeprogramme um ihre Bücher zu pushen. Und das finde ich etwas schade, denn so gehen bestimmt einige Schätze verloren, die einfach nicht genug Aufmerksamkeit bekommen haben.

– Wartest du darauf, dass dich Autoren oder Verlage anschreiben und dir Rezensionsexemplare anbieten, oder wendest du dich selbst an sie? Oder rezensierst du gar nur die Bücher, die du dir selbst kaufst?

Da ich im Bloggerportal von Randomhouse angemeldet bin, sind die meisten meiner Bücher von mir angefragt, da das System ja dort eben wie ein Katalog ist. Man klickt an, was man möchte und mit etwas Glück bekommt man das Leseexemplar.

In den letzten zwei Monaten war es allerdings eher so, dass mich Autoren und kleinere Verlage angeschrieben haben, was mir natürlich ganz besonders schmeichelt.

Ich rezensiere sowohl Reziexemplare, als auch Bücher, die ich selbst gekauft habe. Wobei die RE's für mich Vorrang haben, da auf deren Rezensionen ja schließlich jemand wartet.

– Welches Buch oder welche Bücher sind dir besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem du deinen Blog gestartet hast? Was gefiel dir an ihnen ganz besonders gut?

Eines der Bücher, die ich immer wieder bei solchen Fragen erwähne, ist »Silenus« von Robert Jackson Bennett. Es hat einfach alles, was ich mag. Es ist sehr düster, fantasievoll, hat tolle Charaktere und keine unglaubwürdige Liebesgeschichte, die mir das Buch sauer macht.

Auch »Der Fluss - Deine letzte Hoffnung (Neubearbeitung von "Bird Box - Schließe deine Augen")« von Josh Malerman und die Bücher von China Miéville sind mir sehr im Gedächtnis geblieben.

– Gab es Bücher, die dir überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen du das Lesen gar abgebrochen hast? Welche waren das, und was missfiel dir an ihnen?

Erst kürzlich habe ich eine recht vernichtende Rezension zu »Gegen das Sommerlicht« von Melissa Marr veröffentlicht. Es wirkt einfach unfassbar unreif und übertrieben. Eine notgeile und sehr debile Hauptprotagonistin und dazu die typischen »super sexy« Typen, die natürlich alle auf sie abfahren. Die meisten Wendungen konnte man außerdem vorhersehen. Wirklich eines der Bücher, die es nicht mehr wert sind, in meinem Regal zu stehen.:D

– Werden auf deinem Blog nur Bücher rezensiert, oder können deine Besucher auch andere Dinge bei dir lesen?

Auf meinem Blog finden in unregelmäßigen Abständen immer wieder Lesenächte statt, deren Organisation mir total Spaß macht. Außerdem gibt es hin und wieder mal Posts außer der Reihe, in denen es um meine Wunschlisten, Neuzugänge, allgemeine Neuigkeiten und anderes gibt. Ich habe da kein strenges System, dem ich folge. An sich blogge ich einfach über das, das mit Bücher zu tun hat und mich beschäftigt.

– Hast du Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könntest du unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzt du an ihnen?

Verhältnismäßig viel Kontakt habe ich vor allem mit Sophie (http://sophies-little-book-corner.blogspot.com). Zwar haben wir relativ unterschiedliche Geschmäcker, was Bücher betrifft, allerdings ist sie eine sehr liebe und lustige Bloggerin und mein Dauer-Date auf der Leipziger Buchmesse geworden. Außerdem durfte ich diesen Sommer ihr Blogdesign machen.

Das Team von Leserkanone.de dankt Annabel für die Zeit, die sie sich genommen hat!
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IM INTERVIEW ERWÄHNTE BÜCHER
Der Fluss - Deine letzte Hoffnung (Neubearbeitung von "Bird Box - Schließe deine Augen")
Geschrieben von: Josh Malerman (16. März 2015)
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Silenus
Geschrieben von: Robert Jackson Bennett (17. September 2012)

 
Texteigentümerin des Interviews: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz